Niki List 1956 - 2009

02. April 2009, 17:33
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    Erfolgreich mit Schmäh: Filmregisseur Niki List.

Der österreichische Filmregisseur ("Müllers Büro"), der dem heimischen Kino neue Horizonte aufzeigte, ist überraschend gestorben

Wien - Flashback. Wien ist im Jahr 1982 noch ein verschlafener Ort, an dem die internationalen Strömungen der Jugendkultur vorbeifließen - wäre da nicht jenes Lokal (Insidern noch heute als Bluebox vertraut), in dem verschiedene Protagonisten einer sich gerade formierenden alternativen Szene abhängen. Gemeinsam ist ihnen ein diffuses Gefühl der Orientierungslosigkeit, ein Mangel an Perspektiven, eine Beharrlichkeit, die gerade dadurch zur Verständigung beiträgt, als sie über die Landesgrenzen hinaus wirksam ist.

Der Film heißt Malaria - manchmal wird er auch unter Café Malaria geführt -, mit dem Regiedebütant Niki List der Wiener New-Wave-Generation ein Abbild lieferte und damit auch dem österreichischen Kino einen neuen Horizont aufzeigte. Auf dem Saarbrücker Nachwuchsfestival wurde er dafür mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.

1986, vier Jahre später, drehte List Müllers Büro, der mit 441.000 Besuchern bis heute der dritterfolgreichste heimische Spielfilm bleiben sollte. Ein Überraschungshit, dem bald das Label des Kultfilms angehängt wurde. Nicht zuletzt durch Musiknummern, die das frivole Geschehen in einem Detektivbüro begleiten - Weil ich so sexy bin und Männer sind wie Marzipan -, grub sich der Film in die kollektive Erinnerung. Mit seinem satirischen Zugriff auf Charakteristika des amerikanischen Kriminalfilms, der mit österreichischem Schmäh aufgepeppt wurde, schuf er einen Prototyp der heimischen Kinokomödie. 2007 wurde der Film im Wiener Metropol auch als Theaterstück aufgeführt.

List, 1956 in Wien geboren, studierte Theaterwissenschaft und absolvierte eine Fotografieausbildung, ehe er an verschiedenen Theaterprojekten mitwirkte. Müllers Büro verhalf ihm als Regisseur zu Engagements in Deutschland und der Schweiz. Allerdings vermochte er mit keiner nachfolgenden Komödie (Sternberg-Shooting Star, Der Schatten des Schreibers, Helden in Tirol, Nick Knatterton), an diesen Erfolg anzuschließen.

Lists Interessen waren jedoch längst nicht auf das leichte Fach beschränkt. In seiner Trilogie über Christian Polster, einen jungen Mann mit Down-Syndrom (Mama lustig?, Muß denken, Mein Boß bin ich), zeigte er sich als engagierter Filmemacher, der seinem Protagonisten auch kreativen Freiraum für Selbstdarstellung ließ. 1992 gründete List die Cult-Filmproduktion. Zuletzt drehte er 2002 das HipHop-Dokudrama Move!, in dem er noch einmal Anschluss an das Leben der Jugend in Wien suchte. Im März wurde ihm der Titel Professor verliehen.

Am Mittwoch ist Niki List im Anschluss an die Eröffnung des Wiener Filmakademie-Festivals in einem Innenstadtlokal aus noch ungeklärter Ursache gestürzt und gestorben. Zahlreiche Politiker und Kollegen reagierten betroffen: List habe den österreichischen Film "wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt" , würdigte ihn etwa Kulturministerin Claudia Schmied. (Dominik Kamalzadeh / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.4.2009, red)

In memoriam zeigt ORF 2 am 4. April, 22.50 Uhr, "Müllers Büro".

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09.04.2009 02:56
Ich war der, der 1986 dieses Derhbuch liegen liess, Mitarbeiter die zu einer anderen Firma wechselten machten diesen Fehler gut, der Film entstand!

Und heute sind die Stars von damals saturiert oder tod.
Ich erkläre: Niki R.I.P. obwohl ich damals das Buch so sträflich vernachlässigte - blöd aber auch!

Joe Jo
03.04.2009 15:15
Jetzt tun wir wieder ein bissi übertreiben!

Bleiben wir doch am Boden!
Niki List war doch bestenfalls ein durchschnittlicher Regisseur, mehr nicht!

Und wenn jetzt "Müllers Büro" so gelobt wird...sehen Sie sich den Film doch an...wenn das ein so guter Film sein soll...

Dr. Lari and Mr. Fari 
04.04.2009 19:26
Müllers Büro ist kein großerFilm,

aber ein frecher, temporeicher und unterhaltsamer.
Das war in einer Zeit, als Unterhaltung "pfui war und nur dem Klassenfeind in die Hände spielte", eine ganze Menge.

hulkjr
05.04.2009 18:27
ein guter, unterhaltsamer film

der den nerv der zeit getroffen hat und ein riesenerfolg war. wenn das nichts ist. und malaria war auch ein riesenspaß !

Goldberg Variationen
04.04.2009 11:37
Rotstrichler et altera

Der Unterschied zwischen Ihnen und dem Niki ist, daß er Filme tatsächlich gemacht hat (ob gut oder schlecht, er hat gemacht).
Und das Filme machen ist, v.A. in Österreich, ein wirklich schwieriger Prozess. Allemal mehr Arbeit als ein dummes Posting.
Und am Fime machen war er kontinuierlich dran. Nicht umsonst war er an seinem Sterbetag beim Filmakademiefestival.
Wo waren Sie da grad?
In diesem Sinne,
wirklich traurig...

Lila Strumpf
03.04.2009 11:19
...

"männer, frauen niemand sollst du trauen, alle lügen" wir hatten sogar den soundtrack auf platte..

Jim Kirk 
03.04.2009 11:24

Wieso hatten? Sowas gibt man doch nicht her.

Kapitalismus Luege
03.04.2009 10:44
Seine Filme waren Teil meiner Jugend - und haben sie bereichert

die Rotstrichler sind wohl eher aus dem Gameboy - Alter noch nicht heraus.

Ist heute schulfrei?

yomellamo 
03.04.2009 15:36

nein... aber heute ist Informatik-stunde.

Franky A
03.04.2009 10:15
Welche Deppen machen hier die roten Sricherln ?

Frustrierte erfolglose Konkurrenz-"Regiesseure" oder arbeitslose "Schauspieler", die abgesehen von Klopapierwerbung keine Rollen gekriegt haben?

Neid ist die Droge der Erfolglosen.

Mein herzliches Beileid den Hinterbliebenen.

Marlene Wild
03.04.2009 09:44
also manche posten hier wirklich unterm Hund!

Für einige der Poster vergebe ich den von HC Strache ausgelobten "Wolf Martin Preis"!

juwlius
03.04.2009 10:44
Unübersichtlich

Ich weiß eigentlich nie, wer wem antwortet. Außerdem gehen viel Posts immer ruckzuck unter die Gürtellinie. Viel Unterschied zu einem Klo-Gekritzel ist da oft nicht. Und die Redaktion zieht irgendwann an der Kette und spült es in die Vergessenheit.

woschl73  
03.04.2009 09:30
Österreich

Das groesste Problem von Österreich ist, das jemand erst dann gebührend anerkennt und hochgelebt wird wenn er von uns gegangen ist.
Schade für die österreichiches Filmszene.
Der ORF wird prompt reagieren und Filme von List zeigen, leider erst jetzt nach seinem Ableben.
Aber so sind ma halt wir Österreicher

Jim Kirk 
03.04.2009 11:25

Niki List wurde schon zu lebzeiten anerkannt, sonst wäre müllers büro nicht der erfolgreichste österreichische film geworden.

stuntman mike
03.04.2009 10:18

das ist leider nun wirklich kein rein österreichisches Phänomen, das haben schon andere vor uns erfunden.

Andreas Steinschaden
03.04.2009 08:22
Meine Anerkennung, daß Niki List den österreichischen Film aus seiner Agonie geholt hat!

Und " Der Schatten des Schreibers" fand ich auch nicht schlecht. Für mich war er ein großer Österreicher, schade um Ihn....

Walter Tiefenthaler
03.04.2009 03:39
wieder einer...

...fuer den oesterreich zu klein wurde, bis er sich nicht mehr bewegen konnte und ging. RIP!

Cosmic Slop
03.04.2009 01:00
Welcher Dillo macht hier die roten stricherl ?

RIP

Uwe S.
03.04.2009 17:11

Die roten Stricherl macht Ihr Computer

Urfahraner Auge
03.04.2009 07:11
Rote Stricherl bedeuten nicht Ablehnung, sondern "unnötig".

Ehrlich gesagt finde auch ich viele der im Forum geposteten Nachrufe von Moechtegernpoeten unnoetig.

F G 
07.04.2009 10:44

So gesehen müssten natürlich alle Beiträge rote Stricherl bekommen, was ist schon nötig?

suboptimal 
03.04.2009 11:06
Ansonsten gilt: Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

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Urfahraner Auge
03.04.2009 13:23
Wie passt das mit der Möglichkeit zusammen,

rote Stricherl zu vergeben?

Pro Freistaat Kärnten! 
03.04.2009 00:44
ein mensch

ein mensch

überraschend gestorben.

warum nicht.

wenn er sein leben gelebt hat

hat er sein leben gelebt

falco miniformat

mensch 1:1

Dirty Harry
03.04.2009 11:30

Ihr Posting ist noch dümmer als Ihr NICK-Name!

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»Posting 1 bis 25 von 211

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