Einen regelrechten Boom hat Twitter in den letzten Wochen und Monaten durchgemacht. Bereits 2006 ins binäre Leben gerufen, scheint das Microblogging nun endgültig im Mainstream angekommen sind, kaum eine Nachrichtensendung zu einem Großereignis, die ohne den Hinweis auf die Online-Plattform auskommt. Als aktuelles Beispiel bieten sich dabei die Proteste gegen den G20-Gipfel an, bei dem auch klassische Medien vermehrt den Nachrichten-Stream der Community als wertvolle Quelle entdeckten. Aber auch in der Organisation von Protesten selbst spielt Twitter eine zunehmend bedeutendere Rolle, so wurden etwa die Anti-Regierungs-Demonstrationen in Moldau unter anderem über Twitter koordiniert.
Konzept
Dabei entspringt Twitter eigentlich einem sehr simplen Gedanken, wer mit dem Begriff "Microblogging" nichts anfangen kann, kann sich das etwa wie eine Art öffentliches SMS vorstellen. Begrenzt auf 140 Zeichen können so laufende neue Nachrichten von größerer oder auch kleinerer Relevanz publiziert werden. Einzusehen ist das Ganze zunächst mal auf der Twitter-Webpage selbst, seine volle Wirkung entfaltet der Service freilich erst im Zusammenspiel mit der restlichen Community: Über einen simplen Klick lässt sich den Updates andere UserInnen "folgen", so kann unkompliziert ein individueller Info-Stream zusammengestellt werden. Über die Reply-Funktion lassen sich Diskussionen entspinnen, per Retweet die Infos anderer NutzerInnen den eigenen "Followers" weiterreichen und so zu deren Verbreitung beitragen.