BIP der OECD-Länder geht um 4,3 Prozent zurück

30. März 2009, 13:56
3 Postings

OECD revidiert laut Generalsekretär Gorria eigene Prognose

Rom - Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der OECD-Länder wird 2009 um 4,3 Prozent zurückgehen. Dies betonte der Generalsekretär der OECD, Angel Gurria, der am Montag in Rom am G-8-Gipfeltreffen der Arbeitsminister teilnimmt. Die Prognosen sind im Ausblick der OECD enthalten, die am Dienstag veröffentlicht werden. Im letzten im November veröffentlichten Ausblick hatte der OECD noch mit einem BIP-Rückgang im Jahr 2009 von 0,4 Prozent gerechnet.

Bei dem dreitägigen Treffen der Arbeitsminister der G-8 werden Sozialmaßnahmen zur Eindämmung der Krise diskutiert. "People first" lautet der Slogan des Gipfeltreffens unter der Leitung des italienischen Arbeitsministers Maurizio Sacconi. Nach dem ersten Gesprächstag erweitert sich die G-8 auf die Arbeitsminister von China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Ägypten. Zu den Teilnehmern zählt die OECD, der Internationale Währungsfonds IWF und die UNO-Arbeitsagentur ILO.

"Die Wirtschaftskrise droht immer mehr zu einer sozialen Krise zu werden. Daher wollen wir über einen globalen Pakt zur Reform der Wohlfahrtssysteme diskutieren, um den Kreis der Personen, die von den sozialen Schutzmaßnahmen profitieren können, maximal zu erweitern. Uns ist bewusst, dass der Mensch in dieser Krise immer mehr in den Vordergrund gerückt werden muss", erklärte Sacconi.

Laut den im Jänner vom internationalen Arbeitsbüro (BIT) veröffentlichten Prognosen wird sich in den Jahren 2008 und 2009 die Zahl der Arbeitslosen weltweit um 51 Millionen erhöhen. (APA)

Share if you care.