Iranische Experten assistieren bei Raketenstart

29. März 2009, 13:47
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Rüstungsfachleute sollen bereits vor Wochen eingetroffen sein

Tokio - Zur Vorbereitung des Starts einer nordkoreanischen Rakete sind einem Zeitungsbericht zufolge iranische Experten nach Pjöngjang gereist. 15 Raketen-Experten aus dem Iran seien bereits Anfang März in dem kommunistischen Staat eingetroffen, berichtete die japanische Zeitung "Sankei Shimbun" am Sonntag unter Berufung auf informierte Kreise.

Nordkorea hat offiziell zwischen dem 4. und 8. April den Start eines Kommunikationssatelliten - mit Hilfe einer Trägerrakete - angekündigt. Die USA, Japan und Südkorea fürchten dagegen, das Land wolle eine Langstreckenrakete testen. 1998 hatte Nordkorea mit dem Abschuss einer Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1 eine internationale Krise ausgelöst.

Reichweite bis USA

Nach Einschätzung der USA könnte bei dem Anfang April geplanten Versuch Nordkoreas eine Rakete vom Typ Taepodong-2 eingesetzt werden. Diese hatte Pjöngjang bereits im Juli 2006 erfolglos getestet. Sie hat eine theoretische Reichweite bis zur Westküste der USA. Die Regierung in Tokio hatte der Armee am Freitag den Abschussbefehl für die nordkoreanische Rakete erteilt, falls diese Kurs auf Japan nehme. Die USA haben bereits Kriegsschiffe in die Gewässer vor Japan verlegt und Nordkorea gedroht, den UNO-Sicherheitsrat anzurufen.

Der Iran hatte am 2. Februar mit einer Safir-2-Rakete erfolgreich seinen ersten Satelliten ins All befördert. Der Westen befürchtet, das Land könne diese Technologie zur Entwicklung seines Raketenprogramms nutzen. Außerdem steht der Iran im Verdacht, heimlich an einer Atombombe zu bauen. (APA)

 

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