Besucherplus im erweiterten Ars Electronica Center

27. März 2009, 15:07
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Dennoch stehen Personalabbau und Sparmaßnahmen an

Linz - Das zu Beginn von Linz Europäische Kulturhauptstadt 2009 eröffnete, neugestaltete und erweiterte Ars Electronica Center (AEC) kann in den seither vergangenen drei Monaten ein deutliches Besucherplus verzeichnen. Auch die Zahl der Führungen ist stark erhöht werden. Das teilte das AEC in einer Presseaussendung am Freitag mit.

In den drei Monaten nach der Eröffnung wurden fast 55.000 Besucher registriert. Darin enthalten sind 12.500, die an den drei "Open Days" anlässlich der Eröffnung gekommen sind. Ein Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres ist nur bedingt aussagekräftig. 2008 befand sich das AEC in einem Ausweichquartier und verzeichnete dort im gleichen Zeitraum 8.893 Besucher. 2006 - als sich das AEC noch ein komplettes Jahr lang in seinem alten Haus befand - wurden in den zwölf Monaten insgesamt 85.000 Besucher gezählt. Es war das bis dahin besucherstärkste Jahr des Museums der Zukunft.

Führungen und Veranstaltungen

Heuer wurden rund 1.200 Führungen durchgeführt. Für April und Mai sind bereits weitere 888 gebucht. Im ersten Quartal des Vorjahres waren es hingegen 366. Darüber hinaus konnte sich das neue Haus zuletzt mit 41 externen Veranstaltungen als Veranstaltungslocation etablieren. Unter anderem waren PriceWaterhouseCoopers, SAP, Akzo Nobel, Philipp Morris und die Industriellenvereinigung bereits zu Gast. Bis in den Frühsommer hinein ist das vom Ars Electronica Center betriebene Sky Loft bereits an gut jedem zweiten Werktag vergeben. Für den kaufmännischen Geschäftsführer Diethard Schwarzmair hat diese Nachfrage einen "Mehrwert, weil wir damit nicht nur Einnahmen lukrieren, sondern gleichzeitig die Chance haben, uns im Rahmen dieser Veranstaltungen potenziellen Besuchern zu empfehlen."

Überschattet ist die positive Entwicklung der Besucherzahlen davon, dass der Generalunternehmer über die für die Erweiterung des Hauses vorgesehenen 30 Mio. Euro hinaus weitere 1,96 Mio. für Mehrleistungen fordert. Darüber hinaus war das AEC wegen eines Wirbels um die Dienstverhältnisse seiner Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten sowie, weil im heurigen Jahresbudget von 14 Mio. Euro 2,3 Mio. fehlen. Das Geld soll nun durch Personalabbau und Sparen bei betrieblichen Aufwendungen hereingebracht werden, neue Projekte sollen zusätzliche Einnahmen bringen. (APA)

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