Im Mai 2008 schockierte ein (gestellter) Film über die Foltertechnik Waterboarding Kinobesucher auf der ganzen Welt.
Wie wollen die USA das Ende der geheimen Gefangenenlager beweisen? Und: Was ist eigentlich Waterboarding? - derStandard.at hat nachgefragt
User Manfred Bieder fragt: Die CIA kündigt an, Geheimgefängnisse schließen zu wollen und Waterboarding zu beenden. Dazu hätte ich zwei Fragen: Wie kann man beweisen, dass Geheimgefängnisse geschlossen wurden, wenn sie doch geheim waren? Und was genau ist unter "Waterboarding" zu verstehen und welche "Folter light" wird weiterhin angewandt werden?
Diese Frage ist sehr berechtigt. Das ist eines der großen Probleme: wenn man anfängt, Geheimgefängnisse zu errichten, ist genau diese Frage sehr schwierig zu beantworten. Eine Hilfestellung bieten die Recherchearbeiten von nichtstaatlichen Organisationen, darunter Amnesty International, aus denen wir relativ viele dieser Orte kennen oder zumindest Hinweise darauf haben. Wenn alle uns bekannten Gefängnisse geschlossen werden, ist es relativ wahrscheinlich, dass damit auch eine weitestgehende Gesamtlösung gesichert ist. Eine wesentliche Hilfe wäre, wenn die zuständigen Minister der US- Regierung vorab und von sich aus eine Liste veröffentlichen würden, in dem alle Geheimgefängnisse der Bush-Ära verzeichnet sind. Aber nichts ist so geheim auf dieser Welt dass es nicht früher oder später bekannt wird.
Waterboarding ist eine Foltertechnik, bei der das Foltersubjekt typischerweise auf einem Brett gefesselt wird, mit dem Kopf leicht nach unten geneigt. Anschließend wird ein Tuch über das Gesicht gelegt und Wasser darüber gegossen. So entsteht ein Panik auslösender Eindruck des Erstickens und Ertrinkens. Die Haltung des Kopfes dient dazu, dass das Wasser nicht tatsächlich in die Lunge eindringt und diese Vernehmungstechnik möglichst lang fortgesetzt werden kann. Diese Methode entspricht der modernen Foltertechnik, die keine Spuren hinterlässt und dazu geeignet ist, den Betroffenen sehr rasch in völlige Verzweiflung zu treiben. Es gibt aber mittlerweile eine ganze Reihe anderer, so genannter „weißer" Foltermethoden, die schreckliche Schmerzen oder auch psychische Paniksituationen erzeugen und so weit entwickelt wurden, dass sie kaum oder keine Spuren hinterlassen. Zum Beispiel, indem man Betroffene über längere Zeit mit sehr lauter, möglichst unangenehmer Musik beschallt. Eine besonders perfide Foltermethode ist das so genannte „Airconditioning", wo Menschen alle paar Stunden in einen sehr heißen und dann wieder in einen sehr kalten Raum gebracht werden. So treibt man die Betroffenen schnell und meist ohne medizinische Spuren in psychische Ausnahmesituationen.
Präsident Obama hat sehr klar erlassen, dass diese Methoden nicht nur bei den Polizei- und Armeeeinheiten strikt verboten werden, sondern dass dieses Verbot auch für die Geheimdienste gilt. Wirklich zu messen sind die USA aber daran, wie sehr sie in Zukunft eisern darüber wachen, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Wenn man glaubwürdig sein will, muss man aber die Praktiken der vergangenen Jahre aber vollständig aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. (red, derStandard.at, 10.4.2009)
Link:
Vanity Fair: US-Starjournalist Christopher Hitchens ließ für die Zeitschrift Vanity Fair Waterboarding über sich ergehen (mit Video)
Sie haben eine Frage, die wir für Sie beantworten sollen? Hier der Link!
"sehr berechtigt"
"sehr schwierig"
"sehr rasch"
mit "sehr lauter" ... Musik
"sehr heißen" und ... in einen "sehr kalten" Raum
hat "sehr klar" erlassen (?)
wie "sehr" sie in Zukunft "eisern" darüber wachen (?)
aber, aber:
muss man "aber" die Praktiken der vergangenen Jahre "aber" vollständig aufklären.
Mal davon abgesehen, dass hier weider einmal Bericht und Meinung vermischt werden (siehe Schlusssatz), sind hier sprachliche Mängel, die eher an eine Gratiszeitung oder die Giftpfeil-Schülerzeitungs-Redaktion erinnern.
Schon auf die Idee gekommen dass der Herr Patzelt vielleicht KEIN Journalist ist? Nicht? Naja, Hirn ab zum Gezeter, nöch...
Sehr entbehrlich weil sehr substanzlos und deshalb sehr leicht als sehr billiger eiserner Heulthread zu erkennen.
Darüberhinaus, für jene die das Medium "Internetforum" noch immer nicht vollständig begriffen haben und wir hier mit einem glitzernden Paradebeispiel dieser Spezies konfrontiert sind: Wer seine Postings nicht so zu formulieren in der Lage ist sie an relativ einfachen Filtern vorbeizubringen ist NICHT mit Zensur konfrontiert sondern vielmehr Opfer seiner Selbst und der legitimen Funktion die landläufig als "Forenmoderation" bezeichnet wird.
Ach, wenn man schon foltert dann soll man es so tun ... ist mir immer noch lieber als Verstümmelung, verbrennen, Elektro-Schocks, Injektionen oder sonst was ...
sind solche Beschreibungen noch nicht. Wie oft werden solche Prozeduren am Tag gemacht? Wieviel Tage werden sie gemacht? Wird das Wasser bei anderen Methoden des ganz Untertauchens gewechselt? Wenn man die medizinischen Methoden aus Dachau kennt sieht man hier zb weiterentwickelte Methoden der Folter. Die Forschung hat sich weiterentwickelt - man kommt doch vorwärts!
Stimmt, in Österreich wurde jahrhundertelang am Liebsten auf dem Dorfplatz gefoltert und verbrannt. Schade um diese schöne Tradition, Mölzer mal ne Email schicken...
"das liegt in der natur der amerikaner" - geht's noch?????????????
und in china, um nur 1 beispiel zu nennen, kommt sowas nicht vor? oder im gesamten osten? oder in der gesamten islamischen welt? oder...... - das gibt's weltweit!
ihre aussage ist höchst unangebracht.
Seid ihr vom Standard nicht ganz auf dem neuesten Stand?
Obama hat doch mit seiner Unterschrift ermöglicht, dass die sog. "Renditions", also die illegale Entführung und Verschleppung in FOLTERgefängnisse weitergeführt werden können!
Die "Schliessung der Geheimgefängnisse" ist ein guter Schmäh!
wie sinnvoll es ist, das hier zu bringen. wie man am posting unten sehen kann bewirkt das eher, dass leute erst auf die idee gebracht werden, dass man das probieren könnte und wie das geht.
möglichst genaue beschreibungen führen also offensichtlich bei manchen menschen dazu, dass sie das ausprobieren wollen. schlimmstenfalls an jemand andrem.
das ist ja bei kochrezepten in der regel kein problem. bei foltertechniken halte ich es für entbehrlich.
... die der Meinung sind, den Menschen Informationen vor zu enthalten sei besser, als sie aufzuklären und sich dabei dann auch noch wahnsinnig human vorkommen, ist mir ein Rätsel.
Ich mein, da gibt es sogar einen wikipedia Eintrag dazu. Welchen Zweck hätte es, dieses Information hier nicht zu bringen?
Und wie schließt der erste Teil des Artikels so schön: Nichts ist so geheim, daß es nicht doch irgendwann bekannt wird.
Information macht uns zu mündigen, selbst bestimmten Menschen, nicht das vorenthalten der selben.
Die Details genüsslich nachzuvollziehen stillt sicher Sensationsbedürfnis und latenten Sadismus, aber bezeichnen's das bitte dann nicht als "Information".
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