Stadtentwicklung

Seestadt Aspern bekommt Technologiepark

1. April 2009, 08:08

TU und WWFF wollen gemeinsam Forschung und Entwicklung in den neuen Stadtteil bringen

Wien - Wohnen, Bildung und Kultur: Die Planer des Stadtentwicklungsprojekts "Aspern. Die Seestadt Wiens" wollen genau das im Norden Wiens auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern realisieren. Zumindest einen Punkt können sie voraussichtlich abhaken: Die Technische Universität Wien will gemeinsam mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) Forschung und Entwicklung in den neuen Stadtteil bringen.

Zu diesem Zweck wird Anfang Mai eine Projektgesellschaft ins Leben gerufen, die für die Errichtung eines Technologietransferzentrums zuständig sein soll. Das Zentrum soll rund 7000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen und in der ersten Phase bis Mitte 2011 fertiggestellt sein. Es wird das Kernstück eines künftigen Technologieparks sein. "Das Zentrum soll den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördern und beflügeln", sagt Georg Brockmeyer, Pressesprecher des WWFF dem Standard.

Aspern sei als Standort deshalb attraktiv, da auf dem Areal eine Fläche von insgesamt 160.000 Quadratmeter für Wissenschaft und Forschung reserviert ist. Hinzu kommen weitere 140.000 Quadratmeter, die den Wissenschaftern Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten bieten könnten. "Das Transferzentrum soll einen Austausch zwischen Wirtschaft und Universität, zwischen angewandter Technologie und Grundlagenforschung ermöglichen", sagt Sabine Seidler, TU-Vizerektorin für Forschung. "Es wird bereits mit Unternehmen verhandelt, die Interesse haben, sich dort anzusiedeln", bestätigt Brockmeyer. Denn aus der Forschung entstehen oft Geschäftsideen, die gleich von den Unternehmen getestet werden könnten.

Der Schwerpunkt der Forschung soll auf Umwelt- und Energiethemen liegen. Diese Bereiche waren schon bisher in den fünf Forschungsschwerpunkten der TU Wien verankert. "Das Zentrum wird privatwirtschaftlich organisiert und ist erfolgsorientiert", sagt Brockmeyer. Die TU wird 51 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft halten, der WWFF den Rest. Bestehende Institute werden nicht in Aspern angesiedelt, es sollen vielmehr neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Innerhalb der kommenden 20 Jahre soll auf 240 Hektar die "Seestadt Wiens" entstehen. Es sind 8500 Wohneinheiten für 20.000 Menschen und 15.000 Arbeitsplätze geplant. Ab 2013 wird auch die U-Bahn-Linie U2 ins Areal führen. (Julia Schilly, DER STANDARD - Printausgabe, 1. April 2009)

BabyLi
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Soweit ich weiß wird diese Projekt auch "die Stadt in der Stadt" genannt, klingt zukunftsweisend. Ob es tatsächlich Erfolg hat, wird sich in den nächsten Jahren herausstellen. Zum Trotz der Wirtschaftskrise sollte dieses Projekt bestandhalten, da es viele Arbeitsplätze schafft und fördert, Bildungsstätten sich hervortun und für Mensch und Tier einen nützlichen Lebenswohnraum schaffen kann.

zerohero
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Du hast Recht, ich war auch lange Zeit skeptisch ob das Projekt Aspern erfolgreich sein wird. Ich finde es immer problematisch, wenn man mit "Gewalt" ein neues Stadtviertel errichten will, meiner Meinung nach muss sich sowas ergeben, Lebenskultur und Wohnraumansiedlung kann man schwer planen. Doch in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte das Projekt forciert werden. Und Maßnahmen wie der geplante Technologiepark in Kooperation mit dem WWFF sind absolut notwendig!

zerohero
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Ich bin schon sehr gespannt, ob dieses Riesenprojekt in Aspern erfolgreich sein wird. Ein Pluspunkt ist ja, dass wenigstens viele Projekte und Anstrengungen unternommen werden, damit es kein Fehlschlag wird. Das vorgestellte Technologiezentrum klingt für mich sehr positiv, vor allem, wenn die angedachte Kooperation mit der Wirtschaft funktioniert. Hoffentlich beeinflusst die aktuelle Wirtschaftskrise die geplanten Projekte nicht zu stark, aber da es ja auch Förderungen wie die des WWFFs gibt, sollte die "schwierige" Zeit leichter zu überwinden sein.

Karpe
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auf dem richtigen weg

hab erst heute gelesen, dass sich in wien im vergangenen jahr 119 internationale unternehmen niedergelassen haben - nicht zuletzt durch die förderungen des WWFF, der auch das projekt in aspern finanziell unterstützt. daran erkennt man, dass gerade in zeiten von wirtschafts- und finanzkrise die investition in heimische unternehmen und insbesondere die förderung von KMU wesentlich ist, um der drohenden abwanderung von unternehmen ins ausland entgegenzusteuern.

HerrUnmut
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10.4.2009, 13:48

Der Wirtschaftsstandort Wien sollte sicher geschützt werden und bleiben, denn wie du sagst, Abwanderung geschieht ziemlich oft, drohen ja auch manche Konzerne richtig damit, d.h. attraktiver muss es werden nicht auch um zuzletzt die Arbeitsplätze zu sichern.

langella8
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drohender abwanderung entgegenwirken ist sehr wichtig, aber in erster linie eine gesunde basis schützen und die klein- und mittelbetriebe fördern und nicht, wie es in österreich in der ära schüssel geschehen ist eine konzernpolitik betreiben, die mit steuererleichterungen für konzernriesen winkt und den mittelstand der wirtschaft vernichtet.
investitionen und auch innovation sind wichtig, aber hier wird meiner meinung nach in wien hervorragende arbeit geleistet, auch wenn einige phrasendrescher dies immer abtun wollen.

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