Teurer Schaden

DSL-Routern droht Gefahr aus dem Internet

13. April 2009, 11:59
  • Artikelbild
    foto: archiv

Cyber-Kriminelle manipulieren übers Netz Router - Anrufe werden auf 0900er-Vorwahlen umgeleitet

DSL-Router finden sich in vielen Unternehmen und Privathaushalten als Hardware für den Internet-Zugang. Kriminelle haben einen Weg gefunden, die Geräte vom Besitzer unbemerkt zu manipulieren. Dadurch kann hoher finanzieller Schaden entstehen.

Umkonfiguriert

Einige Cyber-Gangster haben sich darauf spezialisiert, Internet-Seiten so zu präparieren, dass bei deren Besuch über versteckte Befehle die DSL-Router der Web-Nutzer unter bestimmten Umständen umkonfiguriert werden. So ist es laut TecChannel.de offenbar möglich, dass beispielsweise sämtliche Anrufe des Gerätebesitzers auf teure 0900er-Vorwahlen umgeleitet werden. Nur wenn die Hardware, also der Computer und der Router, durch wirksame Sicherheitsmaßnahmen geschützt wird, lässt sich ein solcher Angriff verhindern. Denn die Web-Seiten, über die eine heimliche Neukonfigurierung erfolgt, sind meist nicht als gefährliche Homepages zu erkennen.

Schützen

Unter anderem raten die Experten dazu, den Passwortschutz des DSL-Routers einzurichten. Bei vielen Nutzern ist das Passwort noch im Urzustand, in dem das Gerät bei der Auslieferung gewesen ist. Diese Tatsache machen sich Kriminelle zu Nutze. Der Passwortschutz lässt sich aktivieren, indem sich der Anwender mit Hilfe seines Browsers in das Menü des DSL-Routers einloggt. Es ist dringend davon abzuraten, gleichzeitig mit weiteren Browser-Fenstern auf das Internet zuzugreifen, weil dies die Gefahr von Angriffen erhöht. Sicherheitshalber sollte deshalb nach einem Zugriff auf den DSL-Router der Browser einmal komplett geschlossen und für weitere Internet-Zugriffe anschließend neu geöffnet werden. Am besten ist damit mindestens fünf Minuten zu warten, weil manche Router die Verbindung einige Minuten geöffnet halten. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 26
1 2
woobdidu
00
11.5.2009, 22:26
blöde frage:

wählen sich dsl-router ein?

bzw geht das dann ja nur mit ADsl-Routern und nicht mit XDsl bzw Kabel oder?

ich kappiers nicht ganz was gemeint ist denk ich.

free2g
00
15.4.2009, 19:02

Erinnert mich an die alten Dialer...

http://www.lazylaces.com/56Kmodem/ <- der Sound sollte per default beim aktivieren von Tor abgespielt werden ^^

penner penner
22
15.4.2009, 16:37
LINUX

LINUX ist als OS unsicher. So wie ihr die Windows Foren zumüllt, so mach ich es.

Router gehackt und somit haben wir den Beweis !!!!!

so go
01
15.4.2009, 19:02

trollen erzeugt also gegentrolle... was für ein teufelskreis.

AlBundyFan
 
11
14.4.2009, 09:42
ich verstehe nur eines nicht

warum wird nicht von haus aus bei routern die möglichkeit vom internet aus einstellungen zu ändern von haus aus garnicht angeboten bzw. als standardmodus abgstellt, sodaß man diese nur noch vom eigenen heimnetzwerk aus konfigurieren kann.
damit wäre doch manipulationsmöglichkeiten fast unmöglich.

Matt Canalegrande
10
16.4.2009, 04:25
Das ist bei meinem WRT160N unter Verwaltung zu finden

Remote-Verwaltung

Um den Remote-Zugriff auf den Router von außerhalb des lokalen Netzwerks zu ermöglichen, wählen Sie Aktiviert aus. Andernfalls behalten Sie die Standardeinstellung Deaktiviert bei.

Das zu aktivieren halte ich für unnötig, außer man ist eine Fernwartungsfirma ...

Super-Zyniker
01
16.4.2009, 16:51

@Matt Canalegrande

> Das zu aktivieren halte ich für unnötig, außer man
> ist eine Fernwartungsfirma ...

Auch für eine "Fernwartungsfirma" ist ein Remote-Zugriff auf den Router direkt vom Internet nicht notwendig und zeigt höchstens die mangelnde Kompetenz einer solchen Firma auf.

Fernwartung auf dem Router hat es nur in der Form zu geben, daß man sich z.B. über Terminalsession, SSH etc. über ein geforwardetes Port auf einen Rechner einloggt und dann von diesem Rechner aus lokal auf den Router zugreift.

Robert Niessner
 
01
14.4.2009, 10:22

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Fernwartung ist meines Wissens nach bei keinem Gerät per Voreinstellung aktiv.
In diesem Fall wird der Router ja lokal über den eigenen Browser manipuliert, da hilft es nicht die Fernwartung abzustellen.

monella laputa
010
14.4.2009, 09:13
warum es diesen

ganzen Mehrwertnummern-Mist überhaupt noch gibt, ist sowieso unverständlich...
siehe auch das "social hacking" diverser Radio und TV-sendungen mit ihren "Gewinnspielen", wo nur der Radio oder TV sender gewinnt. Das ist nur ein Beispiel für die vielen Abzock-möglichkeiten mit diesen Nummern. Siehe auch Jobanzeigen-Abzocke mit Mehrwertnummern. Diese Pest gehört endlich abgeschafft.

Super-Zyniker
00
16.4.2009, 16:55

@monella laputa

So lange es aber - trotz jahrelanger intensiver Berichterstattung - noch immer genügend DAUs gibt, welche mit ihren Anrufen bzw. SMS Millionengewinne mit Mehrwertnummern ermöglichen, wird sich daran nichts ändern.
Nicht umsonst leben "Mitmachsender" wie 9live etc. bestens von ihren 0900/0137 Nummern und fetten mit den Einnahmen sogar noch das Senderbudget auf.

HFK1
00
13.4.2009, 18:19

Und weil Verbrecher am Werk sind soll ich wieder
bezahlen! Wer kassiert?

Papp Kamerad
03
13.4.2009, 15:50
0900er Nummern sperren

und die Sache hat sich.

o+
21
13.4.2009, 14:36
Kann mir bitte jemand erklären wie DAS funktionieren soll?

(siehe auch Posts unten)
Router haben kein Modem -> Datenverbindung kanns nicht sein
ADSL ist Piggyback über einen Splitter - der kann wohl nicht in die Analogtelefonie eingreifen
Also wie soll das gehen? Ich halts für eien Hoax.

Mathias
 
00
17.4.2009, 13:33
Router haben kein Modem

Stimmt, darum steht im Artikel auch was von DSL-Routern geschrieben! Die können das, sonst würde es keinen Sinn machen, den DSL-Router ans Telefonkabel zu hängen ;-)

So wird die Kombination aus DSL-Modem (xDSL jeglicher Bauart), Switch und Router als DSL-Router bezeichnet :-)

Super-Zyniker
00
16.4.2009, 17:02

@o+

> erklären wie DAS funktionieren soll?

Es gibt auch Router, welche z.B. den Anschluß von analogen bzw. ISDN-Telefonen bieten und Gespräche konfigurierbar über VoIP und einen angeschlossenen analogen bzw. ISDN-Telefonanschluß routen lassen.
Über einen solchen Telefonanschluß kannst du dann - sofern nicht gesperrt - auch Mehrwert- und teure Auslandsnummern anrufen lassen.

Ein anderer Angriffspunkt sind z.B. die DNS-Einträge im Router, welche meist von den angeschlossenen Rechnern via DHCP automatisch übernommen werden.
Wenn diese z.B. auf ukrainische Server umgeleitet werden, kann man dir z.B. gefälschte Bankseiten unterjubeln und deinen Netzwerkverkehr im Klartext aufzeichnen bzw. manipulieren.

hauptsache spaß
00
15.4.2009, 21:46
ich halte es nicht für ganz unmöglich

selbst wenn groß am link steht, vorsicht, hier wirst du abgezockt, klicken bestimmt millionen.

free2g
00
15.4.2009, 18:48

56k Modem mit Dialer ^^

H Huber
10
13.4.2009, 18:09
VoIP

Beispielsweise bei UPC (Inode) gibt es kein klassisches Festnetztelefon mehr, sondern das Telefon wird an den Router angeschlossen, welcher die Telefonie über Voice-over-IP abwickelt.
Wenn jetzt jemand Zugriff auf den PC bekommt, kann er von dort auf den Router zugreifen, und die VoIP-Einstellungen verändern. So verstehe ich das zumindest.

adrastos
00
14.4.2009, 11:01

ich hab upc. da haengt das telefon an einen eigenen port am modem, am zweiten port haengt dann die fw und in weitere folge ein wifi-router.
da das modem upc-eigentum ist, ist es mir relativ egal was die da machen ;)

Gregor JOHN
01
13.4.2009, 16:04
Es gibt DSL-Router, die direkt am Festnetz angeschlossen sind

und erst nach dem Router, also ÜBER den Router das Telefon
angeschlossen ist. Der 2. Ausgang des Routers führt zum
Netzwerk / Computer.(zB INODE verwendet solche Router)

Edward NORTON
01
13.4.2009, 15:42
nein kein hoax nur missverständlich gekürzter Artikel.

Die Eventualität der Gefahr eines Mehrwertnummeranrufs beschränkt sich hier auf Router die entsprechende Modemfunktionion überhaupt mitbringen, heute zb DSL Router mit ISDN fallback.

D.h. aber nicht, dass Router ohne Modemfunktion prinzipiell vor "CSRF" Attacken
http://tinyurl.com/fl3cj

geschützt sind, ganz im Gegenteil.

Leider hat sich die Reda*tion das imo unwahrscheinlichste Szenario [weil durch ISP leicht kompensierbar] rausgepickt und zum Aufhänger gemacht. Eher ist der Austausch der DNS Server im Router und der daraus resultierende Identitätsdiebstahl via "man in the middle" zu erwarten.

Der ganze Artikel wurde ein paar posts tiefer zum besseren Verständnis verlinkt.

Edward NORTON
03
13.4.2009, 14:25
und hier der anschaulichere Artikel als pdf:

http://tinyurl.com/c9p8ye

aceFruchtsaft
11
13.4.2009, 13:06

Die meisten DSL-Router könnten sich doch nirgends einwählen, selbst wenn sie wollten, die haben doch kein analoges Modem eingebaut.

Edward NORTON
01
13.4.2009, 14:37
Mehrwertnummern sind leider nicht die einzige Möglichkeit,..

die sich via CSRF bietet.

Von darüber möglicher DNS Manipulation und etwaiger Folgen sind wesentlich mehr Router betroffen, als nur die die ein ISDN Fallback besitzen.

Gregor JOHN
01
13.4.2009, 13:36
xDSL Verbindung ist nicht gefährdet aber die normale Sprach-

Festnetztel. verbindung, die wird über 900er umgeleitet!!!!
Also rasch ein sicheres Passwort verwenden, das default-
Passwort schützt nicht!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 26
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.