Refundierung laut Wrabetz richtig und wichtig

31. März 2009, 13:49
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ORF will "mit aller Kraft" an Strukturmaßnahmen arbeiten - Kein Kommentar des ORF-Chef zum Ausschluss der Opposition aus dem künftigen ORF-Aufsichtsrat

"Richtig und wichtig" findet ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die Ansage von Bundeskanzler Werner Faymann, dem ORF einen Teil der Gebührenbefreiungen zu refundieren. Grund sich nun zurückzulehnen, sieht der ORF-Chef nicht. Es sei eine "wichtige Ansage", dass die Refundierung nach ORF-internen Strukturreformen und Sparmaßnahmen erfolgen soll. "Wir werden jetzt intern mit aller Kraft an diesen Maßnahmen arbeiten", so Wrabetz zur APA am Rande der Nationalrats-Sondersitzung.

Zur Ankündigung Faymanns, dass im künftigen Aufsichtsgremium des ORF keine Parteienvertreter sitzen sollen, wollte Wrabetz "derzeit keine Stellung nehmen". Das werde er dann tun, "wenn die Gesetzesnovelle auf dem Tisch liegt". Der Kanzler habe in Aussicht gestellt, dass der Aufsichtsrat künftig aus "objektiven und unabhängigen Personen" bestehen soll, das sei eine "Ansage, die ernst zu nehmen ist".

Eine Reduktion des Werbeumfangs, wie ihn die Plattform "Rettet den ORF!" und einige Zeitungen in ihrem Manifest gefordert hatten, hält Wrabetz "kurzfristig" angesichts der ohnehin gegebenen Konjunkturkrise nicht für sinnvoll. Langfristig könne dieses Thema "angesprochen" werden.

Alexander Wrabetz wohnte der Sondersitzung des Nationalrats am Dienstag gemeinsam mit seiner Kaufmännischen Direktorin Sissy Mayerhoffer und ORF-Kommunikationschef Pius Strobl als Zuhörer bei. Ebenfalls im Zuschauerraum waren Vertreter des ORF-Zentralbetriebsrates. (APA)

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