Hunderte Demonstranten bei Gedenkfeier für Ian Tomlinson

11. April 2009, 17:00

Schweigemarsch verlief zunächst friedlich

London - Hunderte Demonstranten haben am Samstag in London mit einem Schweigemarsch des Mannes gedacht, der bei den Protesten zum G-20-Gipfel vor zehn Tagen ums Leben gekommen war. In schwarz gekleidet versammelten sich die Demonstranten am Samstag, um in Richtung Bank of England im Londoner Finanzviertel zu marschieren. Dort war der 47-jährige Zeitungsverkäufer am 1. April zusammengebrochen und an einem Herzinfarkt gestorben.

Obwohl die Stimmung nach Medienangaben "aufgeladen" war, kam es zunächst zu keiner Gewalt. Einige Protestierende hatten angekündigt, möglicherweise über Nacht am Ort des Geschehens zu bleiben.

Die Affäre um den toten Ian Tomlinson hatte die Londoner Polizei in schwere Bedrängnis gebracht: Auf einem Amateurvideo war zu sehen, wie ein Beamter den Mann geschlagen und zu Boden geschubst hatte, kurz bevor er zusammenbrach. Die unabhängige Polizeiaufsicht ermittelt derzeit in dem Fall. (APA/dpa)

Orkus
 
16
15.4.2009, 14:59
unabhaenging....

.... natuerlich... wer's glaubt.

In UK halten die Coppers zusammen.

Mucosaprolaps
04
15.4.2009, 15:32

"Bullen" halten überall zusammen: Sie werden von Nichtpolizisten tendenziell gemieden, das anscheinend strikte "Wir gegen die Bösen"-Pathos lässt Beamte selbst misstrauisch werden; mangelnde soziale Kontakte sind häufig. Ein starker Corpsgeist ist da wohl unvermeidbar.

... wobei der Corpsgeist nicht zu Missbrauch führen darf, wenn aus dem puren "Wir-Gefühl" heraus Straftaten von Kollegen gedeckt werden. Auch das ist international häufig.

Vor Demos sieht man manchmal Beamte, die so wirken, als würden sie sich aufs Prügeln freuen (naja, aus der Entfernung war das schwer zu beurteilen, sah aber so aus)

Gegenmaßnahmen im UK: Polizeibeamte werden von Psychologen betreut ... bei uns? Nix.

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