S&T-EBIT minus 30 Prozent

31. März 2009, 09:10
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Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister hat 2008 auch weniger Umsatz gemacht

Wien - Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister S&T hat 2008 einen Umsatz von 513,4 (522,2) Mio. Euro gemacht - um zwei Prozent weniger als im Jahr davor. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel um 30 Prozent von 13 auf 9,1 Mio. Euro, bestätigte das Unternehmen am Dienstag vorläufige Zahlen vom Februar. Das Nettoergebnis war mit Minus 0,3 Mio. Euro leicht negativ, nach einem Plus von 3,8 Mio. Euro im Jahr davor.

Die Ergebnisbelastungen resultierten in erster Linie aus Projektsanierungen im ersten Halbjahr, Wechselkursschwankungen und der schwierigen Finanzierung von Großprojekten. Die Gross Margin erhöhte sich von 34 Prozent 2007 auf 39 Prozent 2008 - getrieben vor allem durch das Lösungs- und Servicesgeschäft. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 20 Prozent auf 16,4 Mio. (20,4 Mio.) Euro zurückx.

51 Prozent des Umsatzes habe die S&T Gruppe 2008 mit Lösungs- und Servicesprojekten erwirtschaftet. Das seien sechs Prozentpunkte mehr als 2007 und "ein wesentlicher Schritt bei der Erreichung der strategischen Ziele des Unternehmens". Bis 2011 will S&T circa 60 Prozent des Gesamtumsatzes mit IT-Lösungen und Services erwirtschaften.

Im Geschäftsfeld Managed Services (Infrastruktur Outsourcing und Outtasking) gab es einen Umsatzanstieg von 21 Prozent auf 104,9 Mio. Euro (2007: 86,5 Mio. Euro). Der Umsatz mit Software-Lösungen und IT-/SAP-Beratung (Business Solutions) wuchs um 5 Prozent auf 156,2 Mio. Euro (2007: 149,1 Mio. Euro). Die Steigerungen wurden mit gleichem Mitarbeiterstand wie 2007 erreicht.

Enterprise Systems

Der Geschäftsbereich Enterprise Systems verzeichnete 2008 einen Umsatz von 252,3 Mio. Euro (2007: 286,6 Mio. Euro / -12 Prozent), was "vor allem auf die Wechselkursvolatilitäten im zweiten Halbjahr und den teilweise desaströsen Verfall verschiedener Währungen - vor allem der ukrainischen Hrywnia, des ungarischen Forint und des rumänischen Leu - gegen Jahresende zurückzuführen ist", wie es in der Aussendung heißt.

Rumänien, Ukraine, Kroatien und Japan haben hingegen eine gute Performance gezeigt. Die Region Central habe mit 155,2 Mio. Euro ( Minus 9 Prozent) den höchsten Beitrag zum Gesamtumsatz der Gruppe geleistet, gefolgt von DACH mit 149,3 Mio. Euro ( Plus 6 Prozent). Den größten Umsatzzuwachs gab es - von einem geringengen Ausgangsniveau - in der Region Asia mit Plus 8 Prozent auf 13,0 Mio. Euro. Die Adriatic Region blieb mit 117,0 Mio. Euro stabil, während der Umsatz in der Region East mit 78,9 Mio. Euro (Minus 4 Prozent) aufgrund der Währungsprobleme leicht zurückging. CEO Christian Rosner: "Auf Länderebene haben vor allem Rumänien, die Ukraine, Kroatien und Japan - aber auch etliche kleinere Länder - ausgezeichnete Ergebnisbeiträge geliefert. Die Performance in Russland, der Türkei, in Ungarn und in DACH blieb leider unter unseren Erwartungen."

Die Fertigungsindustrie brachte 33 Prozent (26 Prozent) des Umsatzes ein. Der Umsatzanteil aus dem Finanzdienstleistungsbereich ist von 21 auf 19 Prozent zurückgegangen. von 14 auf 15 Prozent stieg der Umsatzanteil der Handelsunternehmen, von 17 auf 15 Prozent fiel der Anteil der Telekommunikationsanbietern 12 % (2007: 15 %) des Umsatzes kommen aus der Öffentlichen Verwaltung, 6 Prozent (2007: 7 Prozent) aus dem Energieversorgungsbereich. (APA)

 

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