Türkisches Veto

30. März 2009, 20:07
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Erdogan will Rasmussen als Nato-Chef verhindern

Die Nato wurde 1949 gegründet, um Europa (erfolgreich) gegen den Expansionismus der totalitären Sowjetunion zu verteidigen. Heute steht die Nato in Afghanistan, um das Land (mehr schlecht als recht) gegen die erneute Übernahme durch den totalitären Islamismus zu verteidigen. Nun soll der dänische Premier Anders Fogh Rasmussen Nato-Generalsekretär werden. Doch der türkische Premier Erdogan will ein Veto einlegen.

"Einige islamische Staaten" hätten ihn dazu aufgefordert, weil Rasmussen sich seinerzeit nicht für die Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung entschuldigt hätte. Nun kann man die Nato für notwendig oder nicht notwendig halten, man kann sie kritisieren, aber eines geht nicht - dass das Nato-Mitglied Türkei plötzlich die Karte des "islamischen Beleidigtseins" zieht - und die Meinungsfreiheit außer Kraft setzten will. Erdogan will auch in die EU - wäre dann analog jedes Mal ein Veto oder sonst ein Protest fällig, wenn in irgendeinem Mitgliedsland Islamisches kritisiert wird?

Das Problem ist dabei nicht der Gegensatz Christentum - Islam, sondern die offene Gesellschaft und ein geschlossenes Verständnis von Religion. (Hans Rauscher/DER STANDARD, Printausgabe, 31.3.2009)

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