Behörden nehmen islamische Uiguren ins Visier

30. März 2009, 16:15
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Schließung verbotener Schulen und Razzien in Häusern

Peking - Die chinesischen Behörden gehen in der Provinz Xinjiang im Westen des Landes nach Berichten uigurischer Aktivisten gegen nicht genehmigte islamische Schulen vor und durchsuchen Privathäuser. Das scharfe Durchgreifen in der Stadt Hotan dauere schon seit fünf Wochen an und diene dem Zweck, öffentliche Proteste vor dem 60. Jahrestag des Einmarsches kommunistischer Truppen in Xinjiang im August zu unterdrücken, erklärte ein Sprecher des Welt-Uiguren-Kongresses mit Sitz in Deutschland am Montag. Sieben Schulen seien geschlossen und 39 Menschen festgenommen worden.

Ein Sprecher der KP in Hotan bestritt die Schließung von Religionsschulen und Festnahmen. Allerdings seien einige unerlaubte religiöse Aktivitäten gestoppt und verbotene Bücher, Computerdateien und Audiokassetten beschlagnahmt worden, hieß es.

In der Provinz Xinjiang lebt das Turkvolk der Uiguren. Diese sind überwiegend muslimisch und wehren sich seit Jahren gegen Unterdrückung durch Peking. Bei den Anschlägen mutmaßlicher uigurischer Separatisten wurden während der Olympischen Spiele im vergangenen Jahr in Xinjiang 33 Menschen getötet. (APA/AP)

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