Der neue Eigentümer will wieder Socken herstellen, Mitarbeiter des insolventen Strumpfherstellers sind in die Produktion einbezogen
Zwettl - Das Areal des insolventen Strumpfherstellers Ergee in Schrems im Waldviertel ist verkauft worden, berichtete der ORF NÖ am Freitag. Der neue Eigentümer wolle wieder Socken produzieren. Bei dem Käufer handle es sich um ein eine österreichisch-russische Investorengruppe. Bereits vor zwei Tagen hatte Ergee-Masseverwalter Autherith die Vertragsunterzeichnung noch für diese Woche in Aussicht gestellt.
Bei dem neuen Besitzer handle es sich um die SKIF-Beteiligungs-GesmbH. Sie habe ihren Sitz in Wien, sei aber mehrheitlich im Besitz einer russischen Gruppe, zu der auch eine Bank gehöre. Die Gruppe betreibe südlich von Moskau ein Textilunternehmen und wolle nun in Schrems einen westlichen Außenposten einrichten, so Autherith.
Mitarbeiter von Ergee seien in die Wiederaufnahme des Produktionsbetriebes eingebunden. Noch im April könnten die Strickmaschinen, die ebenfalls aus der Konkursmasse stammen und schon zuvor angekauft worden seien, erstmals wieder in den Testbetrieb gehen. In der ersten Phase sollen 30 bis 40 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Strumpfhersteller Ergee musste Ende Oktober 2008 Konkurs anmelden. Im November wurde die Betriebsschließung des Schremser Unternehmens beschlossen. Davon betroffen waren rund 200 Mitarbeiter.
Zufrieden zeigte sich Autherith in den "Niederösterreichischen Nachrichten" über die Verwertung der Ergee-Hinterlassenschaften. Seine Erwartungen seien übertroffen worden. Neben dem Verkauf des Firmensitzes sei der Ergee-Shop durch "bodytrends" übernommen worden. Die Marke sowie das Lager gingen an den Textil-Diskonter KiK.