Rom würdigt einen seiner größten Kaiser

29. März 2009, 17:41
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Vespasian brachte dem Reich nach der Ära Neros seine Stabilität zurück - große Ausstellung im Colosseum

Rom - Rom gedenkt in einer umfassenden Ausstellung Kaiser Vespasians, des Erbauers des Colosseums und Begründers der flavischen Dynastie. Anlass der Schau im Colosseum ist der 2000. Geburtstag des Kaisers, der als einer der bedeutendsten Herrscher des Römischen Reiches gilt. Kaiser Vespasian ging aus einem Thronstreit nach dem Tod Neros als Sieger hervor und regierte zehn Jahre lang als bescheidener und toleranter Herrscher, der dem Reich wieder Stabilität verlieh. Danach ging die Macht an seine Söhne Titus und Domitian über.

In den Bogengängen des Colosseums, dessen Bau Vespasian zwischen 69 und 79 nach Christus veranlasste, reihen sich Marmorbüsten der Flavier-Dynastie an filigran gearbeitete Grabsteine und eine in Stein gemeißelte römische Stadtkarte. Zur Finanzierung seiner Projekte ging Vespasian innovative Wege - unter anderem führte er eine Latrinensteuer ein. Das damit in Verbindung gebrachte Sprichwort "pecunia non olet"/ "Geld stinkt nicht" geht allerdings nicht direkt auf Vespasian zurück.

In mehreren Etappen rekonstruiert die Ausstellung den Aufstieg Vespasians vom einfachen Soldaten zum Kaiser und die Entwicklung der Dynastie des römischen Herrschergeschlechts der Flavier. Gezeigt wird ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung Roms und den kulturellen Aufschwung des Römischen Reiches. Einige der Ausstellungsstücke, die bisher in den Kellerräumen des Colosseums verwahrt wurden, sind zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen. Neben den politischen und kulturellen Entwicklungen unter der Herrschaft der Flavier werden die architektonischen Leistungen Vespasians und seiner Söhne dargestellt. Die Ausstellung ist bis zum 10. Jänner 2010 zu sehen. (APA/dpa/red)

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    Das Colosseum stellt sich ganz ins Zeichen seines einstigen Bauherrn

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