Cyber-Kriminelle manipulieren übers Netz Router - Anrufe werden auf 0900er-Vorwahlen umgeleitet
DSL-Router finden sich in vielen Unternehmen und Privathaushalten als Hardware für den Internet-Zugang. Kriminelle haben einen Weg gefunden, die Geräte vom Besitzer unbemerkt zu manipulieren. Dadurch kann hoher finanzieller Schaden entstehen.
Umkonfiguriert
Einige Cyber-Gangster haben sich darauf spezialisiert, Internet-Seiten so zu präparieren, dass bei deren Besuch über versteckte Befehle die DSL-Router der Web-Nutzer unter bestimmten Umständen umkonfiguriert werden. So ist es laut TecChannel.de offenbar möglich, dass beispielsweise sämtliche Anrufe des Gerätebesitzers auf teure 0900er-Vorwahlen umgeleitet werden. Nur wenn die Hardware, also der Computer und der Router, durch wirksame Sicherheitsmaßnahmen geschützt wird, lässt sich ein solcher Angriff verhindern. Denn die Web-Seiten, über die eine heimliche Neukonfigurierung erfolgt, sind meist nicht als gefährliche Homepages zu erkennen.
Schützen
Unter anderem raten die Experten dazu, den Passwortschutz des DSL-Routers einzurichten. Bei vielen Nutzern ist das Passwort noch im Urzustand, in dem das Gerät bei der Auslieferung gewesen ist. Diese Tatsache machen sich Kriminelle zu Nutze. Der Passwortschutz lässt sich aktivieren, indem sich der Anwender mit Hilfe seines Browsers in das Menü des DSL-Routers einloggt. Es ist dringend davon abzuraten, gleichzeitig mit weiteren Browser-Fenstern auf das Internet zuzugreifen, weil dies die Gefahr von Angriffen erhöht. Sicherheitshalber sollte deshalb nach einem Zugriff auf den DSL-Router der Browser einmal komplett geschlossen und für weitere Internet-Zugriffe anschließend neu geöffnet werden. Am besten ist damit mindestens fünf Minuten zu warten, weil manche Router die Verbindung einige Minuten geöffnet halten. (red)