Innenministerin setzte Pornos auf Spesenliste

30. März 2009, 16:27
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Ehemann konsumierte Filmchen in gemeinsamem Privathaus - Premier Brown lehnt Rücktritt Jacqui Smiths ab

London - Weil sie die Kosten für zwei Porno-Filme zunächst auf die Spesenliste setzte, ist die britische Innenministerin Jacqui Smith am Sonntag in die Kritik geraten. Sie habe mit den Internet-Gebühren versehentlich auch die Erstattung ihrer Fernseh-Gebühren beantragt, erklärte Smith. Die Fernseh-Gebühren beinhalteten die Kosten für die Porno-Filme, die sich offenbar Smiths Ehemann in dem gemeinsamen Privathaus in Redditch ansah.

Als ihr der Irrtum bewusstgeworden sei, habe sie die zuständige Parlamentsbehörde umgehend informiert. Sie werde die Gebühren vollständig zurückzahlen, erklärte Smith, die den Fehler bedauerte.

Die britische Zeitung "Sunday Express" zitierte einen Freund der Familie mit den Worten: "Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass sie wütend auf ihren Mann ist". Die beiden Porno-Filme schlugen dem Bericht zufolge mit je fünf Pfund (5,39 Euro) zu Buche.

Brown verteidigt Smith

Premierminister Gordon Brown lehnte einen Rücktritt Smiths ab und stärkte ihr den Rücken. Sie habe das Richtige getan und das Geld zurückgezahlt, als ihr der Fehler aufgefallen sei. "Die Innenministerin verrichtet vorzügliche Arbeit, und die Sache sollte nicht davon ablenken, was sie macht, um die Öffentlichkeit zu schützen und unsere Nachbarschaft sicher zu machen", sagte Brown am Montag in London.

Smith steht noch wegen einer weiteren Spesenabrechnung unter Beschuss. Sie soll Mietkosten in Höhe von rund 125.000 Euro geltend gemacht haben, während sie bei ihrer Schwester wohnte. Der Fall wird derzeit von einem Ausschuss des britischen Parlaments untersucht. (APA/Reuters)

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    Unter Druck: Innenministerin Jacqui Smith mit ihrem Chef Gordon Brown

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