Serbien bleibt auf Kurs

29. März 2009, 01:12
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Mit einem 3:2 in Rumänien wurde die Tabellenführung in der Gruppe 7 ausgebaut - Ribery rettet Frankreich in Litauen

 Wien - Serbien liegt weiter voll auf Kurs für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. In Österreich-Gruppe 7 siegte die Mannschaft von Trainer Antic am Samstag in Rumänien 3:2 und führt die Tabelle mit 12 Punkten aus fünf Spielen mit drei Zählern vor Litauen an, das eine 0:1-Niederlage gegen Frankreich hinnehmen musste.  Für die Rumänen hingegen scheint das Rennen um die WM-Teilnahme bereits vor dem Duell am Mittwoch in Klagenfurt mit Österreich zu Ende. Mit vier Punkten liegt man nun hinter dem ÖFB-Team (ebenfalls vier Zähler aus ebensovielen Partien) auf nur auf Platz fünf.

In Constanta waren die Gäste durch Milan Jovanovic per Abstauber bereits in der 18. Minute in Führung gegangen. Die Rumänen offenbarten danach Schwächen bei Standardsituationen. Der von Nemanja Vidic bedrängte Dorel Stoica (44.) köpfelte kurz vor dem Pausenpfiff ins eigene Tor zum 0:2-Halbzeitstand. In Halbzeit zwei nützte nach zwischenzeitlichem rumänischen Anschluss durch Stuttgart-Legionär Marica (50.) Ivanovic das Chaos in der rumänischen Defensive nach einem Eckstoß zum 1:3 (59.). Unglücksvogel  Stoica (74.) gelang nach einem Freistoß von Adrian Mutu noch der Anschluss, der Ausgleich blieb den drängenden Rumänen vor den Augen der ÖFB-Spione Willi Ruttensteiner und Ernst Weber jedoch verwehrt.

Trotzdem zeigten die von Kapitän Adrian Mutu angeführten Hausherren das Ende ihrer WM-Träume vor Augen Kampfgeist. Stuttgart-Legionär Ciprian Marica (50.) traf nach idealer Vorarbeit von Mutu zum 1:2, Unglücksvogel Dorel Stoica (74.) nach einem Freistoß des Fiorentina-Stürmers per Kopf. Im Finish drückten die Rumänen, bei denen der erst kürzlich eingebürgerte Maximilian Nicu noch nicht zum Einsatz kam, vergeblich auf den Ausgleich.

In Kaunas erzielte auf winterlich gezeichnetem Geläuf Franck Ribery in der 67. Minute mit einem sehenswerten Treffer aus rund 20 Metern das Tor zum Pflichtsieg der Franzosen im ersten von zwei aufeinanderfolgenden Duellen mit Litauen.

"Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns, es war ein gutes Match", erklärte Ribery nach gewonnener Partie. "Jetzt müssen wir am Mittwoch nachlegen." Ähnlich äußerte sich der noch immer nicht aus der Kritik gekommene Coach Raymond Domenech. Überraschend hatte der wegen seiner Extravaganzen berüchtigte Coach  Peguy Luyindula anstelle von Karin Benzema beginnen lassen. (red)

ERGEBNISSE, Gruppe 7

Rumänien - Serbien 2:3 (0:2). Constanta, Tore: Marica (50.), Stoica (74.) bzw. Jovanovic (18.), Stoica (44./Eigentor), Ivanovic (59.)

Rumänien: Lobont - Contra, Tamas, Stoica, Rat - Costea (63. Bucur), Radoi, Cocis (77. Niculae), Codrea (46. Tanase) - Marica, Mutu

Serbien: Stojkovic - Ivanovic, Vidic, Dragutinovic, Obradovic - Krasic, Stankovic, Milijas, Jovanovic (62. Jankovic) - Zigic, Pantelic (65. Subotic)

Litauen - Frankreich 0:1 (0:0). Kaunaus, Tore: Ribery (67.)

Litauen: Karcemarskas - Semberas, Dedura, Skerla, Savenas (65. Ivaskevicius) - Cesnauskis (85. Mikoliunas), Danilevicius, Sernas, Klimavicius - Panka (81. Poskus), Cesnauskis.

Frankreich: Mandanda - Sagna, Gallas, Squillaci, Evra - Diarra, Toulalan, Gourcuff (78. Nasri), Ribery - Henry, Luyindula (64. Benzema)

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    Nemanja Vidic (M) und die Kollegen Branislav Ivanovic (li) und Nicola Zigic können sich nach dem serbischen Erfolg in Rumänien schon ein bisschen auf die WM freuen.

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