Strahlenbelastung

Zurückhaltung bei Computertomographie ratsam

31. März 2009 13:24
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    Foto: feei

    Verglichen mit einer konventionellen Röntgenaufnahme ist die Strahlenbelastung in einem Computertomografen bis zu 1000mal höher.

Studie zeigt Krebsrisiken auf - Häufige CT-Scans möglichst vermeiden

Frankfurt/Main - Ärzte sollten die Computertomographie zurückhaltend einsetzen, denn das strahlungsintensive Verfahren erhöht das Krebsrisiko, wie eine US-Studie bestätigte. Dabei waren sieben Prozent der Teilnehmer Strahlenmengen ausgesetzt, welche eine Tumorgefahr deutlich steigerten. Daher sollten Mediziner den Nutzen der Untersuchungsmethode stets sorgfältig gegen die möglichen Gefahren abwägen, betonten jetzt die Radiologen der Universität Harvard.

CT-Untersuchungen erlauben detaillierte Abbildungen etwa von inneren Organen und sind somit eine wertvolles Instrument zur Diagnostik innerer Verletzungen oder Tumoren. Allerdings geht das Verfahren mit einer enormen Strahlenbelastung der Patienten einher: Konkret trifft den einzelnen Patienten eine um das 100- bis 1.000-fach höhere Strahlendosis als bei einer normalen Röntgenaufnahme. Dessen ungeachtet steigt die Zahl der CT-Untersuchungen stetig an. In Deutschland macht die Computertomographie rund sechs Prozent aller Röntgenuntersuchungen aus.

Krebsrisiko deutlich erhöht

Die Harvard-Mediziner untersuchten nun das Krebsrisiko von mehr als 31.000 Patienten, die sich dem Verfahren im Jahr 2007 unterzogen hatten. Über den Verlauf der vorangegangenen 22 Jahre hatten die Teilnehmer insgesamt mehr als 190.000 CT-Scans durchlaufen, wobei manche Patienten Dutzende Male untersucht worden waren. Jeder siebente Patient war dabei in der Summe Strahlenmengen von mindestens 100 Millisievert (mSv) ausgesetzt, was etwa 1.000 Röntgenaufnahmen der Brust entspricht. Bei etlichen Patienten lag die Belastung sogar noch um ein Vielfaches darüber

Mehr als sieben Prozent der Teilnehmer erreichten solche Strahlenmengen, wodurch das CT-bedingte Tumorrisiko zwischen einem und zwölf Prozent lag, wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Radiology" berechnen. Das durchschnittliche Risiko für eine Krebserkrankung liegt in den USA bei 42 Prozent.

"CT ist ein exzellentes diagnostisches Werkzeug, das in vielen Situationen enormen klinischen Wert hat", sagt Studienleiter Aaron Sodickson. "Entscheidungen über seinen Einsatz sollte den erwarteten klinischen Nutzen gegen die sich ansammelnden Risiken abwägen." Dies gelte vor allem für jene Menschen, die häufig solchen Untersuchungen unterzogen würden. (APA/AP)

 

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16 Postings
www.rauchersheriff.at
Link zum Rauchersheriff
21.06.2009 01:53
@ suboptimal


Der Henker nicht, aber chronisch Kranke,

z. B. Krebspatienten, z. B. mit Mehrfachtumoren!


Aber:
http://www.krebsforum.at/forum/ind... 285.0.html

suboptimal
 
12.04.2009 09:28
wer zum Henker

wird _Dutzende Male_ unter den CT geschickt und warum?

dsgf dfgdfgh
01.04.2009 17:34
Dertail am rande,

was jedoch sehr wichtig erscheint...
das foto ist KEIN CT, das Foto ist ein PET scanner gekoppelt mit einem CT...da ist ein kleiner aber feiner unterschied, der auch in der strahlenbelastung zu tragen kommt

Busson
 
01.04.2009 11:31

Mir fehlt im Artikel, wieviele lebensbedrohliche "Sachen" im CD entdeckt wurden, die den Patienten ihr Leben retteten.

ignazius rummsfeld
01.04.2009 11:18
Das Problem wird seit etwa 5 jahren intensiv diskutiert.

In diesem Zeitraum ist es auch zu einer deutlichen Steigerung der Zahl alternativer Abdomen MRTs gekommen.
Die CT hat aber nach wie vor einige signifikante Stärken, und wird auf Jahre hinaus -verantwortungsbewusst angewandt- eine große Rolle spielen.

Li-Ion
31.03.2009 17:45
Welcome to last week?

Ist das nicht ohnehin schon seit Jahren bekannt?

siliconvalley
31.03.2009 21:37

mir hat ein Radiologe erklaert das sei nicht gefaehrlicher als auf die Innsbrucker Seegrube zu fahren und ein Langstreckenflug wuerde mich weit mehr natuerlicher Strahlung aussetzen ;-)

Ali Ovissi
 
01.04.2009 10:52

Stimmt schonw wenn es sich um ein normales Thorax (Lungen)Röntgenbild handelt, dies entspircht ungefähr der natürlichen Strahlenbelastung wie bei einem Flug Wien-New York.
Zum Vergleich:
Ein oben erwähntes normales Röntgen Thoraxbild entspircht einer natürlichen Strahlenbelastung von 12 Tagen.
Eine Computertomographie(CT) der Lungen enspircht einer nat. Strahlenbelastung von ca. 3 Jahren und der Bauchgegend ca. 4 Jahren.

der famose
01.04.2009 09:00

ja, ja die radiologen. die tabakindustrie hat auch lange bestritten, dass rauchen gesundheitsschädlich ist. radiologen selbst sind sehr zurückhaltend, wenn es darum geht sich selbst oder familienmitglieder ins ct zu legen. da ist immer mr oder us die erste wahl - komisch, wenn es doch so ungefährlich ist.

wurzen sepp
 
01.04.2009 10:07
ich darf darauf hinweisen, dass

die CT im gegensatz zum tabak zumindest einmal einen prinzipiellen positiven zweck hat, der millionenfach bewiesen ist.
strahlendosen sind bei den einschlägigen kongressen immer ein wichtiges thema, werden also von der fachwelt keineswegs auf die leichte schulter genommen.
leider liegt es oft nicht im einflussbereich des radiologen, welche untersuchung er bei welchem patienten aus welchem grund machen muss, im falle eines krassen missverhältnisses muss er halt ablehnen.

Dr. Geiger
31.03.2009 17:22
Das Bild zeigt aber einen Kernspintomographen.

dsgf dfgdfgh
01.04.2009 17:36
SO EIN BLÖDSINN!

schimpfen Sie sich nicht Dr. wenn sie keine ahnung haben

der famose
01.04.2009 08:55

nein, ein pet-ct

Miko9
31.03.2009 17:09
Hab' wegen einer Krebserkrankung auch schon einige CT-Scans hinter mir...

Seit einer Krebserkrankung vor 3,5 Jahren habe ich an die 10 CT- und 2 PET-CT-Untersuchungen hinter mir.
Der eine Krebs scheint weg zu sein und wegen der Röntgenstrahlen kommt dann vielleicht bald ein neuer...

Was für Krebsarten werden durch Röntgenstrahlen besonders begünstigt? Lymphome, Leukemie oder vielleicht ein Lungenkarzinom?

thafritz
31.03.2009 22:05

hi, bin kein mediziner, aber ich denke mal nicht, dass röntgenstrahlung für eine gewisse krebsart besonders prädestiniert ist, da die energie der strahlung leicht zur ionisation von atomen ausreicht, also egal wo und in welcher molekülkette

was ich aber mal von nem arzt gehört hab, ist dass beim erwachsenen menschen die bildung von tumoren bis zu einer sichtbaren größe allein schon 10-20 jahre dauert, also ist es zumindest nicht unmittelbar gefährlich

letztere info würd ich aber nochmal checken, habs auf die schnell nirgends eine bestätigung gefunden

Sogenet
01.04.2009 08:57
Naja, Sarkome wachsen um einiges schneller :-((

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