Wiener ÖVP fordert Maß­nahmen gegen Übergewicht

30. März 2009, 17:15
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22,3 Prozent der Wiener Jugendlichen haben zu viele Kilos - Ursachen: Zu wenig Bewegung, falsche Ernährung

Wien - Übergewicht statt gesunder Lebensstil: Viele Jugendliche sitzen offensichtlich lieber vor dem Fernseher als sich zu bewegen. "Fast ein Viertel, nämlich 22,3 Prozent, der Wiener Jugendlichen ist übergewichtig, davon 4,5 Prozent fettsüchtig", zitierte Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, aus der sogenannten Helena-Studie. Deswegen forderte sie bei einem Pressegespräch am Montag Maßnahmen, um die jungen Menschen in punkto Sport und Ernährung zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren.

"Frühe Weichenstellung" wichtig

"Internationale Studien sagen, dass in den nächsten zehn Jahren die Zahl der Übergewichtigen um mehr als 50 Prozent zunehmen könnte", erklärte die VP-Politikerin. Um dieser Problematik gegen zu steuern, sei ihrer Meinung nach eine "frühe Weichenstellung" wichtig: "Prävention sollte bereits in der Kindheit beginnen", so Korosec. Deswegen wünsche sie unter anderem die "gesunde Jause" als Standardangebot in Kindergärten und Pflichtschulen. "In vielen Einrichtungen gibt es Softdrinks und ungesunde Snacks zu kaufen", sagte sie.

Sportstätten attraktiver machen

Weiters sei es wichtig, für Jugendliche den Sport attraktiver zu machen. "Sportstätten und Grünflächen müssen mehr kontrolliert und gepflegt werden", forderte Sebastian Kurz, Landesobmann der Jungen VP. Viele seien nämlich verunreinigt, verwahrlost und somit für die Nutzung nicht attraktiv. Um den Ausbau der unterschiedlichen Angebote koordinieren zu können, bedürfe es eines Sportstättenkonzepts sowie die Wiedereinrichtung eines Jugendgesundheitsbeauftragten.

Vorbeugung statt medizinischen Maßnahmen, das sei laut Korosec beim Thema "Übergewicht" gefragt und kritisiert die Stadt Wien: "Statt mehr für Prävention zu tun, zahlt man lieber später teure Spitalsbehandlungen." Überhaupt sei die Betreuung von Betroffenen sehr kostenintensiv: Schon heute zahle man für die Betreuung eines Fettsüchtigen mehr als für die Nachbehandlung von Krebs, so die Gesundheitssprecherin. Deswegen urgierte sie Initiativen in Richtung richtiger Ernährung, mehr Bewegung und Stärkung der Eigenverantwortung. (APA)

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