Monaco wird frei von Tunfisch

27. März 2009, 12:49
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Fürstentum setzt Schritt zur Erhaltung einer vom Aussterben bedrohten Fischart

Wien - Im Fürstentum Monaco haben alle Restaurants, Einzelhändler und Chefköche den vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch aus ihren Regalen und von ihren Speisekarten genommen. Diese Maßnahme soll so lange andauern, bis sich die Bestände dieser Fischart von der Jahrzehnte langen Ausbeutung erholt haben und die Fischerei nachhaltig geführt wird, gab der WWF am Freitag in einer Aussendung bekannt.

Damit ist der Mittelmeer-Anrainerstaat trotz traditionell starkem Tunfischverzehr das weltweit erste Land, das komplett auf Roten Tunfisch verzichtet. "Dieser gemeinsame Schritt von Restaurants und Verkäufern, Roten Tunfisch zu verbannen ist ein starkes Signal, um auf den Besorgnis erregenden Zustand dieser einzigartigen Fischart hinzuweisen. Dadurch rufen wir eindringlich die Fischereikrise und Ausbeutung der Meere in das Bewusstsein der Menschen", sagte Philippe Mondielli, Wissenschaftlicher Direktor der Prince Albert II von Monaco-Stiftung.

Hintergrund

Der Rote Tunfisch wird bis zu 680 Kilo schwer und bis zu dreißig Jahre alt. Er ist der "Ferrari der Meere" und kann bis zu 100 km/h schnell schwimmen. Überfischung, illegale Fischerei und schlechtes Fischereimanagement haben diesen außergewöhnlichen Fisch an den Rand der Ausrottung gebracht. (red)

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WWF

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