Irland rutscht immer tiefer in die Rezession

26. März 2009, 16:52
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Dublin - Die Finanzkrise hat das langjährige Boomland Irland in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Die Wirtschaftsleistung brach 2008 um 2,3 Prozent ein, wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Eine solchen Rückgang hat das EU-Land seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947 noch nicht erlebt. Allein im Schlussquartal ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,5 Prozent zurück.

Auch die weiteren Aussichten sind düster: Experten gehen davon aus, dass in diesem Jahr sogar zweistellige Rückgänge bei den BIP-Quartalszahlen an der Tagesordnung sein werden.

Ministerpräsident Brian Cowen versucht mit immer neuen Nachtragshaushalten, auf die dramatisch einbrechenden Steuereinnahmen zu reagieren. Die Regierung will das Defizit bei rund 9,5 Prozent eingrenzen, womit die im EU-Stabilitätspakt festgelegte Obergrenze von drei Prozent aber noch immer weit überschritten wird.

Irland hatte seinen jahrelangen Aufschwung insbesondere einem boomenden Immobilienmarkt zu verdanken, der in der Finanzkrise einbrach. Die Häuserpreise sind seit Monaten im freien Fall. (APA/Reuters)

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