US-Bürger verklagen Pjöngjang wegen Hisbollah-Unterstützung

11. April 2009, 11:15

Kläger waren im Libanon-Krieg 2006 verletzt worden und wollen mehr als hundert Millionen Dollar

Washington - Eine Gruppe von US-Bürgern, die während des Libanon-Konflikts zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz im Jahr 2006 verletzt wurden, hat eine Sammelklage gegen Nordkorea eingereicht. Die 30 Kläger verlangten von Nordkorea Schadensersatzzahlungen in Höhe von mehr als hundert Millionen Dollar (rund 75 Millionen Euro), teilte die Anwältin der Gruppe, Nitsana Darshan-Leitner, am Freitag mit.

Pjöngjang soll Bunkerbau unterstützt haben

Die Kläger geben an, während des Konflikts durch Hisbollah-Raketen verletzt worden zu sein. Die Geschoße seien in unterirdischen Bunkern gelagert worden, bei deren Bau das kommunistische Regime in Pjöngjang der Schiiten-Miliz geholfen habe. Damit könne Nordkorea finanziell zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in Washington eingereicht. Israel hatte nach der Entführung von zwei seiner Soldaten im Sommer 2006 einen Krieg gegen die schiitischen Hisbollah-Milizen im Libanon geführt, bei dem auf libanesischer Seite mehr als 1.200 Menschen, auf israelischer Seite etwa 160 Menschen starben. Während des Konflikts schoss die Hisbollah Hunderte Raketen auf Israel ab. (APA)

Kommentar posten
11 Postings
Da hat wohl jemand den 11.April mit dem 1.April verwechselt.

LoL

Ich verklage jetzt die USA auf 5Mio Euro Schmerzensgeld - weil ich vor lauter Lachen über diese schwachsinnige Klage vom Stuhl gefallen bin und mich verletzt habe.

Das traurige dabei ist aber, die die US Kläger wohl vor irgendeinem US Gericht Recht bekommen werden.

Jetzt wollen sie uns ernsthaft weismachen dass es in Höhlen Stühle gibt?

Aber was machen die dann wenn Nordkorea nicht zahlenn will?

Wie könnte man denn eine Zahlungsaufforderung eines US-Gerichtes *nicht* nachkommen?

Vermutlich sitzt auch Genosse Kim Jong-il gerade in seinem Palast am Boden und zerkugelt sich über die Forderung der USA.

Wobei "komische" Zahlungsaufforderungen von US-Gerichte hat es bis jetzt auch gegen die Iranische Regierungen und anderen Regierungen gegeben - Aber dieses wurden von den "beklagten Parteien" weder kommentiert, oder gar zur Kenntnis genommen.

hahahahahaha...

die amis sind manchmal zum brüllen komisch....

entweder komiker oder killer....oder beides...

ja gut...nich allle....aber viele...

Na gut, das Nordkorea und Iran in vielen Bereichen kooperieren, ist bekannt, aber bis in den Libanon, erstaunlich.

witz des jahrtausends....

also dann können demnächst auch us-bürger gegen dne irak klagen weil diese beim einmarsch 2003 sich illegal gewährt und us-bürger verletzt hatten. aber das komische an der ganzen sache ist ja das kein mensch die usa anklagen kann für ihre verbrechen in der ganzen welt, für die unterstützung von oppositionellen gewaltaktionen weltweit, da verbieten die usa den klägern immer wieder die einreise in die usa und die regierungen bzw gerichte in den jeweiligen ländern können eh nix anrichten. naja was solls, die ganze aktion hier ist mehr als ein witz....

SIe können ja gerne Klage gegen die Demokratisierung

von Afghanistan und dem Irak einreichen.

Da verwechselt wieder jemand hunderttausendfachen Mord

aufgrund niedrigster Beweggründe mit Demokratisierung.

Der Nationalsozialismus hatte, laut eigenem Bekunden, bei seinen Exkursionen das Ziel das "Selbstbestimmungsrecht der Völker durchzusetzen".

Ja, so ist das. Glaubst Du die treten an und sagen: "Wir überfallen das Land morden und rauben."?
Nee, lieber Harry Meier, offiziell sind die Beweggründe immer sauber, positiv und humanistisch.
Damals, wie heute.

Und die Hurrapatrioten von damals sind die gleichen wie die von heute.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.