Openmoko gibt freie Handy-Entwicklung auf

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    grafik: archiv

Hälfte der MitarbeiterInnen entlassen - Konzentration auf neues Gerät - allerdings nicht im Mobilfunkbereich

Openmoko war angetreten um den Mobilfunkmarkt nachhaltig zu verändern. Mit einem radikal freien Ansatz wollte man den traditionell stark proprietären Bereich weit öffnen, nicht nur die Software auch die Hardware hatte man zu diesem Zweck als Open Source entwickelt.

Nische

Doch sowohl der "Neo 1973" als auch das Nachfolgemodell "Neo Freerunner" blieben absolute Nischenprodukte, jenseits Software- und Hardware-Hacking-Kreisen fanden sie praktisch keine AbnehmerInnen. Nun zieht man bei der FIC-Tochter die Notbremse: Die Entwicklung der Mobiltelefone wird eingestellt, die Hälfte der MitarbeiterInnen von Openmoko werden entlassen. Eine Maßnahme, die notwendig sei, um überhaupt weiterhin im Geschäft bleiben zu können, wie Openmoko-Geschäftsführer Sean Moss-Pultz auf der Openexpo in Bern unumwunden zugegeben hat.

Zukunft

Was dies für die langfristige Zukunft des Unternehmens bedeutet, ist bislang noch weitgehend ungewiss. Klar ist jedenfalls, dass man zunächst keinerlei Engagement im Mobilfunkumfeld mehr anstrebt, ein neues Gerät für einen anderen Bereich stellt man nun in den Mittelpunkt, so Moss-Pultz. Nähere Details wollte der Openmoko-Geschäftsführer gegenüber der Berner Zeitung derzeit allerdings noch nicht nennen.

Probleme

Openmoko hatte von Anfang an immer wieder mit Hard- und Softwareproblemen zu kämpfen, so musste man anvisierte Fertigungsdaten mehrmals verschieben, zentrale Softwarebestandteile wurden einige Male ausgetauscht. Ein Problem für das Projekt war wohl auch der Aufschwung anderer Linux-basierter Mobil-Betriebssystem wie Googles Android. (apo)

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