Europas Umbrüche im Mittelpunkt

30. März 2009, 16:03
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Kurzfilmfestival zeigt unter anderem Filme an Häuserfassaden der Dresdner Innenstadt

Dresden - Beim 21. Filmfest Dresden stehen die revolutionären Ereignisse 1989 in Europa im Mittelpunkt. In sieben Sonderprogrammen laufen dazu Kurzfilme unter anderem aus Polen, Ungarn, der Slowakei, Großbritannien und Deutschland, teilten die Veranstalter am Montag mit. Das Projekt "A Wall Is A Screen" soll zudem Filme, die vor 20 Jahren relevant waren, an Häuserfassaden der Dresdner Innenstadt projizieren. Zum Auftakt des Festivals vertonen junge Musiker aus Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa Kurzfilme, in denen die politische Wende jener Tage thematisiert wird. Nach vier Jahren Pause beschließt wieder ein Filmball das Festival.

Erstmals stehen auch Trickfilme nur für Kinder auf dem Programm: 26 Streifen werden zu sehen sein, darunter "Der kleine Maulwurf" und "Rübezahl". Auch "der erste Kinderfilmball der Welt" sei geplant. Dazu kommt ein Familienprogramm mit etwa zehn Filmen.

2134 Bewerbungen aus 75 Ländern

Um die acht Goldenen Reiter konkurrieren 70 Filme, 2134 Bewerbungen aus 75 Ländern wurden eingereicht. 43 Produktionen sind in den sieben internationalen Wettbewerben des Festivals zu sehen, 27 in den fünf nationalen. Einer der Exoten ist der kirgisische Regisseur Akjoltoy Bekbolotov, dessen Land damit zum ersten Mal vertreten ist. Mit Reto Caffi (Schweiz) und Runar Runarsson (Island) sind aber auch zwei bereits "Oscar"-Nominierte am Start.

Mit mehr als 60.000 Euro Preisgeld gilt das Filmfest Dresden als am höchsten dotiertes Kurzfilmfestival in Europa. Der Filmförderpreis der Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) ist allein mit einer Prämie von 20.000 Euro verbunden. Das für Kurz- und Animationsfilm relevante Festival wurde 1989 gegründet. 2008 gab es mit rund 21.000 Besuchern einen Rekord. (APA)

 

Info:
14.bis 19. April
Filmfest Dresden

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