New Yorker Kunsthändler als mutmaßlicher Millionenbetrüger

27. März 2009, 13:32
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Galerist soll Kunstwerke verkauft haben, die er gar nicht besaß

New York - Der New Yorker Galerist und Kunsthändler Lawrence Salander wurde am Donnerstag festgenommen und des Betrugs in der Höhe von umgerechnet 64,7 Millionen Euro angeklagt. Seinen Kunden soll er seit 1994 Kunstwerke verkauft haben, die er nie besaß, teilweise sogar an mehrere Käufer gleichzeitig. Unter den 26 geschädigten Käufern ist auch Ex-Tennis-Profi und Kunstsammler John McEnroe, den Salander um 1,47 Millionen Euro gebracht haben soll.

Als Besitzer einer mittlerweile geschlossenen Kunstgalerie in Manhatten mit hochkarätiger Kundschaft spezialisierte sich der 59-jährige Salander auf Renaissance-Kunst. Neben dem Verkauf von Kunstwerken wickelte er für seine Kunden auch Investitionen ab, die Werke sollten dann weiterverkauft und der Gewinn geteilt werden. Bei einem derartigen Deal habe etwa McEnroe Beteiligungen an zwei Werken von Arshile Gorky erworben - die es allerdings nie gab, wie Staatsanwalt Robert Morgenthau erklärte. Sollte Salandar, der sich mit seinen Einnahmen in den vergangenen Jahren einen luxuriösen Lebensstil finanzierte, schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft. (APA)

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