Auch ein EU-Botschafter macht am Wochenende am liebsten eines: „Schlafen!" - Doch wir wollten es genauer wissen und baten Hans Dietmar Schweisgut zum Gespräch
)Als Resultat präsentieren wir „SCHWEISGUT - privat". Wir beleuchten die zahlreichen Facetten eines Mannes, der in Tirol geboren, in Brüssel berufstätig und in Wien daheim ist.
BerufsWelt - WeltBeruf
Sein bisheriges Berufsleben zeichnet sich vor allem durch eine bemerkenswerte Vielfalt an Orten und Tätigkeiten aus. So war er nicht nur im Außen-, Finanz-, und Wirtschaftsministerium, bei der UNO oder als Sektionsleiter im Bundeskanzleramt tätig, sondern arbeitete zudem noch mehrere Jahre als Botschafter in Tokio und Peking als Botschafter.
Momentan glänzt er in Brüssel als Österreichs ständiger Vertreter in der Europäischen Union. Hierbei werden immer wieder lobende Worte von Seiten der Kollegen laut, der „Vollprofi" wird als intelligent, ruhig und freundlich beschrieben.
KulturWelt - WeltKultur
Sollte er sich wochenends einmal nicht auf ein Meeting vorbereiten hat er ein breites Spektrum an Interessen. So ist er leidenschaftlicher Jogger, erkundet seinen Aufenthaltsort aber auch gerne mal auf zwei Rädern. Ausflüge nach Gent und Brügge zählen ebenso wie das Pflegen seiner freundschaftlichen Kontakte und Besuche bei Konzerten, Opern und Theaterstücken zu seinen Lieblingstätigkeiten. Sollte er neben den doch zahlreichen Aktivitäten noch Zeit finden, greift er auch gerne mal zu einem Buch. „Das Problem ist nur, ich kaufe mir immer Bücher die mich nach lesen des Klappentextes interessieren, habe aber leider viel zu selten Zeit diese dann auch zu lesen, deshalb habe ich bereits einen ganzen Stapel für mich sehr reizvoller Bücher den ich jetzt versuche nach und nach abzubauen."
Bücher die er bereits gelesen hat und die ihm besonders zusprachen, waren unter anderem Robert Reichs Superkapitalismus, Adam Hochschilds Kim Leopold's Ghost und White Tiger von Aravind Adiga. Zu seinen Lieblingsopern zählt unter anderem Le Grand Macabre von György Ligeti.
FamilienWelt - WeltFamilie
Sein Familienleben gestaltet sich durchwegs multikulturell. Der gebürtige Tiroler lernte seine japanische Frau bei einem Sprachkurs in Frankreich kennen. Auf die Frage nach seinen Urlaubspräferenzen antwortet er „Ich habe nicht wirklich einen Lieblingsurlaubsort" , wobei er unterstreicht, dass er seine wenigen freien Wochen äußerst gerne in Japan verbringt. Außerdem nannte er die japanischen Alpen. Alpine Vorlieben auch zu Hause: Mit seinem Bruder genießt er es, Wander- und Schitouren in den malerischen Bergen Tirols zu unternehmen.
StadtWelt - WeltStadt
Schweisgut ist zwar auf dem Land aufgewachsen, würde sich selber jedoch als Stadtmenschen bezeichnen. Obwohl er „des in Tirol ned sogn deaf", sieht er Wien als seinen besonderen Bezugspunkt - und das nicht nur in beruflicher Hinsicht. Vor allem wohnen hier auch die meisten seiner Freunde, weshalb er sich in der Hauptstadt absolut heimisch fühlt. Dennoch war es laut Schweisgut ein „Kardinalfehler" den Zeitpunkt seiner Niederlassung zusammen mit seiner Frau in den Dezember 1975 zu legen, wo Wien besonders in dieser Jahreszeit trist, grau und veraltet wirkte. Das heutige internationale und offene Flair mit der „interessanten Theater-, Tanz-, Ballett- und Galerieszene" der Hauptstadt hat es ihm besonders angetan. Andere wohnen in Grinzing oder Klosterneuburg. „Bei mir zählt nur eins: Je mehr im Zentrum, desto lieber." (Julian
Pöschl, Isabella Ritzer, Sarah Majcenovic)