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Kräuter in Blumentöpfen für den Balkon.
Wien - Gemütlich in der Sonne sitzen und die Wärme genießen - das können nun viele Balkon- und TerrassenbesitzerInnen. Doch was wäre das lauschiges Plätzchen im Freien ohne die richtige Bepflanzung? Für die Begrünung empfahl der Wiener Gärtner Gerhard Krepela Kübelpflanzen. "Zimmerpflanzen sollten - wie der Namen schon sagt - in der Wohnung bleiben", meinte er. Die Yuccapalme sei noch am ehesten für "draußen und drinnen" geeignet. Auch Gemüse können HobbybotanikerInnen am Balkon ziehen - im Blumenkisterl.
Was darf raus?
Die alte Grundregel, bis nach den "Eisheiligen" im Mai mit dem Begrünen der Oase zu warten, müsse nicht beachtet werden, erklärte Krepela. Sobald es in der Nacht keine Minusgrade mehr hat, könne mit der Balkon- beziehungsweise Terrassengestaltung unbesorgt begonnen werden. Vor einem überraschenden Kälteeinbruch bräuchten sich HobbygärtnerInnen nicht fürchten: "Kübelpflanzen halten auch ein paar Grad minus aus", beruhigte er. Zu den Kübelpflanzen zählen zum Beispiel Enzianbäumchen, Oleander oder mediterrane Pflanzen wie Zitrusbäumchen. Auch Kakteen und Kräutertöpfe fühlen sich im Freien wohl.
Die richtige Erde
Fast schon zur Grundausstattung eines jeden Balkons gehört das Blumenkisterl mit bunter Bepflanzung. Damit es auch schön blüht, ist ausreichend gute Erde im Kisterl wichtig. "Das Wasser darf beim Gießen nicht gleich 'durchrinnen', sondern sollte gepuffert werden", definierte Krepela die Erdqualität. Im Fachhandel gibt es fertige Mischungen unter Bezeichnungen Balkon- oder Geranienerde zu kaufen. "Diese sind sehr gut geeignet", sagte er. Weiters gilt die Faustregel: Jede normalwüchsige Pflanze braucht im Schnitt 20 Zentimeter Platz - ein Kisterl reicht daher für fünf Stück Grünzeug.
Gemüse und Kräuter
Auch Gemüse kann im der Blumenkiste gezogen werden. Egal ob Salat, Paradeiser, Gurken, Kohlrabi oder Paprika - laut Krepela lassen sie sich das nicht nur im Gartenbeet, sondern auch am Balkon ansetzen. "Das geht sehr leicht", so der Wiener Gärtner, "Man braucht praktisch nur Gießen und Ernten." Wie bei den Blumen gilt hier ebenfalls die Regel: Fünf Pflanzen pro Kisterl. Beim Düngen empfahl er zu einem organischen Produkt zu greifen, damit keine chemischen Restbestände in der Erde zurück bleiben.
Damit Balkon und Terrasse auch immer schön blühend und frisch grün bleiben, heißt es: Gießen nicht vergessen. Pflanzen in der Sonne sollten täglich, jene im Halbschatten im Schnitt zweimal die Woche bewässert werden. "Aber so genau lässt sich das nicht sagen, gegossen werden sollte auf alle Fälle, wenn die Erde trocken ist", meinte der Wiener. Einen alten Trick hat er parat, wenn doch noch einmal Nachtfrost drohen sollte: "Die Pflanze von oben mit Folie oder Zeitungspapier bedecken." (APA)
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