Islamabad fordert Ende der Raketenangriffe

27. März 2009, 12:56
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"Verletzen die Souveränität Pakistans und sind kontraproduktiv"

Islamabad - Pakistan drängt die USA zur Beendigung der Raketenangriffe auf die Stammesgebiete im Nordwesten des Landes. Die Regierung in Islamabad habe ihre Bedenken in Washington auf höchster Ebene vorgebracht, teilte das pakistanische Außenministerium am Freitag mit. Die Angriffe von unbemannten US-Flugzeugen aus verletzten die Souveränität Pakistans und seien "kontraproduktiv".

US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag offiziell seine neue Strategie zum Kampf gegen radikalislamische Rebellen und das Terrornetzwerk El Kaida in Afghanistan vorstellen. Die Stammesgebiete an der afghanisch-pakistanischen Grenze gelten als Rückzugsgebiete für Aufständische. Seit August 2008 sollen die USA dort mehr als 35 Angriffe geflogen haben, bei denen mehr als 430 Menschen getötet worden sein sollen. Die USA äußern sich grundsätzlich nicht zu den Vorwürfen; die US-Einheiten verfügen aber als einzige in der Region über bewaffnete Aufklärungsflugzeuge. (APA)

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