
Grüne Online-"Zusammenrottungen" als Chance und Frischzellenkur: "Wir können dadurch Menschen erreichen, zu denen wir sonst nicht vordringen können."
"Die Grünen brauchen Veränderung", sagt Helge Fahrnberger. Er ist Blogger und hat gemeinsam mit zwei Kollegen die Initiative "Grüne Vorwahlen" gestartet, um die starren Parteistrukturen der Wiener Grünen zu lockern. Sein Ziel ist es, die Listenwahl der Grünen im Vorfeld der Wiener Gemeinderatswahlen nicht der Parteipolitik zu überlassen, sondern sie für alle Interessierte zu öffnen. Denn wahlberechtigt sind laut Statut der Wiener Grünen bei der Listenerstellung, die im November 2009 stattfinden soll, nicht nur Parteimitglieder, sondern auch sonstige "Unterstützerinnen und Unterstützer". Einzige Bedingung: Man muss ein entsprechendes Formular ausfüllen und sich damit als Vorwähler registrieren.
Dynamik im Wahlkampf
"Obama hätte es ohne Vorwahlsystem nie geschafft", erklärt Fahrnberger im Gespräch mit derStandard.at. Er selbst will zwar nicht für die Liste kandidieren, das System biete neuen Leuten aber die Möglichkeit, dabei sein zu können - ohne schon seit Jahren in der Partei aktiv sein zu müssen. Zudem entstehe durch das Vorwahlsystem eine Dynamik, durch die die Leute schon im Vorfeld beweisen müssten, wofür sie stehen. "Im Internetwahlkampf müssen die Kandidaten schon im Vorfeld öffentlich überzeugen."
Maria Vassilakou, Chefin der Grünen Wien, zeigt sich erfreut über die Internet-Initiative. "Das ist ein Zeichen des Interesses", sagt sie und will darin keine Bedrohung oder Revolution von unten erkennen. "Wir sind eine breite Bewegung, nicht umsonst haben wir diese Regelung in unseren Statuten verankert", sagt sie.
Seriös mit "Pep"
Es ist "eine andere Form von Aktivismus", ist sie überzeugt: "Die Mobilisierung im Internet ist genauso wichtig wie das Werben um Stimmen auf der Straße." Die Blogger würden eine wertvolle Rolle einnehmen. Vassilakou sieht das Ganze als Chance und Frischzellenkur: "Wir können dadurch Menschen erreichen, zu denen wir sonst nicht vordringen können."
Auch die Wiener Grüne Marie Ringler kann der Bewegung viel abgewinnen. "Ich finde das ist eine richtig gute Initiative. Danke für die Energie!", postet Ringler auf der Facebook-Seite der "Grünen Vorwahlen".
Dass die Grünen das Internet als Chance sehen, sagt auch Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny zu derStandard.at. Gerade angesichts der EU-Wahl werde man mehr in "Social Networks" wie Facebook, Twitter oder Myspace „hineingehen", so Sburny. Dort erreiche man junge Menschen am besten, indem man mit ihnen in Dialog trete. Auch aus den bisherigen Erfahrungen habe man gelernt, etwa was die Art der Kommunikation angeht: "Wir müssen eine für das Medium adäquate Sprache finden - seriös aber trotzdem mit Pep". (Rosa Winkler-Hermaden, Anita Zielina, derStandard.at, 2.4.2009)
Info: Treffen der Initiative Grüne Vorwahlen am kommenden Dienstag - Anmeldung via Facebook
Link: Grüne Vorwahlen
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IchmachPolitik .at führt diesen Do 30.4. ein Interview mit Eva Glawischnig. Wer dringend nach Antworten sucht auf Grüne Fragen, hat nun die Chance.
Poste deine Fragen einfach hier:
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Mich kotzten die Lobeshymen von den Medien schon so an, und dass dann noch unbedargte Personen wie ein leiber Grünling in einem Bezirk oder ein Linkskatholik drauf springt, spricht Bände. Obama, der neue Wunderwuzzi, regelt alles. Und die selben, die ihm Weihrauch streuen wundern sich über unsere Jugend, die dann dann glaubt, es braucht wieder einen starken Mann der alles ins Lot rückt.
Nur einen Obama werdens dem Himmel sei Dank nicht bekommen. In Europa gabs da ganz andere starke Männer von 1930 an bis zum Fall des Eisernen Vorhanges. Und über diese Männer schweigt man jetzt lieber.
obama und den vorwahlen,
es geht hier nicht sosehr um vorwahlen, sondern um die technik die obama angewandt hat.
wenn man etwas nicht begreifen will, dann begreift man es auch nicht.
er hat viele wähler aquiriert, die er ohne internet nie bekommen hätte, daselbe gilt für spenden, nicht mehr als$ 5..
wenn die grüne führungselite, daß nicht versteht,
zeigt das von inflexibilität.
um neue ideen zu akzeptieren und umzusetzen, gehört mut und vorausicht und daran fehlt es.
wäre voggi der kanditat, würden wahrscheinlich die fetzen schon fliegen,
gegen ihn hat weder ein mölzer noch ein strasser eine chance, good luck
Vorwahlen gabs auch schon bei Bush. Und davor. Hat mit Obama also genau nix zu tun.
Vorwahlen in Amiland sind was gaaaanz anders als dieser schlechte 3. Versuch der Pro Voggenhuber-Patrie, die ja wieder mal fleißig vertreten ist.
Die Proponenten dieser "Initiative" auch nur irgendwie in die Nähe von Obama zu rücken, ist eine Frechheit - Obama hatte und hat nämlich politsche Ziele, nicht bloß ein paar Machtspielchen im Kopf.
Kann der Standard mal aufhören, grüne parteiinterne Intrigen zu befeuern? Das ist hochgradig unseruös ....
im gegensatz zu strache & co aber inhaltsreich.
endlich eine möglichkeit, als nicht-parteimitglied ein stück mitzubestimmen. http://is.gd/qkR7
ob sichs ausgeht oder alles eine billige Bauernfängerei ist.
Lt. Beitrittserklärung ist man (als Unterstützer) erst 4 Monate nach der Aufnahme durch den Landesvorstand stimmgerechtigt. Das wäre bei heutiger Beitrittserklärung bei sofortiger Aufnahme ab 4.08.2009. Wenn sich der Landesvorstand mit der Aufnahme sagen wir 2 Monate Zeit läßt, dann wäre das 4.10.2009. Das könnte dann - leider - erst nach der Listenerstellung sein. Und die ganze Initiative wäre - leider - für die Fisch gewesen.
"Einzige Bedingung: Man muss ein entsprechendes Formular ausfüllen und sich damit als Vorwähler registrieren."
Ist das wirklich so wie sich's der einfache Leser vorstellt, oder gibt's da Hacken und Ösen die diese hinausposante Basisdemokratie eh' wieder zu Schein und Farce machen.
Wird jeder, der das Formular ausfüllt, tatsächlich als Vorwähler registriert?
Hat jeder registrierte Vorwähler tatsächlich ein Stimmrecht bei der Listenerstellung?
Zählt eine Vorwählerstimme genau so viel wie eine Mitgliederstimme oder gibt's dann eine Wahlordnung, wo sich die "starren Parteistrukturen" eh wieder durchsetzen?
Solange der Modus nicht definiert ist, ist es als das zu sehen, wie es die Grünpolitiker oben quasi sehen: Stimmenfang
das ist KEIN initiative von grünpolitikern, sondern von sympathisierenden wählern - und ob es wirklich fuktioniert siehst du, wenn du es probierst. die praxis gibt es bei den grünen immerhin seit jeher - sie wurde nur noch nie so groß angekündigt.
warum bitte etwas schlechtreden bevor mans überhaupt probiert hat?
Der AktivistInnen Paragraph §5.7.1. stammt noch aus einer Zeit, wo sich alle Grüne mehr oder weniger persönlich gekannt haben und ist in erster Linie bei Personen zur Anwendung die in Bezirksgruppen oder Grünen Organisationen mitarbeiten, aber nicht Parteimitglied sind.
Der Paragraph kommt meines Wissen nach bei neuen Personen (es gibt einige AltaktivistInnen) nur mehr sehr selten zur Anwendung und ist derzeit defakto totes Recht.
Bei der Wahl selbst, sind AktivistInnen Mitgliedern vollkommen gleich gestellt und es besteht keinerlei Grund den Paragraphen nicht aktiv wiederzubeleben.
...und diese praxis ist nicht neu, sondern gibt es seitdem es die grünen gibt: ich muss nur unterschreiben, dass ich die grünen, ihre ziele und ihre grundwerte unterstütze. falls hc strache dies probierertet, würde es auffallen. offensichtliche nichtübereinstimmung mit den zielen und grundwerten der grünen ist schon ein grund, die position als unterstützerIn nicht zu akzeptieren.
es ist auch keine vorwahl, sondern eine listenwahl. alle stimmen sind gleich.
der unterschied zwischen unterstützerInnen und mitgliedern ist meiner erinnerung nach, dass unterstützerInnen nicht über funktionen wie parteivorstand etc. abstimmen können. aber bei der listenwahl können alle teilnehmen, die...
Wenn man sich die Vorzugsstimmenergebnisse der letzten Gemeinderatswahlen ansieht, dann würde diesen - umgelegt auf die Vorwahlen - eine erfreuliche Veränderung der internen Machtverhältnisse darstellen.
Allerdings zählen bei den internen Wahlen der Grünen (wer bspw den orsitz in einem Ausschuss erhält) Vorzugsstimmenergebnisse genausowenig wie die hoffentlich guten Ergebnisse der Vorwahlen.
Vana, Ellensohn und Margulies werden schon dafür sorgen, dass die Grünen "rein" und klein bleiben...
die grünen sind eine partei, also sind die funktionäre auch von den parteimitgliedern zu wählen... das man bei einer bundesweiten wahl zu einem delegiertensystem übergeht ist ja wohl gerade für eine grüne partei logisch (von wegen transportkosten)...
oder machen sie bei ihren vereinsinternen wahlen (z.b. tennisverein, etc...) immer zuvor eine österreichweite wahl ?
ich sehe nur nicht ein, warum nicht vereins (= parteimitglieder) über den vorsitzenden eines vereins bestimmen sollen... ist aber meine persönliche meinung, wenn die partei das anders sieht so ist es mir auch recht... es werden ja bei uns auch andere meinungen akzeptiert... von der amerikanischen demokratie halte ich übrigens überhaupt nichts, wenn typen wie nixon und bush an die macht kommen können, dann ist das ein viel gefährlicheres system als bei uns...
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