Wüstenrot braucht keine Staatshilfe

31. März 2009, 16:29
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2008 Eigenkapital geschmälert, aber aus Vergangenheit genug Kapitalreserve da - Geschäftsjahr trotz Abwertungen mit Mini-Gewinn

Wien/Salzburg - Die Bausparkasse Wüstenrot ist nach Worten von Konzernchefin Susanne Riess-Passer beim Eigenkapital so ausgestattet, "dass wir keine Staatsunterstützung in Anspruch nehmen müssen", wie Riess-Passer am Dienstagnachmittag mitteilte.

Die Bausparkasse habe in den vergangenen Jahren reichlich Kapital aufgebaut, was früher zu Debatten geführt habe, ob es nicht "ein bissl zu viel" war, so die Bausparkassenchefin. Die Finanzierungsnachfrage sei gut. Freilich sei zuletzt das Eigenkapital "geschmälert" worden. Man habe aber genug Mittel, um Probleme allein bewältigen zu können.

2008 habe es Abwertungen gegeben, bestätigte Riess-Passer. Dennoch habe die Bausparkassen-Bilanz 2008 mit einem kleinen positiven Ergebnis im einstelligen Bereich abgeschlossen.

Wüstenrot war in den vergangenen Monaten immer als ein Kandidat für eine mögliche staatliche PS-Zufuhr gehandelt worden. Im Dezember hat sich der Vorstand auch eine Rahmenermächtigung für eine Partizipationskapitalemission geben lassen und sich eine Entscheidung über einen Abruf offen gelassen.

Wüstenrot sei eines von zwei verbliebenen "Finanzkonglomeraten" in Österreich, sagte Riess-Passer, und dem entspreche man mit der neuen Führungsstruktur. Den mit 20. April eintretenden neuen Finanzvorstand Andreas Grünbichler (er wird CFO für Bausparkasse und Versicherung) bezeichnete sie als "Super-Jackpot". Es gebe nicht sehr viele Leute, die im Bank- und Versicherungsgeschäft gleichermaßen beschlagen seien. (APA)

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