Luftfrachtbranche spricht von "nie dagewesenem Einbruch"

28. März 2009, 13:09
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"Der Spiegel": Afrikanische Frächter trifft Krise am härtesten

Frankfurt/Main - Der Abwärtstrend des Luftfrachtverkehrs hält 2009 nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" verstärkt an. Obwohl die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten bereits reduziert hätten, hätten sich im Februar alle Frachtmärkte einer extrem niedrigen Nachfrage als Konsequenz des eingebrochenen internationalen Güterhandels ausgesetzt gesehen, wie die International Air Transport Association in ihrem neuesten Branchenbericht laut "Spiegel" schreibt.

Am härtesten habe der Nachfrageeinbruch afrikanische Frächter getroffen, deren Transportmenge im Vergleich zum Vorjahresmonat um über 30 Prozent gefallen sei. Asiatische Gesellschaften, die den größten Teil des Frachtverkehrs übernehmen, verzeichneten danach ein 25-prozentiges Minus. Der europäische Markt sei um 23 Prozent eingebrochen. Bereits seit Juni 2008 nimmt der Luftfrachtverkehr immer stärker ab, er gilt unter Ökonomen als Frühindikator für die weltwirtschaftliche Entwicklung.

Kein Trend zur Verbesserung

Lufthansa Cargo, die weltweit zweitgrößte Luftfrachtfluggesellschaft, "sieht bisher keinen Trend zur Verbesserung", sagt ihr Sprecher Nils Haupt. Im Februar lag der Frachtnutzladefaktor, ein Indikator für die Auslastung der Maschinen, trotz bereits reduzierter Kapazitäten bei nur noch 59,5 Prozent, hieß es. "Historisch gesehen sind wir bei einem nie dagewesenen Einbruch", sagte Haupt. (APA/dpa)

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