Österreicherin soll 8600 Euro für mobiles Surfen zahlen

30. März 2009, 18:26
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Mädchen hat 50-MB-Datenpaket zum Surfen um 550 MB überschritten

Eine Niederösterreicherin staunte nicht schlecht, als sie vor kurzem für das von ihrer minderjährigen Tochter genutzte Handy im Netz von Orange eine Abrechnung in Höhe von mehr als 8600 Euro erhielt. Grund: Das Mädchen hatte ihr 50-MB-Datenpaket (monatliche Kosten: zwei Euro) zum Surfen im Internet innerhalb Österreichs kräftig überschritten und 600 MB verbraucht. Dabei verkauft derselbe Provider ein 3-GB-Paket für 20 Euro - Preisdifferenz: mehr als 2000 Prozent.

Auch hohe Kosten im Inland

"Bei der Nutzung von teuren Datendiensten im Ausland sind viele Menschen schon hellhörig geworden, wissen aber nicht, welche Kosten im Inland entstehen", sagt dazu Michael Dunkl von der AK Niederösterreich. Die AK fordert bessere Information bei Vertragsabschluss und eine Unterbrechung der Nutzung von Datendiensten bei überschrittener Datenmenge.

Provider kulant

Orange will sich auf Standard-Anfrage in diesem Fall zwar kulant zeigen, ein "Unterbrechungsservice" sei jedoch nicht angedacht. "Wir gehen davon aus, dass Kunden, die ein solches Paket kaufen, ihr Handy für Webdienste nutzen möchten", sagt eine Unternehmensprecherin. Zur Kostenkontrolle könnten die Nutzer sich in diesen Fällen im Online-Servicebereich informieren oder ihren Kostenstand einmal wöchentlich per SMS schicken lassen. (kat/ DER STANDARD Printausgabe, 31. März 2009)

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