Raumnutzung mal intelligent

15. April 2009, 17:03
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    foto: tu graz/icg

    Die TU Graz eröffnete am 2. April das "Intelligent Room-Labor".

Ein "Intelligent Room Labor" wurde in Graz als Testfeld innovativer Raumnutzungen eröffnet

Der Computer ist zwar dazugekommen, doch abgesehen davon haben sich Arbeitsplätze in Büros schon lange nicht mehr wirklich verändert. Computer, Telefone, Schreibtische, Handys. Kommuniziert wird über E-Mail oder einen Anruf, im Notfall auch persönlich. An diesem Szenario könnte sich aber vielleicht bald etwas ändern. Am 2. April wurde an der TU Graz das "Intelligent Room Labor" eröffnet. In diesem sollen InformatikerInnen an neuen Technologien zur Raumnutzung forschen. Im "Intelligent Rom-Labor", das von der Fakultätsinitiative "Future Labs" und dem FWF-Doktoratskolleg "Confluence of Vision and Graphics" getragen wird, soll an neuen Möglichkeiten der Verbindung von Teamarbeit und Präsentationen in einer intelligenten Arbeitsumgebung geforscht werden.

Oberflächen als Projektionsflächen

Was könnte Raumnutzung von morgen bedeuten? Zum Beispiel, dass Wände und Tischplatten oder sonstige Oberflächen als Projektionsflächen und zur Darstellung von Inhalten genutzt werden könnten.
Genutzt wird das "Intelligent Room Labor" beispielsweise von den Informatikern Dieter Schmalstieg und Horst Bischof vom Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen an der TU Graz. "Insbesondere, wenn mehrere Personen an einem Projekt arbeiten, eröffnen interaktive Technologien völlig neue Wege der Zusammenarbeit", so die Forscher.

Ein mögliches Szenario sieht Dieter Schmalstieg darin, "Applikationsfenster mit dem Mauszeiger über Display-Grenzen hinweg auf gemeinsame Arbeitsbereiche zu bewegen", was vor allem für Großraumbüros in Frage käme.
Die Steuerung per Maus könnte durch eine Navigation durch Gesten ersetzt werden, denn eine "mögliche Vision ist, dass der Nutzer künftig im interaktiven Raum PC-Befehle mit Gesten steuert", so Horst Bischof.

Anwendungsbeispiele

Bei der Eröffnung des "Intelligent Room Labor" am 2. April präsentierten WissenschafterInnen aus verschiedenen Forschungsbereichen Anwendungsbeispiele für interaktive Raumsysteme. Beispielsweise die bereits erwähnte Multi-Projektionstechnologie, Tische oder Wände als Projektionsoberfläche zu verwenden. Somit kann sich ein Computer-Desktop nahtlos über einen Raum erstrecken.

Ebenso wurde "HeyeWall" präsentiert, eine Projektionswand mit Multiprojektortechnologie zur Projektion mit sehr hoher Auflösung (8.5 Megapixel). Auf der HeyeWall wurden Modelle von Fahrzeugen aber auch Demonstrationen für die nächste Generation von Überwachungszentralen präsentiert.
Auch eine mögliche Anwendung zur Personenverfolgung wurde bei der Eröffnung des 120 Quadratmeter großen "Intelligent Room Labor" vorgestellt. Bei dieser Anwendung geht es um eine Personen-Erkennung und Verfolgung in Echtzeit.

Die Eröffnung sollte mit diesen Anwendungsbeispielen einen Eindruck über die möglichen interaktiven Raumsysteme der Zukunft vermitteln. Welche Möglichkeiten sich noch eröffnen könnten, soll künftig in dem um ca. 250.000 Euro neu eingerichteten "Intelligent Room Labor" erprobt werden. (beaha, derStandard.at, 15.4.2009)

 

Scabank
00
16.4.2009, 13:04

wir benutzen eigentlich hauptsächlich das Faxgerät und ab und an mal das Email, aber der hauptteil unserer arbeit ist in papierform abgelegt.

heißt ja so schön, wer schreibt, der bleibt :D

http://yagou.mybrute.com

DerMarkus2
10
16.4.2009, 07:43

Was bringts, wenn die "Kollegen,Mitarbeiter" schon nicht das Mail oder das Telefon nutzen...

equal
00
ein visueller knopf

dann setz ich Ihnen einen visuellen erinnerungs-knopf vor die nase...

ARO5
03
15.4.2009, 21:55
Raumnutzung mal intelligent

Ist das eine Multiplikation ?

johann potakowskyj
 
00
16.4.2009, 15:39
hätt mir auch eine anderer zukunft im büro vorgestellt

als multiflach und multicool.
da bleiben viele fragen offen:
wie gestalten sich bürospiele der zukunft?
wo legt man die süße von nebenmultitisch flach? wie umgehe ich dabei die multiüberwachung?
was macht der multiprojektor mit meinen multizusammmengeknüllten papierkugeln.

multifrage!

rompitasche
00
16.4.2009, 11:08

wenn man ein Haupt- mit einem Eigenschaftwort multipliziert - was mag die Dimension des Ergebnisses sein ?

Beati pauperes spiritu
00
16.4.2009, 07:39
Nein, das ist Neusprech, also ist es

doppelplusgut.

Früher nannte man es auch "Pifferdeutsch" oder Ähnliches - das darf man heute allerdings nicht mehr, da es negative Emotionen hervorrufen könnte.

Ich könnte mal k.... ey...

voggeneder
00
15.4.2009, 19:22

naja, das rad wurde hier ja nicht grad neu erfunden. auch eine rückpro wand mit ein paar projektoren und edgeblending als große innovation hinzustellen find ich nicht so innovativ. allerdings tun sich bei der anwendung wohl doch einige spannnende aspekte auf.

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