Konsumentenstudie

Österreicher essen zu viele "schlechte" Fette

30. März 2009, 14:24
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    foto: apa/guenter r. artinger

    Je nach körperlicher Aktivität soll der Mensch zwischen 30 und 35 Prozent Fett zu sich nehmen

Unilever-Studie zeigt große Unsicherheiten und Wissenslücken der Bevölkerung im Umgang mit Fetten

Wien - Die österreichischen Konsumenten nehmen jährlich zu viel Fett und gleichzeitig zu viele gesättigte Fettsäuren zu sich. Sie sehen sich widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen ausgesetzt und sind sich der Bedeutung von Fett für den Körper nicht ausreichend bewusst. Das ist das Ergebnis einer Unilever Konsumentenstudie, die am Montag bei einer Pressekonferenz präsentiert wurde.

Aufklärungsbedarf gegeben

Laut der Konsumentenstudie ist der überwiegenden Mehrheit der Befragten (90 Prozent) zwar bewusst, dass pflanzliche Fette gesünder als tierische sind. Jedoch wissen nur wenige über mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ihre cholesterinsenkende Wirkung Bescheid.

Grundlage für die Studie war eine einwöchige im Jänner durchgeführte Befragung von 500 haushaltsführenden Personen ab 18 Jahren. Nahezu alle Teilnehmer (97 Prozent) waren der Meinung, dass sie ihre Gesundheit über ihre Ernährung beeinflussen können. Dass der Körper einige Fette nur durch Essen erhält, wussten 86 Prozent. Hingegen war aber nur 25 Prozent bekannt, dass täglich 30 Prozent ihrer Ernährung aus Fett bestehen soll. 

Verwirrt von "guten" und "schlechten" Fetten

Geht es dann um die verschiedenen Arten und die Unterscheidung von "guten" und "schlechten" Fettsäuren, so fühlen sich 58 Prozent verwirrt und sagen, dass es zu viele widersprüchliche Informationen und Empfehlungen gibt. 62 Prozent der Befragten haben zwar schon einmal etwas von essenziellen Fettsäuren gehört, aber nur 27 Prozent konnten den Begriff auch erklären.

Gesättigte Fettsäuren und Transfette bewirken eine Steigerung des Cholesterinspiegels im Körper und gefährden das Herz. Gegenteilig wirken mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren: Sie fördern eine Senkung des Cholesterinspiegels und fördern somit die Gesundheit. Diese Fettsäuren sind in Pflanzenölen, Nüssen und Samen sowie Produkte, die darauf basieren, enthalten.

Je nach körperlicher Aktivität soll der Mensch zwischen 30 und 35 Prozent Fett zu sich nehmen, so Ibrahim Elmadfa, Vorstand des Instituts für Ernährungswissenschaften der Universität Wien. Dieser Tagesbedarf soll sich aus nicht mehr als zehn Prozent gesättigten, sieben bis zehn Prozent mehrfach ungesättigten und weniger als ein Prozent Trans-Fettsäuren zusammensetzen. Der übrige Energiebedarf kann mit einfach ungesättigten Fettsäuren erfüllt werden. Neben dem Überschuss an "schlechten" Fetten essen die Österreicher aber auch beinahe ausreichend "gute". Elmadfa: "Eine Verbesserung wäre wünschenswert, um verstärkt Herz- und Gefäßerkrankungen vorzubeugen." (APA/red)

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12 Postings
Liebe_voll
00
10.6.2010, 13:39
eine richtige Alternative dazu ...

sind kalorienarme Rezepte, z.b. zu finden auf:
www.gesund.co.at/gesund/Ge... ienarm.htm

iohui
10
16.12.2009, 16:47
jetzt bin ich auch verwirrt.

ich dachte 30 % der kalorien sollen aus fett stammen.
jetzt erfahr ich dass 30 % der nahrung aus fett bestehen soll.
das heisst dass ich viel zu wenig fett esse. seit jahren schon. au weia.

wenn wir ausreichend gutes fett essen, müsste der überschuss an schlechtem fett eigentlich unschädlich gemacht sein, sonst wär das gute ja nicht ausreichend sondern zu wenig.

bei so viel wirrem zeug wärs am notwendigsten mal die kenntnisse der ernährungsexperten abzufragen und diese entsetzlichen wissenslücken dort zu schliessen.

cal9
00

"Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtenergie aus Fetten aufzunehmen; das sind etwa 80 bis 90 Gramm Fett;"
Quelle: http://www.meduniqa.at/Magazin/E... nselixier/

Der Patientenfighter
01

bei studien, die von konzernen designt werden, wäre ich immer sehr sehr skeptisch.

werwolfi
04
15.4.2009, 02:09

unilever?? das kann ja wohl nur ein scherz sein...

die wollen vermutlich irgend eine ihrer diätmargarinen pushen.

ich trau mich wetten, dass eine ernährung mit biobutter, -rahm und -obers (mit augenmaß) und kaltgepressten (bio)ölen *wesentlich* gesünder ist als der ganze becel-dudarfst-quimiq-weißdergeierwasnoch-quatsch...

goldstandard
02
13.4.2009, 17:55
Die Fettprodukte von Unilever

haben aber in einer gesunden Ernährung nichts verloren. Nicht raffinierte, kaltgepresste Öle sind wichtig!

goldstandard
00
13.4.2009, 17:39
Kooperiert Elmadfa jetzt mit Unilever?

Bezieht Elmadfa Honorare von Unilever?

A. Wegener
01
Mehr Info

Eine Doku zum Thema Fett gibt es am Karfreitag, den 10. April 2009, um 19 Uhr auf ARTE.



mika33
00
31.3.2009, 09:58
Das Thema ist ja schon so ein alter Hut ...

Mad_Professor
00
30.3.2009, 22:50
Ist hier das Kannibalismus-Forum über "Schlechte Fette"?

Wurli63
07
30.3.2009, 21:20
Desinformation und fehlende Aufklärung

"Eine Verbesserung wäre wünschenswert, um verstärkt Herz- und Gefäßerkrankungen vorzubeugen."

Solange uns die Industrie z.B. Margarine als gesund und ranzige, chemisch raffinierte Olivenöle als "Extra Vergine" verkauft (und die EU-Lebensmittelkontrollore keinen Auftrag/Lust haben, diese Machenschaften aufzudecken bzw. abzustellen), bleibt es leider jedem selbst überlassen, sich umfassend zu informieren. Mühsam, aber es lohnt sich!

ranchorelaxo
04
30.3.2009, 17:54

unilever macht eine studie zum thema gesundheit...?
lauter "tolle und g´sunde" produkte von unilever gibts ja bis zum abwinken:
http://www.unilever.com/brands/in... px?topic=1
pfff...na dann, wie gewohnt weitermachen und weiterhin keine unilever produkte kaufen!
kopfschüttel

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