Bananenbriketts sollen Holz ersetzen

9. April 2009, 18:28
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    foto: joel chaney/university of nottingham

    Tests haben gezeigt: die Bananenbrikett brennen gut.

Britische Forscher nutzen Abfälle der Pflanzen als nachhaltigen Brennstoff und hoffen auf positiven Effekt auf die Umwelt in Afrika

Nottingham - Bananen sind in Ruanda Massenware. Jährlich werden in dem kleinen afrikanischen Land etwa zwei Millionen Tonnen Bananen geerntet. Die gelben Früchte sind allerdings nur ein kleiner Teil dessen, was die Pflanze produziert. Schalen, Blätter und Stängel verrotten ungenutzt.

Forscher der University of Nottingham haben nun eine Möglichkeit gefunden, die Bananenabfälle zu nutzen: Sie arbeiten an der Herstellung von Heizbriketts, die zum Kochen verwendet werden können. In vielen afrikanischen Ländern verursacht die Suche nach Brennholz schwere Schäden an der Umwelt. Der Kauf teurer fossiler Brennstoffe kommt für die meisten Bewohner nicht in Frage.

Es gehe im Prinzip darum, Materialien nachhaltig zu nutzen, so Mike Clifford, Professor an der Technischen Fakultät der Universität Nottingham. "Die Technologien werden von uns in Experimenten immer wieder geprüft und optimiert." Ein wesentlicher Schritt dabei sei, die Vorgänge immer wieder zu wiederholen.

Biogas aus Kompostierung

"Vor Ort stehen natürlich keine Hightech-Möglichkeiten der Weiterverarbeitung zur Verfügung", erklärt Clifford. "Daher sei es nötig, dass die Arbeitsschritte auch mit einfachen Methoden durchführbar sind." Zeitgleich arbeiten andere Forschergruppen daran über die Kompostierung Biogas oder Methanol herzustellen. "Dabei sind die Bananenbriketts die einfachste Anwendungsform."

Der Technik-Student Joel Chaney hat gezeigt, wie man am einfachsten solche Briketts herstellen kann: Zunächst werden die Bananenschalen, verdorbene Früchte und Blätter zu einer Paste verrührt. In England wurde der Paste dann Sägemehl beigemischt. In Afrika würde man dieses durch getrocknete Bananenstaudenstämme ersetzen. Anschließend wird die Masse in Brikettformen gepresst und in Niedrigöfen bei 40 Grad getrocknet.

Es funktioniert

Dieser Vorgang würde in Ruanda durch Sonnenwärme ersetzt werden. Dass die Bananenbriketts tatsächlich als Heizmaterial funktionieren, haben zahlreiche Versuche deutlich gemacht, berichten die Forscher. Brenneigenschaften und die erreichten Temperaturen waren passend.

"Die Verwendung von Abfällen zur Herstellung von Heizmaterial ist ein Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung und diese Methode könnte in nahezu allen afrikanischen Ländern eingesetzt werden", so Chaney. "Gerade das Sammeln von Brennholz führt dazu, dass in vielen Regionen Wälder gerodet werden. Menschen brauchen Brennholz und in einigen Gegenden auch Holz zum Heizen", erklärt der Technik-Student. Neben den Umweltschäden ist auch der Zeitaufwand vom Brennholz-Sammeln ein großes Problem. "Zumeist sind es Frauen, die bis zu fünf Stunden täglich damit beschäftigt sind." (pte/red)

Links
+ Going bananas for sustainable research (Universität Nottingham)
+ Video: Burning bananas

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
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Daddy1951
 
42
10.4.2009, 09:49

Ich hoffe ja nur das es dort nicht so geht wie bei uns mit Holzpellets.
Zuerst mal günstig als billige Alternative zur Ölheizung auf den Markt gebracht und nachdem eine entsprechende Nachfage geschaffen war sind die Preise für diese Holzpellets schon rasant gestiegen.
Mittlerweile befinden sie sich schon in annähernd gleichen Preisniveau.

Gaismair Michl
 
24
10.4.2009, 16:33
Was fuer ein haarstraeubender Unsinn!

Holzpellets sind (inflationsbereinigt) heute BILLIGER als im Jahr 2000.
Quelle: www.propellets.at

Aber natuerlich ist es fuer Dumpfbacken leichter, die Kampfparolen der Fossil-Lobby nachzubeten, anstatt sich serioes zu informieren.

x12r13
34
10.4.2009, 18:37
betrug oder unwissen?

najaaaa,

http://www.depv.de/marktdate... etspreise/

Aktuell kostet 1t Pellets in .at etwa 200 EUR (inkl MwSt)
Bei 4,9 kWh/kg (Normwert) heißt das: 4900 kWh kosten 200 EUR -> 1kWh kostet 4,1 Cent (lose, ohne Einblasen) - im Link wird für Februar 2009 mit ca 234 EUR / t gerechnet - klingt plausibel..

Fakt: Die kWh ist bei Pellets mehr als doppelt so teuer wie bei normalem Brennholz. Pellets SIND also TEUER.

Fakt: Pellets sind nur dann CO2 neutral, wenn man sie selbst mit der Scheibtruhe aus dem Wald holt und händisch schnitzt. Jede andere Behauptung ist glatt gelogen.

Mag sein das Pellets bequemer sind als Holzscheite, ich finde aber alles in allem handelt sich um ein unsympathisches Produkt.

Gaismair Michl
 
14
10.4.2009, 20:52
Genau da liegen Sie flasch: Halbwissen mit Halbinformationen gepaart,

schnitzen Sie sich ein abstruses Bild.

Der Grund, warum man Holz trocknet und zu Pellets verdichtet ist jener, dass es unwirtschaftlich ist, grossvolumige, niedrigenergetische Holzabfaelle mit hohem Wasseranteil zu den Endverbrauchern zu transportieren und dort zu lagern (nicht JEDER hat seinen eigenen Wald vor der Haustuer!).

Die Energie zur Pelletproduktion kommt meist aus den nicht pelletierbaren niedrigwertigen Holzabfaellen (Rinden etc.). Und der transport der Pellets erfolgt im gegensatz zu Fossilen ueber vergleichsweise WINZIGE Strecken!

Die Pellets sind also keine Luege, und unsympathisch ist allenfalls Ihr schlecht fundiertes posting.

gigngogn
 
00
14.4.2009, 11:19
Also ich sehe nicht das der Vorposter falsch liegt

seine Aussage:
>Die kWh ist bei Pellets mehr als doppelt so teuer
>wie bei normalem Brennholz. Pellets SIND also
>TEUER.
Stimmt doch, oder?

>Fakt: Pellets sind nur dann CO2 neutral, wenn
>man sie selbst mit der Scheibtruhe aus dem
>Wald holt und händisch schnitzt. Jede andere
>Behauptung ist glatt gelogen.
Stimmt auch, schließlich erfolgt der Transport *nicht* CO2 neutral

>Mag sein das Pellets bequemer sind als
>Holzscheite, ... handelt
>sich um ein unsympathisches Produkt.
Ist seine persönliche Meinung, mit der können sie übereinstimmen oder nicht.
Dadurch werden seien Aussagen aber weder falsch noch zur Lüge.

Über Holztrockung oder Wegstrecken hat er nichts geschrieben.
Weniger Agressivität von ihrer Seite wäre angebracht.

Daddy1951
 
00
10.4.2009, 16:36

Quatsch - ich muss sie vor Ort einkaufen und nicht in irgendwelchen Statistiken.
Ich bin ein Betroffener.

Gaismair Michl
 
03
10.4.2009, 18:00
Da schau her... und darf man fragen, WO Sie

Ihre Pellets kaufen? Beim Meinl am Graben? Oder grammweise in der Apotheke?

Ts, ts...

On anem?
22
10.4.2009, 10:19
Gegenüber dem sauberen Erdgas

sind Holz u.ä. echte Dreckschleudern!

perigord
 
01
12.4.2009, 20:25
Was zahlt Ihnen die OMV (bzw. Gazprom)

für Ihr 'fundiertes' statement?

Oder machen Sie sich freiwillig und kostenlos lächerlich?

gigngogn
 
00
14.4.2009, 11:25
Hat er aber recht, schauen sie sich den Feinstaubausstoss von Pelletöfen mal an

Auch die besten Pelltetöfen sind, im Vergleich zu Gasöfen, wahre Dreckschleudern und haben, wie alle Feststoffheizungen, in urbanen Gebieten aber auch schon gar nichts verloren.

perigord
 
00
15.4.2009, 11:27
In urbanen Gegenden ist die Individualheizung

ja eher die Ausnahme.
Urbane Fernheizwerke, welche mit Biomasse betrieben werden, emittieren keinen Dreck, da deren Filteranlagen nicht das kleinste Stäubchen durchlassen.

Individuelle moderne Pelletheizanlagen, welche im Leistungsbereich um die 20 kW angesiedelt sind, emittieren auch so gut wie nichts.

Dreckschleudern sind private (alte) Bulleröfen (multifeed), welche mit Koks, (feuchtem) Holz, alten Schuhen und sonstigem Müll befeuert werden, das gebe ich gerne zu.

gigngogn
 
00
15.4.2009, 13:02
Durchaus nicht, im Gegenteil, Fernwärme ist die Ausnahme

>Urbane Fernheizwerke, welche mit Biomasse
>betrieben werden, emittieren keinen Dreck
Das 'keinen Dreck' kaufe ich nicht, wenig ist OK, aber sie haben recht, gegen Fernheizkraftwerke mit Biomasse habe ich aus Sicht des Feinstaubs nichts einzuwenden.
>Individuelle moderne Pelletheizanlagen, welche
>im Leistungsbereich um die 20 kW angesiedelt
>sind, emittieren auch so gut wie nichts.
Falsch! Und zwar komplett.
Selbst ein sehr sehr guter Pelltofen emmitiert noch 10 kg/TJ Feinstab, ein herkömmlicher 20kg/TJ.
Zum Vergleich ein Kamin- oder Kachelofen liegt bei 160kg/TJ(!), Heizöl aber bei weniger als 2kg/TJ, bei Gas ist Feinstaub praktisch nicht nachweisbar.
1TJ entspricht dabei ~280MWh Heizenergie.

perigord
 
00
16.4.2009, 13:49
Keine Ahnung, wo Sie Feinstaub messen (lassen).

Wir hatten in unserem hotel eine Ölheizung, und die war, im Vergleich zu unserer neuen Pelletsheizung eine Dreckschleuder.

In jeder beziehung emittierte die mehr Dreck. ich müsste die Vergleichsmessungen heraussuchen, welche unser Kaminkehrer veranlasste, um die Zahlen zu finden, doch was Schwefel-, Stick- Kohlenmono- und sonstige Oxide anbelangt waren das WELTEN (zuungunsten der Ölheizung!), und auch beim feinstaub war die pelletheizung der Ölheizung überlegen, obwohl wir nicht die beste Pelletqualität verheizen.

Also, vielleicht ist Ihre Information einseitig. Die (globalisierte) Fossil-Lobby macht sehr geschickte und weitgefächerte propaganda. Die hat ja auch ungleich mehr Geld als die (heimische) Pelletlobby.

gigngogn
 
00
16.4.2009, 16:31
Meine Zahlen sind vom UBA (Deutschland)

Den zugehörigen Artikel finden sie hier
http://www.spiegel.de/wissensch... 80,00.html
weitere negative Auswirkungen des Pelletbooms können sie hier nachlesen
http://www.spiegel.de/wissensch... 61,00.html

Nun kann man dem UBA (Umweltbundesamt) kaum vorwerfen der 'Fossil-Lobby' anzugehören und ehrlich gesagt glaube ich lieber den Messwerten einer offiziellen Stelle, als ihrem Rauchfangkehrer.

perigord
 
00
17.4.2009, 19:43
Na gut, das (deutsche) UBA, der Spiegel und Sie werden schon besser wissen,

welche Emissionen meine Heizanlage vor und nch der Umstellung auf Pellets hatte.
Exemplarische Ferndiagnosen sind ja bekanntermaßen immer viel zutreffender als konkrete Vor-Ort Ergebnisse...

Wissen Sie was: Heizen Sie weiter mit Fossilen, werden Sie glücklich (und arm) dabei, und ich freue mich über meine Pelletheizanlage und die jährliche Ersparnis von über EUR 25.000 (ehemals jährlicher Ölverbrauch von ca. 80.000 Litern, nunmehr ca. 120 Tonnen Pellets).

So sind dann hoffentlich alle glücklich.

gigngogn
 
00
20.4.2009, 11:32
Ja, ich vertraue tatsächlich einer Behörde mehr als ihrem Rauchfangkehrer

Wenn ich könnte, würde ich übrigens mit Wärmepumpe heizen, kann ich leider nicht.

Daddy1951
 
21
10.4.2009, 15:14
Aber CO2 neutral!!

Lokale Verschmutzung ist nicht so wichtig.
Hauptsache CO2 neutral.
Alles Klar? ;)

On anem?
11
10.4.2009, 16:48
Diese "CO2-Neutralität" ist die größte Lüge,

gleiches gilt für "Bio-Diesel" z.B. aus Raps und "Bio-Sprit" aus Mais, alles nur Lügen!

Drizzle
 
00
10.4.2009, 19:05

führ das doch bitte genauer aus. gibt es links mit entsprechenden infos? bitte um antwort.

Zinnmo
 
03
10.4.2009, 23:13

Völlig CO2 neutral ist keine Energie weil immer auch ein Anteil fossiler Energie dabei ist (Motorsägen, Transport, etc.) Das gilt auch für Solar und Wind weil bei der Produktion der Anlagen Energie verbraucht wurde.

Aber Holz in jeder Form bedingt auf jeden Fall weniger CO2-Ausstoß als Öl oder Gas.
Um Größenordnungen weniger.

gigngogn
 
00
14.4.2009, 11:22
Das ist dann aber nicht CO2 Neutral :)

Also, immer schön bei der Wahrheit bleiben.
Die Aussage:
Holz belastet pro kWh Heizenergie die Umwelt mit weniger CO2 als Heizöl
ist halt was anderes als
Holz verbrennt CO2 neutral
Zweiteres stimmt nämlich schlicht und erfreifend nicht

perigord
 
10
16.4.2009, 13:56
Holz verbrennt ser wohl CO2 neutral!

Es schlägert/transportiert/trocknet sich allenfalls nicht CO2 neutral. Wenngleich der sekundäre Energieaufwand zur Bereitstellung der Biomasse nur einen Bruchteil dessen beträgt, der für die Bereitstellung der Fossilenergie erforderlich ist.

Der Wald ist nämlich bei uns, fast vor der Türe, das Öl und das Erdgas jedoch in tausenden Kilometern Entfernung.
Von der WERTSCHÖPFUNG, und wo die bei den unterschiedlichen energieformen bleibt, ganz zu schweigen.

Aber viele hier finanzieren offenbar viel lieber arabische Feudalpotentaten, amerikanische Multis und den Zaren Vladimir, bevor sie einem heimischen Waldbesitzer/Sägemüller/Pelletierer das Schwarze unterm Fingernagel vergönnen.

gigngogn
 
00
16.4.2009, 16:24
Nur wenn sie es vor Ort, also im Wald, verbrennen

Sobald sie es ernten, transportieren und/oder weiterverarbeiten nicht mehr.
Es ist egal ob andere viel mehr brauchen oder ob 'es eh nur ein ganz kleiner Anteil' ist.
Es ist nicht(!) CO2 frei und je stärker die Nachfrage steigt, umso mehr steigt auch der CO2 Anteil weil automatisch die durchschnittlichen Transportwege weiter werden. Wir verkaufen bereits Pellets nach Italien, was glauben sie wie die dahin kommen?

perigord
 
00
17.4.2009, 19:36
Vielleicht drücke ich mich so undeutlich aus, vielleicht haben Sie auch nur keine Lust, fehlerfrei zu lesen. Also nochmal:

"Holz verbrennt ser wohl CO2 neutral!"
Das heisst, Holz setzt beim Verbrennen EXAKT so viel CO2 frei, wie es zuvor beim Wachsen gespeichert hat. GANZ GENAU GLEICH VIEL!

"Es schlägert/transportiert/trocknet sich allenfalls nicht CO2 neutral."
Das ist ja wohl verständlich, auch beim oberflächlichen Lesen, oder?

Und ergänzend:
Aktuelle studie TU Eindhoven: Kein "entwickelter" Energieträger hat eine so gute Bilanz der sekundären Energie (jene die zur Herstellung verbraucht wird) wie Holzpellets.

Aber wahrscheinlich wisen Sie das auch noch besser.
Drum gebe ich jetzt auf.

gigngogn
 
00
20.4.2009, 11:37
Genau lesen!

perigord: "Holz verbrennt ser wohl CO2 neutral!"
gigngogn: "Nur wenn sie es vor Ort, also im Wald, verbrennen"

Und das stimmt auch so, das Posting war die Antowrt auf das Posting von Zinma, in dem er schrieb 'Aber Holz in jeder Form bedingt auf jeden Fall weniger CO2-Ausstoß als Öl oder Gas.'

Fakt ist nunmahl das sie das Holz schlägern, transportieren, verarbeiten und üblicherweise dann nochmal transportieren müsse.
All das ist *nicht* CO2 frei!
Holz als Heizmaterial(!) hat sicher einen geringeren CO2 Ausstoß als Heizöl, aber es hat einen und es stößt mehr (viel mehr) Feinstaub aus.
Eine Wärmepumpe betrieben mit einheimischer Wasserkraft oder Atomstrom hat einen ähnlich niedrigen CO2 Ausstoß, ganz ohne Feinstaub.

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