Vater erschoss Verwandte und sich selbst

30. März 2009, 22:37
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Auch ein Baby unter den Opfern - Motiv unklar - Illinois: Vermisste Kinder tot gefunden

Sechs Tote und eine Schwerverletzte - das ist die traurige Bilanz einer Familientragödie in Kalifornien. Ein Familienvater erschoss im Silicon Valley offenbar seine beiden vier und elf Jahre alten Kinder sowie drei Verwandte seiner Frau, darunter ein Baby. Anschließend nahm der 42-Jährige sich selbst das Leben. Seine Frau erlitt bei der Bluttat lebensgefährliche Schusswunden.

In Rivermark, einem schicken Viertel von Santa Clara im Silicon Valley, bot sich der Polizei am Sonntagabend ein Bild des Schreckens: Über das dreistöckige Wohnhaus verteilt fanden die Beamten die Leichen der vierjährigen Tochter und des elfjährigen Sohnes der Familie sowie einer 25-jährigen Frau und ihres zehn Jahre älteren Mannes. Die Verwandten waren aus Indien zu Besuch. Die elf Monate alte Tochter des Paares war beim Eintreffen der Rettungskräfte noch am Leben, starb aber wenig später im Krankenhaus.

Der mutmaßliche Täter lag im obersten Stockwerk - dort hatte er die Waffe nach dem Blutbad offensichtlich gegen sich selbst gerichtet. Seine Frau, die von mehreren Kugeln getroffen wurde, konnte sich noch ins Freie retten, wo sie blutend auf dem Gehsteig zusammenbrach und von einem Nachbarn entdeckt wurde. Was den 42-Jährigen zu der grausigen Tat bewogen haben könnte, war zunächst nicht bekannt.

Vermisste Kinder tot gefunden

Im Bezirk Putnam in Illinois fand die Polizei unterdessen zwei vermisste Kinder tot im Geländewagen ihres Vaters auf. Die Leiche des 40-jährigen Mannes lag gut 50 Meter von dem Auto entfernt. Die beiden sieben und neun Jahre alten Brüder waren seit drei Wochen landesweit gesucht worden. Die Polizei ging davon aus, dass der Vater erst die Buben und dann sich selbst getötet hatte.

Der Mann hatte seine Söhne nach einem Wochenendbesuch am 8. März nicht zur Mutter zurückgebracht. Die Eltern waren seit 2006 geschieden.  (APA/ag.)

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