EU-Medienworkshop

Die EU - das fremde Wesen

27. März 2009, 16:29
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    Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, zu Gast beim Medienworkshop.

EU-Insider Richard Kühnel versuchte Ordnung ins EU-Wirrwarr zu bringen

Verwirrte Touristengesichter auf Straßburgs Ausflugsbooten sind nicht selten. Und auch in den Brüsseler Straßen hört man manch Unkundigen fragen, in welchem der vielen Glasbauten denn "die EU" nun wirklich ihre Büros hat. Dass es "die" einheitliche, die externe "EU" nicht gibt, muss auch Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, regelmäßig predigen. Und das beginnt bei der Tatsache, dass es eben mehrere EU-Organe gibt, dass der Europarat nichts mit der EU zu tun hat oder, dass die Regierungen der Mitgliedsstaaten genauso die EU sind.

So und so ähnlich erklärte er das auch den SchülerInnen des sechsten EU-Medienworkshops, die es bedauerten, "politische Bildung" nicht als eigenes Unterrichtsfach zu haben. Vor allem in dieser Tatsache sahen die Jugendlichen zwischen 15 und 18 den Grund, warum sich "der durchschnittliche Jugendliche"  im EU-Dschungel so gar nicht zurecht findet. Schülerin Joana bezweifelte sogar, dass es Sinn macht, das Wahlalter bei EU-Wahlen auf 16 zu senken. "Leute in unserem Alter interessieren sich halt eher für Parties am Wochenende, als für trockene EU-Politik".

Konjunkturpakete und rechte Parteien

Dass die Anwesenden von dieser Einschätzung auszunehmen sind, machte die darauffolgende Diskussion mit Richard Kühnel deutlich. Das Thema, das den Jugendlichen besonders am Herzen lag, war eindeutig die aktuelle Wirtschaftskrise. Hier durchleuchteten die SchülerInnen vor allem die unterschiedlichen Maßnahmen auf EU-Ebene und stellten zur Diskussion, ob utopisch hohe Konjunkturpakete nicht auch ein Risiko darstellen können. Das sei eine der Kernfragen in der aktuellen Krise, so Kühnel. Sicher sei, dass "die Schuldenlast uns auf alle Fälle lange Zeit" begleiten wird.

Auch stellten Workshop-Teilnehmer die Befürchtung in den Raum, dass Xenophobie und Fremdenfeindlichkeit in wirtschaftlich kritischen Zeit noch stärkeren Zuwachs bekommen würden. Die EU-Agentur für Menschenrechte, so versichert Kühnel, beobachte diesen Umstand sehr genau. Wichtig sei es auch aus seiner Sicht, die Asyl- sowie die Migrationspolitik in den Mitgliedsländern zu vereinheitlichen, um die unterschiedlichen Standards anzupassen.

Sanktionspolitik

Von einer Sanktionspolitik gegen Länder, die fremdenfeindliche oder rechts stehende Parteien in der Regierung haben, hält Kühnel wenig, bevor man nicht die Regierungsarbeit dieser Parteien bewertet habe. Auch in Österreich hätte man die Sanktionen des Jahres 2000 nach der Beleuchtung der Regierungsarbeit ausgesetzt. Sollte allerdings ein EU-Mitgliedsland gegen EU-Verträge verstoßen, könnte sich Kühnel sogar vorstellen, das Land von Mitspracherechten zu suspendieren.

Nach der lebendigen Diskussion zu den unterschiedlichsten Themen vertrauten die anwesenden Jugendlichen schon eher darauf, bei der EU-Wahl eine kompetente Stimme abgeben zu können. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 173
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Zelten!
01
23.4.2009, 17:16
hier sind anscheinend

die Strachschen Inkompetenzler im Rudel eingefallen ...

ilster
10
24.4.2009, 10:46

Sie sind offensichtlich blind vor EU-Gehorsam. Hier geht es nicht um irgendwelche Parteien sondern um die undemokratische Vorgehensweise der EU.

Man schreibt den Österreichern eine Lebensweise vor, die ihre Bundesverfassung ändert und Sie dürfen nicht - wie in der Bundesverfassung vorgeschrieben - darüber abstimmen.

Zelten!
00
29.4.2009, 15:58
ach

alle, die nicht Ihrer Meinung sind, bezeichnen Sie als blind?

typische Einstellung der Hysteriker

ich stehe nicht auf der PAyroll der Eu, also muss ich auch nicht 'gehorsam' sei; es reicht völlig, das Hirn einzuschalten und nicht jedem dahergelaufenen EU-Kritiker zu glauben!

webinformationat
11
13.4.2009, 17:11
VERTRG VON LISSABON: ÖSTERREICH VERLIERT EIGENSTAATLICHKEIT UND NEUTRALTÄT WEITGEHEND!

EU-DIKTATUR: Vereinfachtes Vertragsänderungsverfahren ermöglicht die Änderung des Vertrages - ohne Zustimmung der nationalen Parlamente.

Schaffung von neuen Kategorien von Eigenmitteln: Es können EU-Steuern eingehoben werden - ohne Zustimmung nationaler Parlamente!

Befugniss zur Kompetenz: Die EU kann sich selbst die Rechte verschaffen, die sie zur Schaffung aller Ziele der EU braucht - ohne Zustimmung der nationalen Parlamente!

Österreich hat ohne Volksabstimmung ratifiziert. Wenn der Vertrag von Lissabon gültig wird ist nurmehr der Austritt aus der EU das letzte Mittel, um einen neuen Vertrag zu begründen.

Zelten!
21
23.4.2009, 17:02
Schmarrn!

hätten Sie das 1994 geschrieben, wäre mehr dran gewesen als heute

aber Sie wissen ja: direkte Demokratie, Mitbestimmung, etc >>> 66,x% pro

das müssen Sie wohl respektieren ...

achtung-start
10
24.4.2009, 10:53
Wenn Sie schon 1994 etwa von der Politik mitbekamen, dann wüßten Sie, dass die Österreicher von allen Seiten getäuscht wurden.

Die Krone titelte: Neutralität bleibt und Schilling bleibt. SPÖ-Politikerin Ederer: Jeder wird um 1000 Schilling mehr in der Tasche haben.

Es waren sich alle einig: Kirche, Gewerkschaften. Der Motor was der Industriellenverband.

Schon 1992 stand aber die gemeinsame Währung fest.

webinformationat
10
24.4.2009, 00:19

Die Menschen habe dieser Entwicklung nicht zugestimmt.

Manatees
01
24.4.2009, 09:12
Sind Sie

der "Menschenvertreter" und massen sich an für "die Menschen" zu sprechen?

webinformationat
10
24.4.2009, 11:34

Ich bin Angestellter und kann lesen.

Zelten!
00
29.4.2009, 16:00
na dann wurden vielleicht SIE getäuscht

ich jedenfalls nicht!

@achtung-start:
ich weisse nicht, wieviel Sie verstehen/verstanden haben; ich durfte jedenfalls mitstimmen und bin immer noch froh über den Ausgang; ich masse mir allerdings nicht an - wie sämtliche hysterischen Kritiker - für ALLE zu sprechen

kardinal
11
11.4.2009, 21:12
NEIN ZU DIESEM ZENTRALSTAAT EU, DER FÜR DIE MÄCHTIGEN UND REICHEN GESCHAFFEN WIRD:

Das Volk wird mit Teilzeitarbeit "belohnt" und darf sich über explodierende Preise beklagen. Heere von Arbeitssuchenden von allen möglich Ländern streunen herum.

Es bilden sich neue "Arbeitsstriche" (Obi/Triesterstraße)
Einbrüche und Überfälle explodieren und es werden sehr nachhaltig neue Schulden gemacht. Eine Freude für unsere Kinder!

ALLES NÜTZT NICHTS - WIR MÜSSEN UNS DAGEGEN WEHREN !

Zelten!
01
23.4.2009, 17:03
Schmarrn hoch2!

webinformationat
00
24.4.2009, 10:59

Wer bestimmt über unser Leben? Hr. Adamovich? Oder Hr. Öhlinger? Oder Hr. Meyer? Oder Hr. Schachtschneider? Oder Hr. Murswiek? Oder Hr. Klecatsky?

Oder wir selbst?

Alle Experten sollen für den Diskurs beitragen, aber das letzte Wort in Sachen Grundrechte muss beim Volk bleiben. Denn das Recht geht vom Volke aus und nicht vom Hrn. Fischer oder sonst irgendeinen Organ.

Zelten!
00
29.4.2009, 16:02
Grundrechte

gutes Beispiel: die Europäische Grundrechtecharta, die in vielen, insb in den Sozialen Grundrechten weiter geht als die EMRK, wird endlich mit Lissabon verbindlich

lesen Sie das Solange II-Urteil des deutschen BfVG, wenn Sie schon deutsche Staatsrechtler zitieren ...

webinformationat
00
29.4.2009, 19:35

Wir haben einen viel besseren Grundrechtetext: nämlich die Charta der Vereinten Nationen.

achtung-start
10
24.4.2009, 10:53

Den Scharren können Sie sich sparen. Argumente wären angebracht.

Zelten!
00
29.4.2009, 16:02
ist das eine Selbstaufforderung?

siehe oben!

webinformationat
11
Der Vertrag von Lissabon schreibt den "Freihandel" vor: Der Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb" (Art. 97b (119) AEUV) verpflichtet die Mitgliedstaaten, also zur globalen wirtschaftlichen Integration.

Diese Regelung verbietet den Mitgliedstaaten jeden Schutz einheimischer Produkte, obwohl solche Maßnahmen je nach Wirtschaftslage und je nach Einzerfall notwendig und darum von dem wirtschaftsverfassungsrechtlichen Sozialprinzip geboten sein kann und jedenfalls nicht durch einen Vertrag der Europäischen Union für die Mitgliedstaaten gänzlich ausgeschlossen werden darf.

Zelten!
01
23.4.2009, 17:08
stimmt ja überhaupt nicht Herr Schramm!

und wie man sieht, können Sie die von Ihnen kritiserte Bestimmung nicht einmal richtig zitieren ...

Art 119 Abs 1 AEUV lautet als ganzes nämlich
"Die Tätigkeit der Mitgliedstaaten und der Union im Sinne des Artikels 3 des Vertrags über
die Europäische Union umfasst nach Maßgabe der Verträge die Einführung einer Wirtschaftspolitik,
die auf einer engen Koordinierung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten, dem Binnenmarkt
und der Festlegung gemeinsamer Ziele beruht und dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft
mit freiem Wettbewerb verpflichtet ist"

webinformationat
00
24.4.2009, 10:57

Freihandel und Wettbewerb in einem verbindlichen Vertrag zu schreiben ist einfach untragbar.

Man muss sich von Fall zu Fall aussuchen können, wie man verfahren möchte.

In Asien werden die Leute ausgenützt, so dass wir den billigen Ramsch in den Regalen stehen haben müssen.

Die heimischen Unternehmer gehen derweil baden....

Zelten!
00
29.4.2009, 16:04
"Freihandel und Wettbewerb"

das stand übrigens alles bereits im Vertrag von Maastricht und war also grundlage unseres Beitrittsvertrages, der - ich wiederhole von mehr als 66% gutgeheissen wurde - das müssen Sie wohl respektieren, noch dazu wo Sie stets nach "Direkter Demokratie" schreien

ps: gibt es auch 'unverbindliche' Verträge in Ihren Hirngespinsten und was soll das sein?

webinformationat
00
29.4.2009, 19:30

Eines noch: Die Mehrheit der Bürger, die 1994 wählen gingen, fielen auf die Propaganda der Medien hinein. Alles was Rang und Namen hatte, war für die Zustimmung zur EU. Einschließlich Kronen-Zeitung. Das wurde gelogen, das die Balken sich bogen..

Kein Mensche hatte eine Ahnung von den Konsequenzen des Beitritts. Von einer wirtschaftlichen Neuausrichtung schon gar nicht. Überhaupt nicht von dem fixen Vorhaben, die gemeinsame Währung einzuführen (stand schon im Vertrag) und auch nicht der (versuchten) Beseitigung unserer Neutralität - und vieles mehr.

Sie wussten vielleicht Bescheid, aber die Bevölkerung hat einem Bundesverfassungsgesetz über den Beitritt zugestimmt, dass unsere Bundesverfassung änderte - aber ohne Text!

Also nicht legal!

webinformationat
00
29.4.2009, 19:07
Der Grundsatz der offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb, verbietet den Mitgliedstaaten jede eigenständige Wirtschaftspolitik, selbst wenn diese als unabdingbar notwendig von einem Mitgliedstaat erkannt werden sollte, um nicht nur die soziale,

sondern auch die politische Stabilität des Landes zu verteidigen. Damit ist die existenzielle Staatlichkeit der Mitgliedstaaten unvertretbar eingeschränkt, ja wesentlich beseitigt.

Staatlichkeit und Wettbewerb sind unvereinbar. Wenn der Staat als Unternehmer dem Wettbewerbsprinzip unterworfen wird, ist das, unbabhängig von der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Form der Organisation und des Handelns, staatswidrige Privatisierung.

Die Wirtschaftshoheit der Mitgliedstaaten wird vor allem durch die Grundzüge der Wirtschaftspolitik eingeschränkt, ja aufgehoben, welche der Rat für die Mitgliedstaaten und die Union entwirft. Man kann jetzt sogar verwarnt werden, wenn man das nicht einhält. Das Parlament hat das keinen Einfluss...

webinformationat
11
24.4.2009, 00:18

Wir habe den Feihandel in der Verfassung 2. Das ist der neoliberale globale Ausbeuterkurs, der gerade zusammenbricht.

Aber einige profitieren ja noch davon - die meisten nicht.

Zelten!
00
29.4.2009, 16:05
meinen Sie die österreichische

oder die deutsche Verfassung

eine europäische gibt es nämlich nicht

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Posting 1 bis 25 von 173
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