Fuchs Petrolub streicht weltweit etwa jede zehnte Stelle

27. März 2009, 16:45
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Mannheim - Der deutsche Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub will 2009 wegen der Wirtschaftskrise etwa jede zehnte seiner weltweit 3.855 Stellen streichen. In Deutschland soll die Zahl der Mitarbeiter von zuletzt 1.094 um sieben Prozent sinken, wobei das Unternehmen grundsätzlich auf die natürliche Fluktuation und auf Aufhebungsverträge setzt. Es werde auch "die ein oder andere betriebsbedingte Kündigung" geben, "aber das ist der kleinere Anteil", sagte der Vorstandschef der Fuchs Petrolub AG, Stefan Fuchs, am Freitag in Mannheim.

Für das Gesamtjahr werden wegen der weltweiten Rezession Rückgänge bei Umsatz (2008: 1,39 Mrd. Euro), Ergebnis vor Zinsen und Steuern (2008: 171,7 Mio. Euro) und Nachsteuerergebnis (2008: 110,3 Mio. Euro) erwartet.

Die ersten beiden Monate des laufenden Geschäftsjahres 2009 verliefen nach Darstellung des Unternehmens "in hohem Maße unbefriedigend". Die Kunden reduzierten weiter ihre Vorräte und bestellten wegen der eigenen schlechten Lage weniger. "Man kann generell - durch alle Regionen und Produktgebiete - Rückgänge verzeichnen", sagte Fuchs mit Blick auf die Umsätze. Nach Angaben von Finanzvorstand Alexander Selent setzte sich damit der Trend des vierten Quartals 2008 fort.

Angesichts dieser Entwicklung werde das Unternehmen seine Struktur an eine "etwas ruhigere Periode im Vertrieb anpassen", sagte Fuchs. Man sei aber zuversichtlich, dass der Konzern aus der Situation "gestärkt" hervorgehe und halte auch nach Zukäufen Ausschau.

Ein Großteil des geplanten Stellenabbaus werde in der ersten Hälfte des Jahres erfolgen, sagte Fuchs. Einige Mitarbeiter in Deutschland gingen in Rente, andere in Mutterschutz, zudem gebe es befristete Verträge und freiwillige Aufhebungsverträge. An Werksschließungen werde derzeit nicht gedacht.

Im Geschäftsjahr 2008 stieg der Umsatz um unter anderem wegen Preiserhöhungen um 2,1 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 12 Prozent auf 171,7 Mio. Euro. Der Nachsteuergewinn ging um 8,3 Prozent auf 110,3 Mio. Euro zurück. (APA/dpa)

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