ARA erhöht Tarife um 19 bis 35 Prozent

27. März 2009, 10:45
posten

Massiv gefallene Altstoffpreise führen zu Einnahmenausfall

Wien - Die ARA Altstoff Recycling Austria erhöht ihre Tarife ab 1. Juli um 19 bis 35 Prozent. Als Grund dafür führt die ARA "Preiseinbrüche von bis zu 90 Prozent etwa für Altpapier, Kunststoffe und Metalle" an. Zuzahlungen zur Verwertung von Kunststoffabfällen würden "die Situation verschärfen". Auch nach der Erhöhung lägen die Tarife um 47 Prozent unter den Preisen von 1995, relativiert das Unternehmen die Maßnahme in ihrer Aussendung vom Freitag.

Das ARA System habe 2008 um 32 Prozent mehr Verpackungen als 1995 erfasst. Dennoch seien die Lizenztarife für die Wirtschaft von 1995 bis 2008 um durchschnittlich 57 Prozent gesenkt worden. Mehr als zwei Drittel dieser Tarifsenkungen seien durch Kostenreduktionen zustande gekommen, den Rest habe die ARA über die hohen Altstofferlöse finanziert. Im November 2008, nach dem Ausbrechen der Krise, habe die ARA noch einmal Sparmaßnahmen im Wert von 8 Mio. Euro pro Jahr getroffen, schreibt das Unternehmen. Dennoch habe man "die immensen Einnahmenausfälle" nicht kompensieren können.

Mit der Preiserhöhung wird für Papier die Lizenzierung von Verkaufsverpackungen 0,130 EUR/kg und jene von Transportverpackungen 0,050 EUR/kg kosten. Der Tarif Ferrometall klein liegt zukünftig bei 0,270 EUR/kg, jener von Ferrometall groß bei 0,130 EUR/kg und jener von Aluminium bei 0,500 EUR/kg. Im Kunststoffbereich wird der Tarif für Kunststoffe klein auf 0,760 EUR/kg angehoben, und die Tarife IGP Folien und IGP Hohlkörper auf 0,162 EUR/kg. Alle anderen Tarife bleiben unverändert. (APA)

Share if you care.