Aga-Kröten ging es an den Kragen

30. März 2009, 13:20
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Tausende der giftigen Amphibien auf sanfte Weise getötet - nachdem kontrolliert wurde, dass darunter keine einheimischen Frösche sind

Sydney - Tausende der giftigen Aga-Kröten, die in den 1930er-Jahren als Vernichter von Schädlingen nach Australien gebracht wurden und sich seitdem unaufhaltsam ausbreiten, sind von der Bevölkerung in Queensland lebend gesammelt und anschließend auf "humane Weise" getötet worden. Der "Toad Day Out" wurde als Festtag begangen und wurde auch seitens lokaler Politiker unterstützt. Seit Jahren bemühen sich die Behörden darum, die riesigen Krötenbestände, die immer stärker zunehmen, einzudämmen. Die Tiere mussten zwecks Identifizierung lebend und unverletzt zu den Sammelstellen gebracht werden. Dabei sollte sichergestellt werden, dass keine Frösche dabei sind. Anschließend wurden sie eingefroren oder in Plastiktüten mit CO2 getötet, berichtet die "Time".

Angesichts der fehlenden Fressfeinde konnten sich die bis zu 26 Zentimeter langen und bis zu 2,5 Kilogramm schweren Aga-Kröten nach ihrer Einfuhr großräumig ausbreiten. Sie verlagern die Außengrenze ihres Lebensraums jährlich um 40 bis 50 Kilometer, aus den ursprünglich einigen tausend eingeführten Kröten sind Schätzungen zufolge mittlerweile über 100 Millionen Tiere geworden. In einigen Landesteilen zählen die Kröten gar zu den häufigsten Wirbeltierarten. Versuche, die Ausbreitung der Amphibien zu stoppen, sind bisher erfolglos geblieben. Die Aga-Kröten fressen praktisch alles, was kleiner ist als sie selbst - von Insekten, kleinen Reptilien, Säugetieren, andere Amphibien bis hin zu Vögeln. Jährlich produzieren die weiblichen Tiere 20.000 Eier.

Unterstützung für Aktion

Die Kröten sind aber auch eine Gesundheitsbedrohung, da sie zahlreiche Krankheiten übertragen können. Das Gift ist allerdings nur dann gefährlich für den Menschen, wenn es verschluckt wird - in abgeschwächter Dosis wird daraus sogar eine psychedelische Droge gewonnen. Der Politiker Shane Knuth aus Queensland, ein langjähriger Kämpfer gegen die invasive Krötenart, hatte den "Toad Day Out" ins Leben gerufen. "Da die Reproduktionsrate der Tiere so hoch ist, können ein paar tausend Tiere weniger das Ende von ein paar Millionen bedeuten", so Knuth. Die Überreste der getöteten Tiere werden als Düngemittel für die Zuckerplantagen verwendet. Auch seitens der Royal "Society for the Prevention of Cruelty Against Animals" gab es Applaus zu dieser Aktion.

Für die australischen Politiker ist die Bekämpfung von invasiven Arten eine Notwendigkeit. Knuth will sogar soweit gehen, jedem, der eine lebende Aga-Kröte bringt, eine Kopfgeldprämie von 20 Cent auszuzahlen. Der "Toad Day Out" soll zu einer landesweiten Aktion ausgebaut werden, so der Politiker. Erst im Vorjahr haben Forscher der University of Sydney entdeckt, dass immer mehr Krokodile beim Verschlingen der Kröten an deren Gift sterben.  (pte/red)

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    Krötengewimmel an den Sammelstellen - danach erwartete sie der Tod.

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