Können wir uns die Reichen noch leisten?

13. April 2009, 21:34

Wenn zu viele Menschen das Gefühl haben, dass Fairnessregeln stetig grob verletzt werden, dann sieht es schlecht aus für eine Gesellschaft

"Get the rich" - "Schnappt Euch die Reichen" - lautete  die Titelgeschichte des "Economist" der Vorwoche und im Blattinneren gibt es ein Extra über "Aufstieg und Fall der Wohlhabenden". Seit in der SPÖ ein Programmpapier unter Federführung von Franz Voves kursiert, in dem es um mehr Umverteilung und mehr staatliche Wirtschaftslenkung geht, tobt auch hierzulande der Streit um eine "Reichensteuer". Ist sie ökonomisch nützlich? Ist sie gerecht? Tatsächlich ist es fraglich, ob wir uns die Verhätschelung der Vermögenden noch länger leisten können. Ökonomisch ohnehin. Wichtiger ist aber möglicherweise: Wenn zu viele Menschen das Gefühl haben, dass Fairnessregeln stetig grob verletzt werden, dann sieht es schlecht aus für eine Gesellschaft.
Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 158
1 2 3 4
Umverteilung von arm zu reich?

Nennt man das Sozialismus?
Nennt man das christliche Nächstenliebe?
Wie nennt man das denn eigentlich?

eine abschaffung des derzeitigen systems "sozialismus für reiche, kapitalismus für arme"......

....würde die situation bereits beträchtlich entschärfen.
interessant ist immer wieder zu beobachten, dass es zb in österreich rund 1% (EIN prozent) "reiche" in der defination 1 million verfügbar (nebst haus, auto, etc.) gibt, sich aber offenbar bei entsprechenden diskussionen 99% angesprochen fühlen.
ob es sich dabei um vorsorgedenken im stile von "ich werde reich" oder einfacvh umt tagräumer mit fehlendem realitätsbezug handelt, bleibt offen.
weshalb sollen sparer 25% von ihren mikrigen zinsen abliefern udn spekulationsgewinne steuerfrei sein?

tja, man kommt sich halt schnell "reich" vor wenn man sich locker eine wohnung und genügend zu essen leisten kann, und dann noch was übrig ist...

mich würde bitte ihre quelle interessieren, da ich bisher immer nur solche gefunden habe (statistik austria, önb) die ähnliche daten nur über telefonumfragen ermittelt haben...

Misik beginnt neuerdings Argumente mit "und steht nicht schon in der Bibel"?

Ich staune.

Aber jetzt mal Tacheles: Ab wann ist man reich?

Nachdem der Herr Misik sich offensichtlich zu uns "weniger Reichen" (ich persönlich schätze, dass ich mit meinem eine Spur über dem österreichischen Durchschnittseinkommen liegenden Lohn zu den reichsten 3% der Weltbevölkerung gehöre) zählt und weiss, wie das Ganze "von unten" aussieht, schätze ich mal, dass ein Reicher also auf jeden Fall reicher als Robert Misik ist.

Hm. Was verdient man eigentlich so als Denker?

Ich mein, DIE werden wir uns ja wohl auf jeden Fall weiter leisten wollen.

Sozialismus scheitert,

weil einem irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht. (Lady Thatcher)

Kapitalismus auch, weil man die armen (bildlich gesprochen einen Schwann) nicht ewig ausdrücken kann *lol*

deswegen wässert man

den Schwamm - gleich einem guten Humidor - mit Umverteilungswasser.

Robert Misik ist ein Krisengewinnler.

http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/04/1... rnalismus/

Er hat bei der Gruppe der Revolutionären Marxisten Dinge gelernt, die ihm jetzt sehr zugute kommen - und so darf er für Österreichs Qualitätsmedien wie Profil, Standard oder Falter ”komplexe” Sachverhalte “simpel” auf den Punkt bringen - und keiner schafft es “simpler” als er...

Und zwei Büdln und ein paar blahblah-Sätze

untermauern Deiner Meinung nach diese Aussage?

Und eine andere Frage: Ist es denn "pfui", alle Reichen (also nicht nur die bösen waffenschiebenden M.Pouillys) zur Kasse zu beten?

als würde jemand höflich bitten...

Marx hat in der Krise des Kapitalismus sicher Hochkonjunktur - davon profitiert auch Misik

die Krise hat besser als jede Vermögenssteuer dazu geführt, dass die "Reichen" Federn lassen.

die "Reichen" bashen, kommt zwar gut an - wichtiger ist es jedoch, wie man die "Armen" wohlhabender macht - am besten wohl mit einer funktionierenden Wirtschaft.

überzogenen Erwartungen an eine wundersame Geldvermehrung (niemand war gezwungen in windige Fonds zu investieren - wir haben es trotzdem getan) haben letzlich der Wirtschaft sehr geschadet - wenn Jobs verloren gehen, trifft das natürlich dann die "Armen"

Neidgefühle gegen die "Reichen" oder die "Manager" zu bedienen, wird wenig dazu beitragen, es in Zukunft intelligenter zu machen

Überall betrügerische Geschäftsführer!

In einem Wiener Ausbildungsinstitut für Blinde wurden rund 200.000 Euro Fördergelder veruntreut.
Der Geschäftsführer wurde angezeigt und entlassen:
http://www.profil.at/articles/... nwflogroot

Unglaublich! Nicht einmal davor schrecken solche Leute zurück!

blair witch project, daran errinnert die Kameraführung?

derstandard.at mutiert zum linkslinken Propagandamedium

Ich finde es eine Zumutung, dass derstandard.at derartige, absolut einseitige Kommentare (inkl. falschen und nicht belegten Behauptungen, unkorrekten Bibelzitaten etc.) zu dem Thema Vermoegensteuer tagelang auf der Titelseite featured und kritische Stimmen zum diesem Thema einfach ignoriert.
Um die Sache einmal von der anderen Seite zu beleuchten wären z.B. derartige Kommentare auch interessant, da nicht unrichtig: http://www.be24.at/blog/entry/621709
(Vermoegensteuer = Enteignung)
Mit unabhaeniger Berichterstattung - wie es sich derstandard.at auf die Fahnen heftet - hat das ganze derzeit jedenfalls nichts mehr zu tun!

Wenn "linkslink" schon in der Überschrift steht kann man davon ausgehn dass das was kommt unter die Kategorie "Sondermüll" fällt.

Wenn Du ein Medium

aufgrund eines derartig gemäßigt systemkritischen Beitrags als "linkslinks" bezeichnest,

so kannst Du eigentlich nur rechtskapitalistisch orientiert sein.

Hast Du leicht Angst davor, einen Teil Deiner hunderttausenden beiseitegelegten Euros abgeben zu müssen?

sehr einseitige Sicht der Dinge

Dieser Misik-Beitrag ist sicher NICHT gemässigt systemkritisch. Es werden Behauptungen (teileise grundfalsche) aufgestellt ohne die Hintergründe zu erläutern.
Ein Beispiel für eine derart "gemässigt systemkritische" Aussage ist das grundlose Beschimpfen und verurteilen von Spekulation, ohne zu erklären, dass es ohne Spekulation keine Versicherung gäbe. Jeder Versicherung steht eine Spekulation gegenüber. Umverteilung von Risiko schafft viele Chancen und damit auch Arbeitsplätze (weil es unternehmerische Sorgen beseitigt)

Vermögenssteuer = Enteignung?

Armut ignorieren = Totschlag/Mord (psychisch und kulturell)

Bitte das einmal auf der Zunge zergehen lassen.
Danke

http://derstandard.at/?url=/pli... 4/12630596

lieber rechtsrechter. Sie (=die Reichen) haben genug Geld. Leisten Sie sich eine Hetzkampagne. Danke

Die Neidsteuer bringt substanziell zu wenig.

Auch eine die Steigerung der Vermögensbesteuerung in Ö. von jetzt 0,55 % des BIP auf den OECD-Schnitt von 1,92 % des BIP kann keine ausreichende Entlastung der Steuern auf Arbeitseinkommen erreichen, wenn die Abgabenquote und Sozialquote in Ö. nicht endlich von ihren
Weltrekordniveaus herunterkommen.
(Die Steuerquote in Österreich liegt bei 42 % des BIP )
Quelle: APA

wenn sie die steuer- und sozialabgabenquote senken

gewinnen sie zwar auf den ersten blick, insgesamt aber müssen sie dann (um das gleiche niveau an leistungen zu erhalten) mindestens gleich viel geld ausgeben. siehe usa.

Die vielen die die Vermögen der Wenigen hier verteidigen

Ich frag mich schon lang welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken, daß so viele Menschen (hier im forum aber auch bei andern Gelegeheiten) so bereitwillig in die Bresche springen um die Vermögen der "Reichen" zu verteidigen.

Falls also ich nicht das "Glück" haben sollte zufällig so oft dort zu landen wo sich die tatsächlich "Reichen" unterhalten, dann muss es Mechanismen geben warum andere deren Vermögen so dringend schützen wollen.

*) Ist es Konsumgesellschaftsgehirnwäsche? Ist die medial geschürte Phantasie vom ungezügelten Konsum so machtvoll, daß man bereits in Verteidigungsreflexe verfällt, wenn jene angegriffen werden, die scheinen das zu haben was man selbst zu wollen glaubt?

*) Mitleid mit den "armen Reichen"?

einer der gründe dürfte vielleicht sein, dass...

...manche bereits von "reich" sprechen, wenn jemand nicht von der notstandshilfe lebt und täglich zur arbeit fährt.

Die vielen die die Vermögen der Wenigen hier verteidigen II

*) Sind es Poster die mehr oder weniger direkt von den Reichen profitieren und mehr oder weniger direkt den Auftrag haben hier Lobbyarbeit für Vermögende zu machen?? (das kann doch kaum sein oder?)

Auf jeden Fall wird man entweder reich geboren, dann ist eine Besteuerung des Vermögens und dessen Übergabe ja auf jeden Fall gerechtfertigt. Oder wer sich für "self-made" hält kann sich einmal überlgen welche und wieviele Andere notwendig waren um den Reichtum zu schaffen. Man wird ja innerhalb einer Gesellschaft reich, von dieser Gesellschaft reich, und man kann ja kaum alleine reich sein - es braucht ja Ärmere, damit man dieses Gefühl "reich zu sein" geniessen kann (wers halt notwendig hat)...also ist es angemessen einen Beitrag zu verlang

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 158
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.