Mehr Jobsuchende im Deutschland

31. März 2009, 10:36
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Die deutsche Arbeitslosigkeit nahm um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent zu. Vor einem Jahr war sie bei 8,4 Prozent gelegen

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März auf 3,586.000 gestiegen. Das waren um 34.000 mehr als im Februar und um 78.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent zu. Vor einem Jahr war sie bei 8,4 Prozent gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank - Jürgen Weise, sagte: "Der konjunkturelle Abschwung wirkt sich zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm ab, und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt."

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland im März um 69.000 auf 3,401 Millionen gestiegen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 57.000, im Osten um 12.000 zu.

Von November 2008 bis Februar 2009 wurden 1,625 Mio. Beschäftigte zur Kurzarbeit angemeldet. Das ist etwa 26 Mal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum, so die BA. Für März rechnet die Bundesbehörde mit einem neuen Rekord bei Kurzarbeiter-Anträgen. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei mit bis zu 740.000 Anmeldungen zu rechnen, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Allerdings sei noch unklar, ob die Anmeldungen von den Unternehmen auch umgesetzt würden. So habe der Autobauer Opel von etwa 5.000 Kurzarbeiter-Anmeldungen bisher nur 1.000 verwirklicht. (APA)

 

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