Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Interessant: Der Bundeskanzler verordnet seiner Partei via Kronen Zeitung den Schluss der Debatte über neue Abgaben für Wohlhabende und Anlagengewinner. Aber die Genossen - voran SPÖ-Granden wie Michael Häupl oder Franz Voves - halten sich nicht daran. Im Gegenteil, sie widersprechen direkt und öffentlich. Und lassen so die Vorgaben ihres Vorsitzenden als völlig abgehobene Abwiegelungstaktik erscheinen. Die Kritiker haben schon recht: Das unverbindliche Herumreden, das Wegdrücken jeglichen grundsatzpolitischen Diskurses, dieses unbefriedigende „Government-by-Boulevardzeitung", das der Kanzler in Rot-Schwarz betreibt, ist auf Sicht ziemlich fad. Und gefährlich.
Alfred Gusenbauer lässt grüßen: „Und das wird heute was Ordentliches in Donawitz oder das übliche Gesudere?", fragte der vor ziemlich genau einem Jahr vor einem Gewerkschaftsabend. Ein genial-provokanter Satz, der den Zustand der schon damals erkennbaren inhaltlichen Lähmung in der SPÖ offenlegte, die sich nur in Gemeinplätzen entlud.
Monatelang schossen die Genossen ab Anfang 2008 auf den eigenen Kanzler, weil er zu wenig soziales Profil zeige. Und kurios: „Gusi" gelang es, der ÖVP eine Vereinbarung zur Einführung einer „Vermögenszuwachssteuer" abzuringen. Wochen später wurde er trotzdem erledigt, von den eigenen Leuten - nicht zuletzt wegen des „Gesudere"-Sagers. Der aber war geradezu prophetisch. In der SPÖ hat sich offenbar wenig geändert. Sie sucht verzweifelt nach politischen Antworten auf die moderne Welt. (Thomas Mayer/DER STANDARD-Printausgabe, 9. April 2009)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Radler sind relativ schnell und sehr verletzbar, gefärbte Radwege sind ihnen ein sinnvoller Schutz
Berlin behält die Entscheidungsmacht lieber bei sich zu Hause
ich war ja immer schon der Meinung, daß es nicht ein paar Reiche sind, sondern es geht 80% der Bevölkerung schon recht gut und sie haben mehr als sie konsumieren können. Aber daß die 20%, egal was man macht, nie was kriegen, ist eine andere Sache. Aber man könnte ihnen schon was geben. Aber die Bürger sind ohnehin schon ziemlich hoch besteuert, der Staat ist dabei Pleite und die Bürger könnten noch mehr zahlen, weil sie hätten es. Das ist nämlich der Eindruck, wenn man durch die Straßen geht. Und den Leuten ist die Kirche nicht mehr gut genug, weil sie es gar nicht mehr konsumieren können. Und das muß man ihnen ins Gesicht sagen, weil sich viele Probleme nicht lösen lassen, weil man dauernd heuchelt.
Und noch immer sudern die Roten.
Und fühlen sich verfolgt.
Und sind dabei zu nichts alleine fähig.
Und brauchen noch immer die bösen Schwarzen zur Selbstfindung, weil schuld sind natürlich immer die anderen.
Wie erbärmlich.
Gusenbauer hatte mit der ÖVP "ausverhandelt", eine Vermögenssteuer einzuführen, falls dies zur Budgetsanierung notwendig sei.
Wobei die ÖVP immer den Standpunkt vertrat, daß eine Vermögenssteuer zur Budgetsanierung unnötig sei.
Was ÖVP und SPÖ "ausverhandeln", ist gar nix wert, weil beide Parteien darunter immer etwas völlig Anderes verstehen.
Die große Koalition heißt nun einmal "Stillstand in Reinkultur". Wer das nach den letzten Jahrzehnten noch immer nicht verstanden hat (so mancher Standard-Redakteur ?), hat aus meiner Sicht den großen Orden für Weltfremdheit und politische Inkompetenz redlich verdient ....
Nach KLima hätte man schon wissen müssen, dass der ideologiefreie Grinsekatzen-Weg zu nichts führt. Damals hat man sich für Klima statt Einem entschieden - eine Entscheidung für Inhaltsleere und Homestories und gegen Intellektualität, Intelligenz und ideologischen Backgroung.
Wohin KLima die SPÖ geführt hat, ist bekannt.
Mit FAymann hat man diesen Fehler wieder gemacht - er ist sogar noch schlimmer, weil man sich damit gleich den Kotau vor der Kronen Zeitung und dem "Onkel" mitgekauft hat.
Das wird ein böses Ende nehmen. Und mitten in der Wirtschaftskrise einen Strache als großen Wahlgewinner und Vizekanzler - "Kaliber" wie Forstinger, Sickl usw als Minster. Oh meine Göttin!
Das Positionspapier ist gut, nur Voves ist NICHT der Autor, sonder lediglich der Auftraggeber, der vielleicht auch nur durch Zufall gute Leute erwischt hat.
In Voves eine Lichtgestalt zu sehen, da wäre ich derzeit noch sehr vorsichtig...
Spannend würde es erst, wenn Menschen die selbst in der Lage sind solche Papiere zu schreiben in Schlüsselpositionen kommen. Nur aus meiner Kenntnis der SPÖ würde ich fürchten da braucht es mehr um mit diesem Augiasstall fertig zu werden.
Immerhin es wird diskutiert... und die gößten Schwachsinnigkeiten des Neoliberalismus werden als solche benannt.
Vielleicht irre ich auch. Wenn Elmar Altvater sogar schon in den Club2 eingeladen wird ist die Weltrevolution vielleicht nicht mehr weit. ;)
genau, und erich haider aus oö als vize!
das wäre ein wirklicher fortschritt gegenüber faymann. - die mischung aus ahnungslosigkeit, krone-hörigkeit und populismus würde endlich abgelöst durch ... ähhh ... ideologisches 70er revival und populismus.
ich habe den gusi zumindest für unterschätzt gehalten, aber angesichts von nachfolger und möglichen nach-nachfolgern wird er schon fast zu lichtgestalt - und das will was heissen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.