Sonja Ablinger als Vorsitzende bestätigt

30. März 2009, 11:59
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Neben Neuwahl waren Armutsvermeidung von Frauen und Quote bestimmende Themen der Frauenkonferenz

Linz - Oberösterreich sei ein Entwicklungsland, wenn es um Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, Bildungs- und Karrierechancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie - sprich: Chancengleichheit geht, konstatierten die SP-Landesfrauen bei ihrer Konferenz am Samstag in Mauthausen. Eine aktive Gleichstellungspolitik sei daher die entscheidenden Zukunftsfrage der Politik, meinte Nationalrätin Sonja Ablinger, die in ihrer Position als Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen OÖ bestätigt wurde. 

Mehr Frauen in die Politik

Zur Umsetzung einer frauengerechten Politik in Oberösterreich brauche es mehr Frauen in der Politik - im Land ebenso wie in den Gemeinden. Darüber waren sich die Bundesfrauenvorsitzende Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, EU-Abgeordnete Maria Berger, Frauen-Landesrätin Silvia Stöger und der Bürgermeister von Mauthausen, Thomas Punkenhofer in einer Talkrunde einig. Das sei auch der Grund, warum die SPÖ Oberösterreich 300 Frauen mehr für die aktive Mitarbeit in den Gemeinderäten gewinnen will.

Listenplätze an Frauen

Von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gab es Lob für die Erfüllung der Frauenquote bei der Listenerstellung für die anstehenden EU-Wahlen am 7. Juni. Hier kämpfe die SPÖ mit ihren PartnerInnen in den anderen europäischen Ländern für ein sozialeres Europa, das nicht nur die Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt: "Dazu brauchen wir die Unterstützung der Frauen", betonte EU-Abgeordnete Berger und verwies darauf, dass bei den Sozialdemokraten auf den ersten sechs Listenlistenplätzen vier Frauen an wählbarer Stelle kandidieren. 

Feuerwehrpaket gegen Krise

Weiteres Thema der Konferenz war die Armutsvermeidung von Frauen. Man muüsse eine Art "Feuerwehrpaket" schnüren, das Frauen davor bewahrt, die großen Verliererinnen der Krise zu werden, was den SPÖ-Frauen zufolge mit frauenspezifischen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, der Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 75 Prozent, der Abschaffung der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe und 1200 Euro Mindestlohn wie auch Mindestsicherung gelingen soll. 

Kostenose Kinderbetreuung

Landesparteichef Erich Haider strich einmal mehr hervor, dass sich die SPÖ Oberösterreich nicht mit dem Gratis-Kindergarten zufrieden gibt und weiterhin Druck machen werde, damit auch Tagesmütter und Krabbelstuben kostenfrei werden. Auch die Forderung nach einem kostenlosen Mittagstisch erneuerte Haider. (red)

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