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"Österreich droht eine gesellschaftspolitische Katastrophe: Der ORF ist ein Sanierungsfall und wie noch nie zuvor in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht. Der Untergang des öffentlich-rechtlichen ORF, etwa in Form seiner Zertrümmerung und Privatisierung, wäre nicht wiedergutzumachen.
Der ORF ist eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Institutionen Österreichs. Er ist ein unersetzlicher Partner für Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Er ist eines der wenigen Medien österreichischer Identität, kaum ein anderes kann seine Aufgaben übernehmen. Er ist der unverzichtbare Partner der österreichischen Filmindustrie und fast aller Sparten des Kulturlebens. Er ist eines der wenigen Massenmedien, die nicht nur eine nationale, sondern auch eine übernationale Rolle spielen. Zumindest sollte er das alles sein und tun. Dies ist der öffentlich-rechtliche Auftrag.
Die Hauptursachen des ruinösen Zustandes sind: Führungsposten wurden und werden nach parteipolitischen und nicht nach fachlichen Gesichtspunkten besetzt. Dadurch wurde und wird eines der komplexesten Unternehmen vielfach von heillos überforderten Leuten geführt. Aus dem gleichen Grund fehlt es auch in den Aufsichtsgremien an fachlicher Kompetenz. Hätten sie ihrer gesetzlichen Aufgabe entsprochen (z.B. bei der Anstellung von 1400 Mitarbeitern), wäre ein betriebswirtschaftlicher Unsinn zu verhindern gewesen. Der Betriebsrat verteidigt den gegenwärtigen Zustand.
Der ORF ist von innen nicht mehr sanierbar. Nur ein neues Gesetz mit radikalen Personal- und Strukturmaßnahmen kann seine Zukunft sichern. Die große Koalition plant ein neues Gesetz. Jedoch retten den ORF nicht kosmetische "Reformen" mit neuen Leuten, die es wiederum nicht können. Es bedarf faktisch einer Neugründung, die dem legendären Rundfunkvolksbegehren der unabhängigen Presse Österreichs entspricht, das in den 60er Jahren nach dem Vorbild der britischen BBC den öffentlich-rechtlichen ORF schuf.
Die wichtigsten Inhalte des erforderlichen Gesetzes sollten sein:
Der ORF muss gesundschrumpfen, um zu überleben.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk wird im Ausland vorwiegend durch Gebühren und nicht durch Werbung finanziert. Die Werbung mit ihrem Quotendruck widerspricht vom Prinzip her öffentlich-rechtlichem Selbstverständnis und verwischt die Unterscheidung von kommerziellen Programmen. Würden Bund und Länder für den ORF einen ähnlichen Aufwand erbringen wie für Theater, Opernhäuser usw., so müssten sie nur auf jenes Drittel an ORF-Gebühren verzichten, das sie bekanntlich kassieren. Die Gebührenbefreiungen sind jedenfalls vom Bund dem ORF zu ersetzen. Eine Reduzierung der Werbung wäre mit den geschilderten Maßnahmen möglich. Die kommerziellen Sender würden von dieser Maßnahme profitieren.
Die Plattform "Rettet den ORF!" fordert Regierung und Parteien auf, die Unabhängigkeit des ORF besonders in personalpolitischer Hinsicht zu respektieren. Bund und Länder gehen mit dem ORF um, als gehörte er ihnen. Die interessierte Öffentlichkeit liest von personellen Vorstellungen der großen Koalition, eine neue parteiengenehme Führung zu installieren, deren fachliche Qualifikation keinesfalls den notwendigen Anforderungen entspricht. Es gibt aber in- und außerhalb des ORF geeignete Führungspersönlichkeiten.
Die Plattform ist jederzeit zu fachlichen Gesprächen über ein Sanierungsgesetz bereit. Sie wird demnächst die Eckpunkte eines neuen Rundfunkgesetzes veröffentlichen. Die Plattform vertritt keine persönlichen oder parteipolitischen Interessen, besteht aus unabhängigen Fachleuten und ist überparteilich zusammengesetzt. Diese Aktion möchte Österreich die Schande einer medialen Zukunft ersparen, wie sie in postkommunistischen Staaten oder im Berlusconi-Italien herrscht.
Das Proponentenkomitee der Plattform "Rettet den ORF!"
Kurier, DER STANDARD, Die Presse, Wirtschaftsblatt, Kleine Zeitung, Oberösterreichische Nachrichten, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Vorarlberger Nachrichten, Falter, Die Furche.
Hugo Portisch, Journalist und Autor, Erfinder des Rundfunkvolksbegehrens;
Gerd Bacher, Journalist;
Kurt Bergmann, Journalist;
Trautl Brandstaller, Journalistin und Schriftstellerin;
Andrea Breth, Regisseurin;
Barbara Coudenhove-Kalergi, Journalistin;
Alfreda Fiala, Medienmanagerin;
Hubert Gaisbauer, Mitbegründer von Ö3 und Ö1;
Brigitte Hamann, Historikerin;
Andre Heller, Künstler;
Peter Huemer, Journalist und Historiker;
Gerhard Jagschitz, Historiker;
Udo Jesionek, Präsident a.D. des Jugendgerichtshofes;
Jochen Jung, Verleger;
Heinrich Keller, Jurist;
Wolfgang Kos, Historiker;
Johannes Kunz, ORF-Informationsdirektor a.D.;
Wolfgang R. Langenbucher, Kommunikationswissenschaftler;
Konrad Paul Liessmann, Philosoph;
Robert Menasse, Schriftsteller;
Alfred Noll, Rechtsanwalt;
Elisabeth Orth, Schauspielerin;
Alfred Payrleitner, Journalist und Schriftsteller;
Gustav Peichl, Architekt;
Anton Pelinka, Politikwissenschaftler;
Peter Radel, Jurist, kaufmännischer Direktor ORF a.D.;
Helga Rabl-Stadler, Präsidentin Salzburger Festspiele;
Bernd Schilcher, Rechtswissenschaftler, Schulexperte;
Paul Schulmeister, Journalist;
Franz Schuh, Schriftsteller;
Gerhard Vogl, Journalist
Anfang Juni legt der ORF in einer Klausur fest, wo 2014 75 Millionen gekürzt werden. 30 für Befreiungen von Gebühren verweigert die Republik vorerst. Über eine weitere Resolution für die Refundierung streiten die Stiftungsräte
Freie sollen vor allem lohnsteuerpflichtige Honorare mit Sozialversicherung erhalten, ihre prekäre Entlohnung etwas verbessert werden
Ex-Skirennläufer Schönfelder und Musical-Paar Shaki/Perman weiter - Bis zu 870.000 ZuschauerInnen am Freitag dabei
Boston Consulting referiert ORF-Forderungen (laut ORF) als "Kernergebnisse" ihrer Strategiearbeit - Versorgungsauftrag: Social Media, Mobile und Crossmedia-Vermarktung - Mehr Onlinewerbung
Er fände es dennoch "richtig", wieder "bei so etwas Großem mitzumachen
Das Ergebnis (EGT) der ORF-Mutter lag im ersten Quartal bei minus 10,4 Millionen Euro und damit um 3,4 Millionen besser als geplant
Wehdorn nach STANDARD-Infos: Kompatibel mit Denkmalschutz - ORF im ersten Quartal 2013 über Plan: Herbstevent fix - Wo fehlende Gebühren ORF helfen
Mit zwölfeinhalb Minuten Redezeit liegt Österreichs ältester Jungpolitiker in den drei wichtigsten TV-Nachrichten vorn
ORF-Generaldirektor gegen festgelegte Quote für bestimmte Programmbereiche
Neues Telekommunikationsgesetz kommt - ORF-Techniktochter will der Media Broadcast Konkurrenz machen
Der Frauenanteil in ORF-Debatten stagniert. Weil sie zu passiv sind, sagt Robert Stoppacher. Weil der ORF zu lasch ist, sagt die Grüne Judith Schwentner
Prominente interpretieren ab 12. Mai immer sonntags die sieben Hauptlaster
Steigende Arbeitslosigkeit für das zweite Halbjahr erwartet - Angespannt aufgrund ORF-Gebührenrefundierung
Im Vergleich deutlich mehr Zuschauer bei Salzburg-Wahl - Durchschnittlich 421.000 Zuschauer
Reaktion: "Wir müssen jeden verfügbaren Euro in originäres österreichisches Programm investieren"
Programmbeiträge in Fernsehenund Radio von Freitag bis Sonntag
Kleinerer und unabhängiger Stiftungsrat, Verlängerung der Gebührenrefundierung, Haushaltsabgabe und Einbindung in Newsroom-Planungen
Gerfried Sperl antwortet auf Armin Wolfs Gastkommentar über die Reform des ORF
Sie war bisher für das Online-Angebot des ORF-Landesstudios Wien verantwortlich
ORF-Chef Wrabetz will "brachliegendes Familiensilber" verkaufen - 20 bis 30 Prozent des Einsparungsziels durch Einmalerlöse - Deutliche Quotenrückgänge will er "genau analysieren"
Das Programm beschäftigt derzeit Medienbehörde und Bundeskommunikationssenat
Landesstudios sollen in Tochtergesellschaften umgewandelt werden
Kürzung der Filmförderung "würde mir nicht als besonders vorausschauend erscheinen" - VÖZ trommelt weiter für Leistungsschutzrecht
Auch künftig am Wochenende zu sehen - 25-jähriges Jubiläum mit Tag der Landesstudios am kommenden Samstag
Der ORF sollte sich auch in der Fernsehsparte nachdem Standard richten, den Ö1 im Radiobereich vorgelegt hat. Nur ein TV-Programm nach Ö1 Qualitätsvorbild rechtfertigt die Gebühren!
Weiters muss es im ORF TV wieder verstärkt Sendezeit für österreichische Kulturschaffende aller Sparten (Musik, Film, Theater, Bildende Kunst, Nachwuchsförderung....) geben.
hatte vor einigen Jahren, als er als Dritter nicht zurücktrat, sondern die Macht bekam, den Plan geschmiedet, dem ORF so richtig eine in die Pappn zu hauen. Er holte sich auch einen Herrn Bacher, der ihm mit anderen "Weisen" ein Paket für ein Gesetz schnürte, welches neben anderen Umständen den ORF nun dorthin gebracht hat, wo er jetzt ist, nämlich auf gut deutsch in der Scheißgossn.
Sich jetzt als einer der Proponenten zur Rettung des ORF aufzuspielen, dazu braucht man wirklich Chuzpe.
Respekt einem Greis, nach dessen Ära es ja sowieso keiner mehr gekonnt hat.
Entweder Staatsfunk-ORF mit "Bildungsauftrag" (das Wort ist zwar wie unsere Neutralität schwer ausgehöhlt....) und Politik drinnen mit allen Vor- und Nachteilen
Oder Privatsender, mit viel mehr Werbung, viel Besseren und gleichzeitig viel schlechteren Sendungen, aber ohne direkten politischen Interventionen.
Oder halt alla Österreich : HYBRID: Wie derzeit die ASFINAG oder die ÖBB, net FISCH net FLEISCH. Geld vom Staat aber kein Mitsprache/Kontrollrecht desselben !??
um handfeste politische Themen geht, entpolitisiert sein?? Jeder Mensch hat politische Interessen und selbst bei besten Willen lassen sich Sozialisation und eigenes politische Verständnis nicht so einfach beiseite schieben. Selbst bei radikalster Askese, beim Versuch nur mehr Objektivität und Unabhängigkeit walten zu lassen, werden dieser nur Wenige fähig sein (sollte aber ein Muss in der journalistischen Ausbildung und Ausübung sein).
Ein Leitungsgremium einer öffentl. Insitution hat daher von Vertretern der Öffentlichkeit bestellt zu werden, ist also eine höchst polit. Aufgabe. Personalbestellungen sollte aber immer und nur im Konsens der Nationalratsparteien getroffen werden und weder ein Mehr- noch ein Minderheitsrecht sein!
Die anderen haben nachgeholt.
ORF ist stehengeblieben:
-Unterhaltung: Fad. Farblos. Voller Wiederholungen und (schlechter) Nachahmungen.
-Information: tendenziell, pseudounterhaltsam (provinzielles Infotainment), präpotent.
-Kultur: zu hoch oder zu tief. Keine Mitte.
-Sport: passt, aber überbewertet.
Lokales: funktioniert halbwegs gut im infobereich
Konkurrenz: Keine Gebühren!
Fazit:
Seherschwund, Einnahmenschwund, Finanzloch.
sehen die proponenten der rettungsplattform schon ggn. dem medienstaatssekretär und dem orf-general recht alt aus. ist zwar kein qualitätskriterium, aber die ehrenwerten proponenten scheinen darauf vergessen zu haben, dass demokratie ohne fussvolk eine matte sache ist. ach so: um demokratie gehts hier gar nicht, oder was?
...dass gerde ältere (reifere ?) Menschen auch etwas mehr Abstand zu Alltagsproblemen haben können und gerade deshalb von einer Metaebene aus diese besser betrachten können und vielleicht eher die angemesseneren Lösungen finden können?
auf einige reifere menschen trifft das was sie schrieben bestimmt zu. andere werden mit dem alter noch engstirniger und verbohrter und wieder andere erleben eine art altersweisheit. hierbei kann keine eindeutige aussage getroffen werden.
aber dass menschen mit zunehmendem alter reformfreudiger werden, wird seltenst beobachtet.
ich bin sogar alt genug um das aus eigener erfahrung zu wissen;-). aber dass sich ein selbst ernanntes komitee zur rettung des fernsehens (fast?) nur aus über 50jährigen (wirklich sehr ehrenwerten menschen) zusammensetzt, finde ich mal wieder typisch für diese habsburgerei um macht und medien.
treffen sich im marchfelderhof und sanieren auf einladung vom bacher, bei ein paar glaserln pommery den orf. huemer und bergman am nachbartisch rufen rüber: "jo des moch ma! i ruf no zwa, drei an und dann schreibt uns da menasse wos zam"
eine neugründung ist wohl von nöten, aber nicht mit diesen damen und herren.
der demokratisch legitimiert ist. die abschaffung des publikumsrates und die einführung eines reinen fachleutegremiums geht in die falsche richtung. genau so könnte man sagen: spart euch die wahlen und lässt die manager regieren, weil die fachleute können es am besten. man sieht, was dabei heraus kommt.
Wenn du Staatsfunk mit -in Österreich - sehr stark ausgeprägtem Interventionswesen haben willst, dann bitteschön. Man müßte sich fragen: Muß der Staat Rundfunk oder TV machen oder dort seine Hände extrem drinnnen haben ? Neindanke.
Die andere Ausformung wäre -wie in Italien - Zentral-Privat gelenkter Berlusconi-Wahnsinn: Auch Neindanke.
Also Vielfalt in die Medienlandschaft und keinen riesigen Zentral-staatsfunk !
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