Stadt Wien: Wenig Linux am Desktop, aber ...

16. April 2009 12:01
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    Linuxwochen Wien: 16. bis 18. April jeweils ab 10 Uhr Wappensaal des Wiener Rathauses, Feststiege 2

     

Die Server des papierlosen Amtes laufen nun mit Linux statt Windows - Linuxwochen in Wien eröffnet

Seit Donnerstag gastieren die diesjährigen Linuxwochen, eine Roadshow rund um freie Software, im Wiener Rathaus. Die Eröffnungsrede hielt Siegi Lindenmayr. Der SPÖ-Politiker betonte, dass die Stadt Wien bereits seit 20 Jahren freie Software im Einsatz hat. "Das ist auch mit ein Grund, weswegen es uns ein Anliegen ist, die heurigen Linuxwochen in Wien im Rathaus abhalten zu können", erklärte der Gemeinderat. Zusätzlich betonte er, dass Wien ständig den Einsatz von freier Software evaluiere.

"Linux am Desktop wird zur Zeit wenig genutzt"

Peter Pfläging von der MA14, der EDV-Abteilung der Stadt, ging in seiner Eröffnungsrede kurz auf Wienux, dem von seiner Abteilung entwickelten Linux-Desktop, ein. "Linux am Desktop wird zur Zeit wenig genutzt", dafür wurde die freie Bürosoftware OpenOffice bereits auf 14.000 der insgesamt rund 20.000 Computer der Stadt - parallel zu Microsoft Office - installiert.

Linux statt Windows

Im Serverbereich verstärkt Wien ein Open-Source Fundament. Für den "elektronischen Akt", dem papierlosen Amt, setzt die Stadt nun auf Linux. Die Server werden von Windows auf Red Hat Linux umgestellt.

Windows statt Linux

Seit dem Jahr 2005 setzt die Stadt Wien Wienux ein. Im Sommer des vergangen Jahres wurde allerdings beschlossen, drei Viertel der rund 1.000 auf Linux umgestellten Computer wieder mit Microsoft-Lizenzen auszustatten. Grund dafür ist der Einsatz einer Software zur Sprachbeobachtung in den Kindergärten, die nur mit dem Internet Explorer von Microsoft genutzt werden könne.

Bis zu dieser Entscheidung galt Wienux als eines der Vorzeigeprojekte für den Einsatz von freier Software am Desktop. Dementsprechend sorgte die Entscheidung für weltweite Schlagzeilen.

Freiheit

Pfläging forderte die Open-Source-Community auf, mehr die Gedanken, die hinter freier Software stehen, zu betonen und sich so von kommerzieller Software unterscheidbarer zu machen.

Kostenlos

Der Besuch der Linuxwochen im Rathaus ist kostenlos. Bis 18 April werden Besuchern Vorträge und Workshops geboten. Das gesamte Programm findet sich auf der Linuxwochen-Homepage. (red)

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Posting 1 bis 25 von 127
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nova
28.04.2009 13:48
...ich frag mich ernsthaft,

was das für eine software sein muss, die es rechtfertigt, für 750 rechner eine windows-lizenz zu kaufen!!!???
hätte man da die "Software zur Sprachbeobachtung in den Kindergärten" nicht einfach neu programmieren lassen können sodass sie zeitgemäß und auch für die zukunft gewappnet ist?
ich halte das für ziemlich rückständig, immer die bremse zu ziehen, anstatt sich auf die kommenden veränderungen ein zu stellen.

Werner FROELICH
17.04.2009 13:54
kann mir jemand das IE/VB script posten

mit dem man Bewertungen im Standard Forum setzen kann?

Werner FROELICH
17.04.2009 13:52
zu den wenigen Linux Großinstallationen

http://derstandard.at/?url=/?id... 4508894580
FederalExpress
http://www.novell.com/success/f... omaha.html
und viele publizieren ihre Linux/BSD/FOSS Nutzung nicht um nicht in das Fadenkreuz der MS FUD Maschine zu geraten!

und Leute werden auch keine gesucht:

http://payrate.appspot.com/?keyword=Linux
http://atlanta.craigslist.org/cpg/1083438912.html

A. E. Neumann
17.04.2009 14:48

Wenn man die Story im ersten Link genauer betrachtet, sieht das so aus: Von 90.000 Rechnern laufen per 09.03.2009 gerade mal 5.000 mit Ubuntu. "Großinstallation" ist das noch keine.

Der Novell Link schreibt davon, dass Linux auf den Servern rennt und man Desktops in Erwägung zieht. Keine Rede davon, dass die schon laufen.

Und wenn man Ihre Links zu den Jobs auf Windows checkt, kommen auch keine schlechten Jobs + tlw. deutlich höhere Gehälter raus. Aber nicht für "Kernel Hacker", sondern für Administratoren. Man verdient im Windows Bereich bei deutlich niedrigerem Wissensniveau (=Aufwand) deutlich mehr Geld. Das ist die Realität. Alles andere ist Wunschdenken.

df df
17.04.2009 14:03
Nicht vergessen:

Google, Amazon, Schwedische Army, Renault, Swisscom, Österreichische Lotterien, Ecard, ÖMV, ganz Brasilien, Schulen auf den Kanaren, GM, Deutsche Bahn, ÖBB, Scania, BMW, Twitter, Facbook, CIA, NSA, Kurier.at, ORF.at, ...

penner penner
17.04.2009 14:30
Sehr schön

Danke, dass Sie Swisscom erwähnen. Ich weiss nicht woher sie die Information haben, aber ich kann ihnen garantieren, dass die Swisscom mit Windows arbeitet. Mag sein, dass es paar Linux Rechner hier und da gibt *klatsch klatsch*.
Tja ich arbeite dort :O)
Bezüglich Lotterie im ösiland. Die verwenden VMS.

doldi berg
 
14.06.2009 22:14
naja

webserver lauf zumindest nicht unter windows:

http://toolbar.netcraft.com/site_repo... isscom.com

Werner FROELICH
17.04.2009 14:04
Danke

ich wusste da war noch was!

Johannes Steinberger
17.04.2009 10:44
Wer glaubt noch dem Herrn Pfläging?

Liest man im Standard die alten Artikel zum Thema, mit all den Umstellfantasien, dann stellt sich die Frage: Wer glaubt eigentlich dem Herrn Pfläging von der Stadt Wien noch irgend etwas?

Letzendlich wurde viel Papier produziert, und wirklich teure Studien mit Umstellszenarien für ein Projekt, das letzen Endes vollständig in die Hose gegangen ist.

Auch die großartigen Ankündigungen, man wolle bei Linux von kommerziellen Anbietern (der Abhängigkeit wegen) fernbleiben und auf Debian setzen sind mit einem Rückzieher (man setzt plötzlich auf Red Hat) verpufft.

Konsequenzfaktor: 0

df df
17.04.2009 12:34
Dein ehemaliger Arbeitgeber

hat ja nicht wenig in die Rückmigration investiert. Aber das weisst Du ja eh.

melhor
17.04.2009 09:09
die Gedanken zum Morgen

"Die Server werden von Windows auf Red Hat Linux umgestellt. "

Ich glaube die Wiener Stadtverwaltung weiß gar net so wirklich, was Linux ist. Der Grund für diese Entscheidung ist allerdings wesentlich subtiler: künftig werden alle Daten unter einen roten Hut (Red Hat) gebracht und nicht mehr von einer blauen Scheib'n (Fenster=Windows ;)) verwaltet.

Freu mich schon auf den Besuch im Rathaus.

penner penner
17.04.2009 08:58
Planung

Das was Windows in der Anschaffung kostet gibt man bei Liunx Projekten in anderen Bereichen mehrfach wieder aus.

Schulung der Mitarbeiter
Schulung IT
Zusatzkosten für die Vereinheitlichung der heterogenen Programvielfalt und Desktops usw.

Am Ende ist man soweit, dass man vielleicht in die Nähe von Windows Qualität am Desktop kommt.

Nichts gegen Linux im Server Bereich. Keine Frage, da ist Linux Top und günstig.

. Carnap
18.04.2009 19:32

Hier werden oftmehrere Fragen vermengt:

1) Welches Desktop-OS ist besser: Windows oder irgend eine Linux-Distribution?
2) Welches Server-OS ist besser?
3) Welches ist für Firmen besser geeignet?

Ich bin mit Linux zufrieden, hasse Windwos aber nicht. Und es ist mir egal, ob Linux in 10 Jahren bei 0,8 oder 3% herumdümpelt oder "Marktführer" geworden ist oder schon gar nicht mehr existiert.

Ich will gar nicht, dass 70% der User/-innen Linux einsetzen. Ich will, dass ich keinen Virenscanner brauche.

AngelusNoctis
17.04.2009 15:40
Toll...

Alles was du aufgezählt hast sind einmalige kosten.

Firma X hat ne Infrastruktur mit 100'000 Kisten, Windows XP, MS Office, Malwareschutz, Windows Server usw usf.

Jedes Jahr fallen X Lizenzskosten an Apps, jedes 3 Jahr X Lizenzskosten für Windows, jedes X Jahr für Windows Server, wenn sich MS wieder Spässchen erlaubt wie mit Vista muss neue HW her oder noch andere Kosten wie Support verlängern für XP oder MS Support usw usf.

Firma Y stellt auf Linux um portiert ihre Software, schult ihre Mitarbeiter oder Admine EINMALIG und bezahlt dann halt wiederkehrend Support für Ubuntu oder Redhat.

Rechne jetzt mal die eingesparten Lizenzkosten auf 10 Jahre aus und sag welche Firma mehr ausgeben wird? :)

xapient
17.04.2009 14:56

alles was sie beschrieben haben betrifft ebenso die "anschaffung" von linux und nicht den laufenden betrieb.. klar kostet die umstellung eines systems auf ein völlig anderes viel geld und aufwand.. interessant hierbei ist für mich jedoch in erster linie was danach ist... dieses kurzfristige denken kenne ich schon zu gut.. daher hat haider auch billigtankstellen anstelle von alternativen energien gepriesen.. langfristig denken ist halt manchen zu kompliziert und generell zu unpopulär.. die mehrheit verstehts wohl einfach auch nicht...

interessant und hübsch
17.04.2009 10:08

nur das man in der regel für linux nur einmal ausgebildet wird .. und das nicht für jede neue Version nachholen muss.

Ist auch etwas eine Ideologie Frage:

Die einen haben lieber "offiziellen" Support, die anderen haben lieber ihren persönlichen "Heinz" der ihre Probleme löst.

Graph Bobby
17.04.2009 09:32
Stimmt nicht

Die wesentlichen Kosten fallen bei Windows nämlich nicht bei der Anschaffung an, sondern beim Betrieb.

Ob ich Schulungen für Windows oder für Linux zahle kommt auf's Gleiche 'raus, ebenso gibt es auf jeder Plattform eine "heterogene Programmvielfalt" - diese Argumente fallen also weg.

Linux-Clients sind allerdings wesentlich effektiver zu administrieren als Windows-Clients. Vor allem bei Remote-Administration, incl. Remote-Installation/Update von Software verursachen Linux-Clients einen Bruchteil der Probleme, die Windows-Clients verursachen.
Die verbleibenden Probleme sind auch noch einfacher zu lösen.

Wenn man das alles zusammenzählt, hat man mit Linux-Clients wesentlich weniger Ärger und somit auch geringere Kosten.

penner penner
17.04.2009 09:38
wie bitte?

Wie viele Desktops gibts bei Windows -> 1
Desktops bei Linux -> 78

Weiters, was meinen sie das Clients leichter zu administrieren sind ? Kennen Sie die Möglichkeiten von Active Directory ?

Welche Kosten beim Betrieb von Windows meinen Sie , die es bei LInux nicht gibt?

Wie viele Grossinstallationen gibt es mit reinen Linux Desktops ? 1, 2 oder gar keines?

Sie verzapfen quatsch mit Sosse. Nur weil man ein Linux installieren kann muss man nicht meinen die Welt erobern zu können.

AngelusNoctis
17.04.2009 15:54
Schwachsinniges Argument mit 78

Was'n das für ein schwachsinniges Argument?

Weil es angeblich 78 Linuxe (Es sind weitaus mehr) gibt musst du in EINER Firma/Behörte 78 verschiedene einsetzen?

Wie wärs wenn Firma "Penner Penner AG" einfach Ubuntu LTS für Client und Server einsetzt oder Red Hat für Client und Server oder gar CentOS und nur den Red Hat Support nutzt?

Die Grossen sind sowieso 1. Red Hat, 2. Novell ggf. 3. Mandriva und 4. Ubuntu.

Davon halten sich alle an die Linux Standard Base und 1 bis 3 nutzen sogar RPM als Paketmanager.

. PALS
17.04.2009 10:15
hm...grossinstallationen...mal schauen...

wie wär's mit

http://derstandard.at/?url=/?id... 4508894580 ?

ist jetzt nicht soooo klein, und hat auch nicht soooo wenig an einsparung gebracht, oder?

es sagt ja niemand, dass so ein projekt einfach ist - aber wenn man will, geht's natürlich schon, und auch ganz gut, wie man sieht.


Markus Mehrwald
17.04.2009 10:06

Was hat das damit zu tun wieviele Desktopsysteme es gibt? Ich gehe davon aus, dass nur einer eingesetzt wird.

AD kann ich auch mit LDAP haben.

Was meinen Sie mit Großinstallationen?

Bzgl. dieses Sprachdings: IE läuft auch auf Linux, also sollte man wissen was genau nicht geht.

winmike
17.04.2009 10:55

Wenn Sie einen Windows PDC/DC vollständig emulieren können (und das mit dem gleichen administrativen Aufwand) melden Sie sich bitte bei mir - ich rätsle noch immer :-)
Und wenn Sie einen Exchange 2007 mit zimbra & co gleich gut hinbekommen sind Sie mein neuer Gott *g*

Markus Mehrwald
17.04.2009 13:27

Ohne es versucht zu haben, aber Evolution von Novell sollte genau das machen.
Bzgl. Emulation sagte ich ja, man müsste wissen was genau an diesem Sprachdings nicht geht und von einer vollständigen Emulation war ja von mir nie die Rede.

penner penner
17.04.2009 10:20
oh Gott

HAHA LDAP in Grosssystemen. Ich lach mich tot.
Sie wissen schon das LDAP oder OpenLDAP nur ein Singelmaster System ist und es einen Server gibt. Bei Active Directory haben sie ganze Hirarchien von Servern wo sie ändern können und die Replikation automatisch verläuft.

Grossinstallationen meine ich > 20000 Rechner.

Nochmals, LINUX ist nicht gleich UNIX. Tut nicht so als ob es ein System für Grossinstalltionen ist. so long



df df
17.04.2009 12:37
Der MSCE-Unterwegs?

AD ist Ldap + Kerberos mehr nicht. Und ldap = nicht nur Openldap, sondern schau dir den fedora directory server an - das ist der Verzeichnisdienst der US-Army

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