Eine Stunde weniger für die innere Uhr

27. März 2009, 16:19
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Der jährliche Mini-Jetlag macht dem inneren Rhythmus wieder zu schaffen - Mit einfachen Mitteln, kann man Energie tanken

Am Wochenende war es wieder so weit - die Uhren wurden auf Sommerzeit umgestellt. Die Sommerzeit kostet den Langschläfern eine Stunde Schlaf, dafür gewinnen wir am Abend 60 Minuten Tageslicht.

Wie ein Mini-Jetlag

Schlafforscher, wie der Deutsche Jürgen Zulley sehen die Zeitumstellung als "Unsinn", weil sie den menschlichen Körper unnötig beeinflusse und Folgen wie ein Mini-Jetlag hat. Probleme über ein bis zwei Tage hinweg, weil der eigene Schlaf-Wach-Rhythmus nicht mehr ganz mit dem Nacht-Tag-Rhythmus übereinstimmt, seien keine Seltenheit. Das Problem sei weniger der Verlust einer Stunde Schlaf. Im Biorhythmus passiert laut dem Forscher eine Desynchronisierung: das Cortisol zum Beispiel, das uns morgens wach und leistungsfähig macht, werde am kommenden Montag zu spät ausgeschüttet. Die Folgen für die Psyche: Müdigkeit, die Leistungskurve liegt deutlich zurück. Es dauert etwas, bis man in den Tag hinein kommt, man ist nicht fit und die Stimmung ist eventuell beeinträchtigt.

Tipps für einen wacheren Start in die Sommerzeit

Der ARBÖ hat die Unfallzahlen der Statistik Austria der vergangenen fünf Jahre analysiert und festgestellt, dass an den jeweiligen Umstellungs-Sonntagen und den darauf folgenden Montagen aber trotzdem nicht mehr Unfälle passiert sind, als sonst - ausgenommen im Vorjahr. Dennoch können ein paar einfache Tipps helfen, wach zu werden.

  • In der Früh den Kreislauf schonend auf Trab bringen: Noch im Bett liegend den Körper richtig durchstrecken, dann die Decke zurückschlagen und die Knie abwechselnd langsam zur Brust ziehen oder 15 Mal "Rad fahren". Anschließend auf die Bettkante setzen und die Arme hoch strecken und dehnen.

  • Nach dem Duschen mit einem feuchten Waschlappen, auf dem ein paar Tropfen Lavendelöl verteilt sind, über Nacken und Brustbein streichen. Das weckt die "Lebensgeister".

  • Zum Frühstück bringt ein Müsli die beste Energie für den Tagesbeginn.

  • Während des Tages ausreichend trinken, mindestens zwei Liter Mineralwasser, Fruchtsäfte oder Tee. Dadurch fühlt man sich nicht so schnell müde oder schlapp.

  • Duftöle wie Rosmarin, Bergamotte, Geranium oder Zitrone haben eine belebende Wirkung. (red, derStandard.at)
  • Auch wenn es nur eine Stunde ist - der menschliche Biorhythmus wird empfindlich gestört
    foto: photodisc

    Auch wenn es nur eine Stunde ist - der menschliche Biorhythmus wird empfindlich gestört

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