Faszinierend elektrisierend

glu, 29. März 2009, 16:57
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    foto: erockit

    Führerschein und Helm sind Pflicht bei dem extravaganten Fahrrad namens eROCKIT.

Rad fahren ist super. Motorrad fahren ist auch nicht schlecht. Die elektrisierende Mischung aus beidem ist atemberaubend

Ein Steirer sorgt in Berlin gerade für Aufsehen. Dort zeigt Stefan Gulas Interessenten seine eROCKIT: eine Mischung aus Fahrrad und Elektro-Motorrad. Wohlfeile 28.900 Euro soll das extravagante Fahrrad kosten. 2009 werden in einer Kleinserie zehn Stück davon produziert. Zum Vergleich: Die Elektro-Enduro Quantya kommt mit Straßenzulassung auf 9690 Euro.

Die eROCKIT unterscheidet sich aber deutlich von allen anderen Elektro-Konzepten. Bei der eROCKIT gibt man nämlich nicht normal Gas, bei der eROCKIT tritt man in die Pedale. Über die treibt man einen Generator an, der Strom an die Akkus liefert. Gleichzeitig gibt die Tritt-Frequenz an, wie stark der Elektromotor das Hinterrad antreibt. Mit einer vollen Akku-Ladung und festem Treten kommt man so um die 80 Kilometer weit, verspricht der Hersteller.

Wer ordentlich anstrampelt, torpediert die eROCKIT in weniger als fünf Sekunden auf 50 km/h. Das sind Werte, für die man, so gelassen sitzend, sonst zumindest eine 125er-Reiben braucht. Die 80 km/h Höchstgeschwindigkeit von eROCKIT und 125er sind wohl ebenfalls vergleichbar. Deswegen braucht man fürs Fahren mit der eROCKIT auch einen Führerschein und einen Helm. Also nehmen wir, der Einfachheit halber, einmal schnell die Yamaha YZF-R125 zum Vergleichen her. Die kleine Supersportlerin aus Japan leistet mit 15 PS um fast 4 Gaulkrafteinheiten mehr als die eROCKIT. In Sachen Drehmoment aber spielt der E-Motor seine Stärke aus. Schafft die benzinbetriebene Vollverkleidung 12 Newtonmeter, strampelt man mit dem Elektro-Rad ein Drehmoment von satten 75 Newtonmetern ans Hinterrad.

Nicht von einer 125er, aber von einer 80 Kubik-Crosser sind die Upside-Down-Gabel mit einem Durchmesser von 45 Millimetern, die Felgen, die 4-Kolben-Festsättelbremsen und die 220er-Wave-Bremsscheiben. Die Bremshebel sind dann wieder ganz Fahrrad montiert: Links bremst man das Vorderrad, rechts das Hinterrad. Ein dritter Hebel dient der
Bremsenergie-Rückgewinnung. Auch typisch Drahtesel sind der Sattel und die Tretkurbel. Für Tret-Heroen ist das Gewicht der eROCKIT ungewöhnlich: 114 Kilogramm, obwohl für den „Human-Hybrid", wie Gulas sein Fahrrad nennt, viel Karbon umgesetzt wird. Unterm Karbon verstecken sich die Akkus. 336 Lithium-Ionen-Akkus befeuern den Gleichstrom-Bürstenmotor. Ein Ladevorgang an der normalen Steckdose dauert bis zu vier Stunden. Für 100 Kilometer braucht man in etwa so viel Strom, wie man um einen Euro kaufen kann. Der eingebaute Generator liefert durch die Tritt-Energie während der Fahrt zusätzlich Energie für den Antrieb.

Mit der eROCKIT schrumpfen innerstädtische Distanzen, wie wenn man statt der genagelten Bock Sieben-Meilen-Stiefel überstreift. Richtig lustig wird es, wenn man bedenkt, dass man mit diesem Fahrrad ganz normal auf der Autobahn fahren kann. Wird sicher ein mords Hallo sein, wenn die ersten Radlfahrer, auf der Tangente, ohne vorher Handzeichen zu geben, die Autos rechts überholen. Die Akkuladung jener Mobiltelefone, die einem wild gewordene Autobesitzer nachwerfen, könnte man über einen noch zu erfindenden Adapter vielleicht zum Betreiben eines Boosters nutzen... (Guido Gluschitsch)

Informationen:
erockit.net/

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Linus Tintifax
00
28.5.2009, 15:59
kleiner irrtum lieber guido

"Über die treibt man einen Generator an, der Strom an die Akkus liefert. Gleichzeitig gibt die Tritt-Frequenz an, wie stark der Elektromotor das Hinterrad antreibt"...derzeit gibt's das feature zum aufladen der akkus per pedal nicht, ist aber geplant. ergo steuert man derzeit nur einen generator dessen steuerspannung dem emotor sagt wie viel power er freisetzen soll (quell:reuters-tv). ansonsten ein witziges aber leider heillos überteuertes spielzeug :)

da klane ferdi
01
26.4.2009, 18:10
dreißig tausender?!

haben die sich überlegt, wieviel das in echtem geld ist?

maxauthority
00
27.4.2009, 11:30

30 tausender in echtem geld. In falschem geld ca. 400.000, aber zum glueck gibts das ja nicht mehr.

da klane ferdi
00
27.4.2009, 20:04

jetzt haben sie aus meinem ohnehin schon eher öden schmäh komplett die luft rausgelassen.

ist auch keine art nicht.

Außerirdischer
00
Was schenk ich einem Millionär, der schon alles hat?

rough_rider
00
30.3.2009, 15:22
faszinierend sinnlos

aber alle welt berichtet (seit gut nem jahr) darüber.


Klein Hirn
00
30.3.2009, 14:56
Die "Quantya" schaut sehr interessant aus

Ist jemand schon einmal mit dem Ding gefahren?

Guido Gluschitsch
 
02
30.3.2009, 14:58
Aber natürlich:

http://tinyurl.com/dz7p5u

glu

Klein Hirn
00
30.3.2009, 15:12
Sehr interessant ;o)

Danke für den Link!

human ic
00
30.3.2009, 13:43

so teuer und dann hört der kotflügel dort auf wo der hintern anfängt ?

zol ex
00
30.3.2009, 13:12

ja, ich weiß schon, seltsame "gas"-pedale (gas is definitiv ein falsches wort beim elektromotor), aber trotzdem will sich die assoziation mit einem fahrrad einfach nicht einstellen.

Martin Schmidt
00
30.3.2009, 12:26
ned bös sein....

...aber ich nehm mal an, dass die knappen 29.000,-- nur der preis des prototypes sind und ned der reguläre oder? wenn ja, sag ich nur: Danke Nein.

Da kauf ich ma lieber ne Goldwing um des Göd.

Klein Hirn
00
30.3.2009, 14:50
Soweit ich das gehört und gelesen habe

ist es nicht der Preis des Prototypen, sondern der Preis für ein "Serienbike". Somit kann man das Teil vergessen.

haarspalter
00
30.3.2009, 12:15

*gähn*

das ding kenn ich schon seit einem jahr.

naja, wenigstens hat sich der autor diesmal seines bikerjargons enthalten und verständliche infos geliefert.

Sky Marshall Omar Anoke
00
30.3.2009, 12:09

Die Energie kommt aus der Steckdose, da die Geschwindigkeit nicht aus den Pedalen kommt. Oder meint der Erfinder ernsthaft, das man nachdem die Akkus leer sind, hunderte Kilometer mit eine 10x so schweren Fahrrad fährt. Wozu also die Pedale?

black jack
00
29.5.2009, 20:10

De facto ist das ein E-Moperl bei dem es keinen üblichen Gasgriff gibt sondern durchs Treten das Gas reguliert wird. Die Stromerzeugung durchs Treten (die Pedale sind nicht mit dem Antriebsrad wie beim Fahrrad verbunden sondern mit einem Generator) dürfte auch eher mau sein. Ein reiner Designergag das Ding.

radikal
01
30.3.2009, 10:52
28.900 Euro

und dafür darfst auch noch treten
damit das ding fährt

DAS dienstfahrzeug für politikerInnen

Miguel Rodrigez
00
30.3.2009, 10:14
Endlich eine preiswerte Alternative!

ganz weit weg
00
29.3.2009, 21:04

interessant - zumindest als "proof of concept" ...

die 45er gabel vorne - deren *notwendigkeit* muss mir aber mal wer erklaeren

Guido Gluschitsch
 
00
30.3.2009, 12:13
114 Kilogramm Eigengewicht

brauchen schon eine ordentliche Dämpfung...

glu

Tussitherapeut
00
31.3.2009, 15:35

ja, das ist natürlich ein argument... ich frag mich bis heute, wie zb. eine R1 mit einer 43er gabel auskommt.

Sky Marshall Omar Anoke
00
30.3.2009, 12:11

Designentscheidung - Man kauft immer nur nach Aussehen.

FFluXXuSS
01
29.3.2009, 22:12
der kann nicht nur starten wie eine 125er,

muss auch so verzögern, wenn ständig reingetreten wird ~~~

krosser pruter
00
29.3.2009, 20:51
black i-pod on wheels

El J
24
29.3.2009, 19:49
Gähn

Zu teuer.

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