Bereits zum sechsten Mal steht Linz im Zeichen des europäischen Filmschaffens - mit 177 Filme aller Längen und Sparten aus und über Europa
Linz - Eröffnet wird am Montagabend - traditionellerweise gleichzeitig in vier Kinosälen und mit vier Filmen, die wiederum einen ersten Eindruck des Programmprofils geben: Maren Ades berlinaleprämierte Beziehungsstudie "Alle Anderen" (mit der gebürtigen Linzerin Birgit Minichmayr als großartiger Hauptdarstellerin) und Sebastian Brameshubers Dokumentarfilm "Muezzin" laufen beispielsweise auch in der Reihe Europa-Panorama. Dort werden sehenswerte neue Spiel- und Dokumentarfilme präsentiert - unter anderem von Claire Denis, Alexej German jr. oder Jerzy Skolimowski.
Aus der Schiene "Nachtsicht", die zum zweiten Mal dem europäischen Genrekino huldigt, stammt der jetzt schon verkultete "JCVD" (mit dem belgischen Kampfsportkinoveteranen Jean-Claude van Damme).
Den Schweizer Filmemachern Ursula Meier und Lionel Baier ist ein Tribute gewidmet. Meiers "Home" (mit Isabelle Huppert und Olivier Gourmet) ist eine eigenwillige, nicht zuletzt visuell beeindruckende Erzählung, die eine innig verschworene Familienbande am Rande einer Autobahntrasse einer Belastungsprobe aussetzt. Neben diesem Schlaglicht aufs französisch-schweizerische Kino wird u. a. auch ein Special zum Young Turkish Cinema angeboten. (irr / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18./19.4.2009)
Das Filmfestival Crossing Europe ist anlässlich von Linz 09 um einen Tag verlängert (20. bis 26. April).
Detaillierte Informationen und vollständiges Programm unter www.CrossingEurope.at.