Tote bei Scharmützel an Grenze zu Thailand

3. April 2009, 16:11

Erneuter Zwischenfall bei umstrittenem Tempel - Mindestens sechs Soldaten getötet - Thai-Premier: "Missverständnis oder Unfall"

Phnom Penh/Bangkok - Bei neuerlichen Gefechten an der Grenze zwischen Kambodscha und Thailand sind am Freitag nach kambodschanischen Angaben vier thailändische Soldaten getötet und zehn weitere gefangen genommen worden. Thailändische und kambodschanische Truppen hätten mit Raketenwerfen und Maschinengewehren aufeinander geschossen, erklärte die kambodschanische Regierung.

Bei den "heftigen Schusswechseln" seien auch zwei kambodschanische Soldaten ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der kambodschanischen Regierung der Nachrichtenagentur AFP. Auf thailändischer Seite wurden offiziellen Angaben aus Bangkok zufolge zwei Soldaten getötet und 10 weitere verletzt.

Nach übereinstimmenden Mitteilungen aus Thailand und Kambodscha begannen die Gefechte am frühen Nachmittag, nachdem es bereits zuvor kurze Schusswechsel gegeben habe. Beide Länder gaben der Gegenseite die Schuld für den ersten Zwischenfall. Die Truppen beschossen sich nach kambodschanischen Angaben daraufhin an mehreren Orten nahe des im Grenzgebiet liegenden Tempels Preah Vihear, den beide Länder für sich beanspruchen. Mitte Oktober waren dort bei Gefechten zwischen den Armee der beiden Länder bereits vier Soldaten getötet worden.

Ein Kommandant der kambodschanischen Armee sprach von einem Sieg seiner Truppen. Militärs beider Seiten verhandelten miteinander, um die Spannungen zu beruhigen.

Kambodschas Außenminister Koy Kuong warf der thailändischen Armee den "Versuch einer aggressiven Invasion" vor und kündigte ein Protestschreiben an die Regierung in Bangkok an. Thailands Regierungschef Abhisit Vejjajiva zeigte sich zu einem Gespräch mit seinem kambodschanischen Kollegen Hun Sen bereit. Ursache für die Gefechte sei sicherlich ein "Missverständnis oder ein Unfall". Er pochte jedoch auf Thailands Recht, "seine Souveränität" zu verteidigen.

Die Spannung an der Grenze war in den vergangenen Tagen wieder gestiegen, nachdem Kambodscha Ende März den unerlaubten Grenzübertritt von rund hundert thailändischen Soldaten gemeldet hatte. Thailand wies die Vorwürfe zurück. Am Donnerstag trat ein thailändischer Soldat nahe des Tempels auf eine Mine und verlor dabei ein Bein.

Wegen des jahrzehntelangen Konflikts gibt es immer wieder Gefechte an der Grenze, deren Verlauf nie offiziell festgelegt wurde. Im Juli des vergangenen Jahres hatte sich die Lage verschärft, nachdem die UNESCO den Tempel, dessen Haupteingang auf thailändischer Seite liegt, als kambodschanisches Gebäude auf die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen hatte - zum großen Ärger thailändischer Nationalisten. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschied bereits 1962, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören. (APA/AP)

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18 Postings
Marlon Brändle
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Wer mehr Infos zum Thema will:

http://ki-media.blogspot.com

Da gibt es auch Bilder vom zerstörten Markt beim Tempel.
Ca. 500 Kambodschaner haben dort gewohnt. Auch ein paar Gasthäuser und auch ein Guesthouse hat es dort gegeben.
Vor einem Jahr war ich noch dort und hab 2 Tage lang die kambodschanische Gastfreundschaft genossen.

Veniceanin
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lächerlich

In West- und Mitteleuropa undenkbar. Und insofern gilt: Am europäischen Wesen sollte die Welt genesen.

Das Kapital ist die wahre Macht
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Das ganz alte Erfolgsmuster! Wenns im Inneren nicht mehr klappt dann muss außen ein Krieg her!

Hat noch immer funktioniert diese Strategie. Innenpolitisch total zerrüttelt wird ein Krieg das Land wieder einen. Denn wenn man außen den Feind projezieren kann, rücken innen die Verfeindeten wieder enger zusammen.
Die Menschen sind so durchschaubar....

Nessus
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Nur stimmt das in diesem Fall nicht

Den Thais war der Tempel bis jetzt wurscht, drum wurder er offiziell auch mit thailändischer Duldung den Khmer zugesprochen. Nun kommen die Thais drauf, dass da viel potentielles Touristengeld wegbleibt und versuchen, diese Entscheidung zu revidieren, mit nicht ganz sauberen Mitteln. Übrigens sind die Thais ihren Nachbarn (Laoten, Khmer) gegenüber ziemlich überheblich. Sich die Gegend abseits der Touristenpfade anzuschauen, kann Augen öffnen...

h 90
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Stimmt nicht ganz. Es spricht einiges dafuer, dass der Tempel in Thailand sein sollte, anderes aber dagegen.
Bis jetzt hat man den Tempel gemeinsam verwaltet und statt umstritten, overlapping areas verwendet.
Quasi war da Thailand und Kambotscha gleichzeitig.
Bis die vorige Regierung einen Deal mit Kambotscha gemacht hat an dem Thaksin ziemlich viel verdient haette.
Die Ueberheblichkeit der Thais den Nachbarn gegenueber ist natuerlich auch unumstritten und verschlimmert alles.

Marlon Brändle
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Quasi war da Thailand und Kambotscha gleichzeitig.

Speziell als die Roten Khmer noch in dem Gebiet waren.

ScroogeMcDuck
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die sollen solange weitermachen, bis einer ode rbeide irrtümlich den tempel zerschießen, dann sehen sie wie lächerlich die angelegenheit ist

cenare in animo habeo
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Sie sind aber

ein kleiner süßer.

hellfast
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hmm, und ich dachte, das sind wieder alte fotos vom hazeh...

Mucosaprolaps
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Naja, ganz einfach:
Wie nennt man einen Araber, der vor Jahren in einem Ausbildungslager mit Gleichgesinnten verfassungsfeindliche Sprüche gebrüllt, mit einer verbotenen Organisation verbundene Gesten gezeigt und dabei trainiert hat, wie man mit Sturmgewehren Anschläge auf Politiker durchführt? Einen "Terroristen" nennt man sowas.

Wie nennt man einen Neonazi, der vor Jahren in einem Trainingscamp mit verfassungsfeindlichen Gesten fotografiert wurde und dort mit Sturmgewehren sicher keine Paintball-Kugeln verballert hat, sondern vermutlich eher trainiert, wie man Politiker und deren Personenschutz ermordet? "Herr Parteichef".

Chien de Pique
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Falsch:

Den ersteren nennt man ebenfalls "Parteichef", aber auch "Führer" und schließlich sogar "Präsident". Siehe Arafat selig. Obwohl der noch ganz andere Sachen gemacht hat als nur gestikulieren und trainieren.
Abgesehen davon ist Parteichef eine objektive Beschreibung und in keiner Weise ein Ehrentitel.

h 90
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Da waer Kambotscha schon erobert und alle Kambotschaner haetten Farbkleckse am Ruecken.

h 90
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nachem angeblich nur in die Luft geschossen wurde gibts jetzt angeblich 2 Tote Kambotschaner....

Alles wie immer angeblich. Jeder luegt was anderes.

schneebrunzer
 
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wie wenns...

...keine anderen probleme gäbe da unten. ich hoff, die lage in diesen wunderbaren ländern stabilisiert sich bald wieder.

Hans Müller1
 
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genau deswegen ist dieser Grenzstreit den Politikern

beider Länder so willkommen, weil's eben genug Probleme gibt von denen man ablenken will. Und was eignet sich besser als dummer Nationalismus

h 90
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Wenn man sich die Geschichte des Grenzstreits anschaut, dann weiss man nicht ob man lachen oder weinen soll.
Beide Seiten haben bis zum geht nicht mehr rumgetrickst, Karten gefaelscht, bestochen usw.
Am Besten waere es den Tempel einfach zu sprengen dann braucht keiner mehr streiten.
Hun Sen ist ein uebler Diktator und beide Staaten spielen die Nationalistische Karte.

Marlon Brändle
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Es geht nicht um den Tempel sondern um das Land NEBEN dem Tempel.

Kambodscha will den Grenzverlauf schon lange vom Internationalen Gerichtshof festlegen lassen. Die Thais sind dagegen.

h 90
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seit 60 Jahren, wo mal mit unterschiedlichen Karten getrickst wurde.

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